Derby: Werbung für den Basketball

Veröffentlicht am 6. März 2017 von Redaktion

Schade. Lange hielten die Basketballer vom TSV Tröster Breitengüßbach beim Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Coburg mit. Erst am Ende wurde die Abwehr mehrfach überspielt, die Niederlage war perfekt. Den Baunach Young Pikes hingegen gelang ein kleiner Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Breitengüßbach unterliegt Coburg im Derby

Vor über 800 begeisterten Basketballfans in der heimischen Hans-Jung-Halle unterliegt der TSV Tröster Breitengüßbach dem BBC Coburg mit 68:88.

So viele Zuschauer waren schon lange nicht mehr bei einem Basketballspiel in der Hans-Jung-Halle zu Gast. Über 800 Fans aus Coburg und Breitengüßbach sorgten für eine unglaubliche Atmosphäre in der restlos ausverkauften Halle. So eine Stimmung kannte man nur von früher, als es noch die legendären Derbys gegen Rattelsdorf, Bamberg, Bayreuth oder Würzburg gab. Nun war es also endlich mal wieder so weit. Headcoach Johannes Laub schickte zu Beginn Engel, Lorber, McDuffie, Heide und Land auf das Parkett. Die Hausherren starteten gut und gingen durch Land und Lorber mit 5:0 in Führung. Danach kam der BBC allerdings besser in die Partie und startete angeführt vom bärenstarken Burris (3 Dreier hintereinander, 12 Punkte im 1. Viertel) einen 17:2-Run und führte nach fünf Spielminuten mit 7:17. Im Anschluss zogen Alex Engel und Jörg Dippold das ein ums andere Mal energisch zum Korb, wurden dabei gefoult und verwandelten ihre Freiwürfe sicher. Dimi McDuffie kassierte noch im ersten Viertel sein drittes Foul und wurde von Coach Laub auf die Bank beordert. Bis zum Ende der ersten zehn Minuten kam die Tröster-Truppe wieder bis auf 17:20 heran.

Auch zum Start des zweiten Spielabschnittes stand die Abwehr des TSV sehr gut und ermöglichte den Coburgern keine leichten Punkte. Heide und Land sorgten mit Punkten am Brett für eine 22:20-Führung. Im Anschluss gestaltete sich die Partie relativ ausgeglichen. Die ehemaligen Güßbacher Eichelsdörfer und Walde punkteten für den BBC, während Heide und Land weiter am Brett dominierten. Beim Stand von 30:28 nahm Coburg-Coach Simon Bertram eine Auszeit. Doch diese brachte nicht viel ein und die Güßbacher konnten in Person von Jörg Dippold und Land weiter einige Bälle im Coburger Korb versenken. Die letzten sieben Punkte des Viertels gehörten allerdings den Gästen, die per Buzzerbeater aus dem Mittelkreis für den 38:40-Halbzeitstand sorgten.

Ins dritte Viertel starteten die Güßbacher voller Energie und überraschten mit ihrer aggressiven Verteidigung den BBC Coburg. McDuffie, Engel und Lorber machten mächtig Dampf und trafen zwei Mal von der Dreierlinie. So stand es in der 24. Spielminute 50:43 für den TSV Tröster Breitengüßbach. Danach gab es einen Bruch im Spiel der Hausherren. Vorne wollte nichts mehr fallen und hinten machte man einige Fehler, sodass die Gäste zu sehr einfachen Körben kamen. Angeführt von Franke und Molosciakas kam der BBC Punkt für Punkt heran und ging in der 26. Spielminute erneut in Führung. Nach zehn Coburger Punkten in Serie nahm Coach Laub eine Auszeit, welche ihre Wirkung leider verfehlte. Der BBC spielte sich in einen Rausch und machte aus einem sieben Punkte Rückstand eine neun Punkte Führung, 50:59 (27. Spielminute). Eichelsdörfer und Walde sorgten in der Folgezeit gar für einen zweistelligen Vorsprung. Zum Viertelende konnten die Güßbacher noch einmal auf 55:63 verkürzen.

Im Schlussviertel riskierten die gelbschwarzen alles. Die Würfe von der Dreierlinie fielen leider nicht und so konnten die Coburger einige Fastbreaks laufen, welche zu einfachen Punkten führten. Engel und Jörg Dippold führten den TSV allerdings noch einmal bis auf 63:70 heran. Nach einer Auszeit von Coburg-Coach Simon Bertram fanden die Gäste wieder ihren Rhythmus. So waren es Franke, Walde und Molosciakas, die vier einfache Körbe am Brett nacheinander erzielen konnten. Die Gastgeber versuchten nun ihr Glück in schnellen Abschlüssen und einer Ganzfeldverteidigung. Doch die Würfe gingen nicht in den Korb und die Coburger überspielten die Abwehr des TSV Tröster ein ums andere Mal. So setzen sich die Gäste zum Ende immer weiter ab und gewannen am Ende etwas zu deutlich mit 68:88. In den letzten beiden Minuten merkte man dem TSV Tröster an, dass sie alles gegeben hatten und die Luft etwas dünn wurde. Besonders die fünften Fouls von Land und McDuffie spielten dem BBC in die Karten. Dieses Spiel war trotz des relativ hohen Ausgangs zum Ende der Partie in aller Hinsicht Werbung für den oberfränkischen Basketball.

