Heimat- und bald das Krippenmuseum: Der Frankenbund hat viel zu tun

Veröffentlicht am 2. November 2016 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



Im Mai 1926 wurde anlässlich eines Heimattages, den die Bamberger Gruppe in Baunach veranstaltete, die Baunacher Ortsgruppe des Frankenbundes von Dr. Peter Schneider gegründet. Und nun, 90 Jahre später feierte die Ortsgruppe im Bürgerhaus Lechner Bräu ihr 90-jähriges Vereinsjubiläum. Das Orchester des Baunacher Gesangvereins, unter Leitung von Judith und Wolfgang Bottler umrahmte die Feier mit fränkischen Weisen.

Auf die Gründungszeit blickte der derzeitige Vorsitzende Franz Götz zurück. Die Unterlagen von der Gründung bis in die 1950er Jahre sind größtenteils durch die Kriegswirren verloren gegangen. Nach dem Krieg hat Forstmeister Josef Gigglberger den Vorsitz übernommen, ihm folgten Anton Schwiendl, Karl Krimm, Lothar Horn, Karl-Theo Meixner, Rudolf Treml und nun Franz Götz als 1. Vorsitzende. Neben heimatkundlichen Vorträgen und Exkursionen in das Frankenland  ist die Gruppe vor allem im Baunacher Heimatmuseum tätig, ein Arbeitskreis befasst sich auch mit der ehemaligen Stiefenburg, ebenso setzt man sich für das wieder entdeckte Baunacher Fastentuch ein und ab Dezember wird die Gruppe auch das neu geschaffene Krippenmuseum im alten Beinhaus betreuen. Wie Dekan Stefan Geßner, der auch unter den Gästen weilte, bekannt gab, wird das Museum am 17. Dezember 2016 eröffnet.

90 Jahre Frankenbund Baunach 2016
Empfang der Gäste, v.l. 1.Bgm. Ekkehard Hojer, stellv. Bundesvors. Sigi Stengl, Martina Schramm, dahinter v.l. 1. Vors. Franz Götz, 2.Vors. Wilhelm Scholz und Schriftführer Reinhold Schweda.

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FC Baunach

Bürgermeister Ekkehard Hojer dankte den Frankenbündlern in seinem Grußwort für ihr Engagement für Baunachs Geschichte und Kultur, vor allem aber für ihre Arbeit im Heimatmuseum. Wenn es sie nicht schon gäbe müssten sie erfunden werden.  Der stellv. Bundesvorsitzende Sigi Stengel aus Stegaurach überbrachte die Grüße der Bundesleitung  und resümierte über die Mentalität der Franken, manchmal streiten sie auch, aber am nächsten Tag halten sie dann wieder zusammen. Die Bundesfreunde aus Bamberg wurden von Edgar Sitzmann und Martina Schramm gut vertreten. Den gut einstündigen Festvortrag – und da habe ich schon kräftig gekürzt – hielt der Baunacher Bundesfreund Robert Raab zum Thema „Die Baunacher Familie Roppelt“. In jahrelangen Forschungen hat er Licht in die weit verzweigte Familiengeschichte der „Roppelts“ gebracht, deren Namen, nach dem 30-jährigen Krieg in Baunach auftaucht und der auch heute hier noch weit verbreitet ist. Viele berühmte Roppelts gingen aus dieser Baunacher Familie hervor, so der bekannte Steuereinnehmer und Topograf Marquard Roppelt, nach dem in Baunach eine Straße benannt ist, oder Johann Georg Roppelt der bekannte Kriegsrat und Baumeister, oder Franz Stefan Roppelt der als Abt Otto der III. von Kloster Banz bekannt wurde, oder der vielleicht bekannteste Roppelt: Johann Baptist Georg, Mathematik und Topografie Professor, der unter anderem die Topografische Beschreibung des Hochstifts Bamberg verfasst hat, um nur die Bekanntesten aus seinem detaillierten Vortrag zu nennen.

Für das leibliche Wohl hatten die Mitglieder der Ortsgruppe gesorgt und zum Ausklang des 90. Jubiläums zeigte Reinhold Schweda noch einen „Baunacher Bilderbogen“ mit Aufnahmen aus den 1950er und 1960er Jahren aus der Stadt Baunach. 2.Vorstand Wilhelm Scholz schloss dann mit einem Dank an alle Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen den Festabend.

Reinhold Schweda

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