Breitengüßbach: Land (15/1 Dreier), Engel (15), J. DIppold (11), Lorber (10/1), McDuffie (8/1), Heide (7), D. Dippold (2), T. Dippold, Klaus, Lurz, Wagner

 

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Aufatmen in Baunach: Befreiungsschlag gelingt

Einen enorm wichtigen 85:73 Sieg errangen die Baunach Young Pikes am Sonntag in der 2. Basketball-Bundesliga ProA bei den Dresden Titans. Während die Titans damit endgültig als Absteiger in die ProB feststehen, konnten sich die Oberfranken etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen, denn sie liegen vier Spieltage vor Saisonende mit zwei Siegen (+ direkter Vergleich) vor den Wohnbau Baskets aus Essen.

Allerdings war der Start in diesen Abstiegskrimi alles andere als leicht für die Gäste, denn sie gerieten nach drei Minuten gleich mit 2:10 in Rückstand. Dann kamen die Pikes so langsam in die Gänge und Ali Nikolic konnte auf 12:8 verkürzen. In der 7. Minute traf Arnoldas Kulboka seinen ersten Dreier zum 16:13 und nur 20 Sekunden später konnte er auf die gleiche Weise ausgleichen. Nachdem er auch noch einen weiteren Wurf aus der Distanz einstreuen konnte, brachten er und Leon Kratzer mit je neun Punkten ihr Team mit 26:24 nach dem 1. Viertel nach vorne.

Die Gastgeber, die bis zu diesem Zeitpunkt eine hervorragende Dreiequote (5 von 9) zu verzeichnen hatten, konterten durch Baues und Simon, sodass die Titans nach 16 Minuten wieder mit 37:34 in Führung gingen. Nun folgte eine schwache Baunacher Phase mit zahlreichen Konzentrationsfehlern und leichtfertigen Ballverlusten. Die Sachsen nützten das sofort aus und bauten ihren Vorsprung bis zur Halbzeit auf 49:38 aus.

Auch nach dem Wechsel änderte sich zunächst nicht viel am Spielverlauf, da es die jungen Hechte zu oft von der Dreierlinie versuchten, allerdings keinen ihrer Versuche verwandeln konnten. So stand nach 24 Minuten sogar 53:40, doch jetzt versuchten die Schützlinge von Fabian Villmeter und Mark Völkl wieder vermehrt zum Korb zu kommen. Zwar konnte man zunächst nicht viel näher heran kommen (55:46; 27. Minute), aber nach weiteren vier Punkte von Louis Olinde war man auf 57:52 dran. Da man aber bis dahin nur 20 % aus der Distanz getroffen hatte (3 von 15) ging man beim Stand von 64:56 in den letzten Abschnitt.

Den eröffnete Tibor Taras mit einem schnellen Korbleger und jetzt explodierte der Kapitän: Nach einem Dreipunktespiel von ihm und dem ersten Dreier nach langer Durststrecke brachte er sein Team mit 66:64 nach vorne. Der wieder einmal überragende Leon Kratzer, der zusammen mit Olinde für ein Übergewicht beim Rebound (41:29) gesorgt hatte, baute diese Führung mit seinem dritten Dunking auf 72:66 (35.) aus und nachdem auch Kulboka nun sein Händchen wieder gefunden hatte, konnte er mit zwei Dreiern zum Endstand von 73:85 in der letzten Minute den Deckel drauf machen. Ein sichtlich erleichterter Coach Villmeter analysierte nach der Begegnung: „Wir haben gewusst, dass das ein hartes Stück Arbeit wird, denn die Dresdner sind gegenüber der Hinrunde wesentlich verbessert aufgetreten. In der ersten Hälfte haben wir defensiv überhaupt keinen Zugriff erlangen können. Glücklicherweise konnten wir dann nach der Pause einiges besser machen. Wir haben das Spiel über den Rebound nun besser kontrolliert und Leon, der schwer von Dresden zu stoppen war, wieder mehr ins Spiel eingebunden. Außerdem hatten wir darauf spekuliert, dass wir am Ende gegen einen müde gemachten Gegner den längeren Atem haben würden. Deshalb haben sich auch die enorm hohen Trefferqoten der Titans aus der ersten Halbzeit dann auf ein Normalmaß eingependelt. Jetzt kommen zwei Heimspiele, die wir auch gewinnen wollen, denn jetzt wollen wir die Früchte unserer harten Arbeit während des ganzen Jahres ernten.“ Damit sprach Villmeter auch die Begegnung am kommenden Sonntag (20 Uhr) an, wenn die Baunach Young Pikes in einem sicherlich heiß umkämpften Derby gegen die Falcons Nürnberg mit einem Sieg den Klassenerhalt vielleicht schon perfekt machen können.

2.Basketball-Bundesliga ProA

Dresden Titans – Baunach Young Pikes   73:85

Dresden Titans: Price (16 Punkte/1 Dreier), Baues (15/1), Simon (13), Dunbar (11/1), Bertrand (9/1), Sturner (5/1), Nagora (3/1), El Domiaty (1), von der Wippel, Heck.

Baunach Young Pikes: Kratzer (23), Kulboka (17/5), Taras (15/2), Olinde (12), Müller (10), Nikolic (8), Wolf, Fichtner, Edwardsson, Hoffmann.

Zuschauer: 1306

 

Jochen Hirmke, Florian Dörr. Fotos: Johannes Michel

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