Young Pikes arbeiten sich ins Mittelfeld

Veröffentlicht am 14. November 2016 von Redaktion

Mit einem Heimsieg gegen Dresden können sich die Baunach Young Pikes weiter vom Tabellenende in der Zweiten Bundesliga absetzen und stehen aktuell auf dem zehnten Platz. Für Breitengüßbach stand hingegen im Derby gegen Coburg eine Niederlage auf der Anzeigetafel.

Baunacher zeigen starke Teamleistung

Die Baunach Young Pikes haben nach der  deutlichen Niederlage in Trier  die richtige Reaktion gezeigt. Am Freitagabend bezwangen die „jungen Wilden“ die Dresden Titans vor 780 Zuschauern in der Graf-Stauffenberg-Halle mit 100:81 (53:42). Mit dem dritten Heimsieg in Folge überholte die Mannschaft von Trainer Fabian Villmeter in der Tabelle der 2. Basketball-Liga ProA die Hamburg Towers, liegt nun mit acht Punkten auf dem zehnten Platz und  hat gleichzeitig die Distanz zum Schlusslicht aus Dresden (2) vergrößert. 

Obwohl Leon Kratzer am Donnerstagabend  im Kader von Brose Bamberg beim Euroleague-Spiel in Istanbul stand und auch am Samstag bei der Bundesliga-Partie in Gießen zum Aufgebot des deutschen Meisters zählt, lief das  Center-Talent  für die Baunacher im Duell mit dem Aufsteiger aus der ProB auf.  Und trotz der Reisestrapazen präsentierte sich Kratzer hellwach. Mit acht Punkten war er nach den ersten zehn Minuten bester Werfer einer homogen auftretenden Young-Pikes-Truppe. Bei den Gastgebern verfehlte nur einer der ersten sieben Würfe sein Ziel. Die Folge war eine 16:7-Führung nach vier Minuten. Zwar leisteten sich die Gastgeber einige Unkonzentriertheiten bei der Ballbehandlung und beim Defensivrebound, wodurch die Sachsen ausgleichen konnten (21:21), doch zogen die Baunacher bis zum Viertelende wieder auf 29:21 davon.

Offensiv in einem RauschKonzentriert starteten die Hausherren auch in den zweiten Abschnitt, in dem sie sich offensiv in einen kleinen Rausch spielten. Dank Kratzer, dem am Ende mit 29 Punkten überragenden Arnoldas Kulboka mit zwei Dreiern und Daniel Keppeler, der es zweimal unter dem Korb krachen ließ,  setzten sich die Baunacher ab, führten schnell zweistellig und lagen nach 18 Minuten mit 17 Punkten vorne (51:34). Dresdens Aufbauspieler  Randal Holt, der zusammen mit David Sturner die Hauptlast im Angriff der Gäste trug, sorgte mit zwei Dreiern kurz vor der Halbzeit dann aber dafür, dass die Titans zur Pause nicht schon aussichtslos in Rückstand lagen.

Mit einem 9:0-Lauf ging das Villmeter-Team zu Beginn des dritten Spielabschnitts erstmals mit 20 Punkten in Führung (62:42, 22. Min.).  Daniel Krause und Holt ließen aus der Distanz den Kontakt zu den Oberfranken nicht abreißen, da aber Kulboka an der Dreier-Linie konterte, konnten die Dresdner ihren Rückstand  nicht entscheidend verkürzen. 

27 AssistsMit dem Stand von 78:62 ging es in das letzte Viertel, das Felix Edwardsson mit dem elften erfolgreichen Dreier der Young Pikes eröffnete. Zwar verloren die Hausherren anschließend kurzzeitig den Faden und gestatteten den Gästen elf Punkte in Folge,  doch hatten sie in der Schlussphase das Spiel wieder unter Kontrolle und setzten sich verdient durch. Vier Spieler, die zweistellig punkteten, und 27 Assists waren Beleg für eine starke Mannschaftsleistung.

Auch Dresdens Coach Steven Claus lobte: „Das war eine tolle Baunacher Leistung. Es macht Spaß dieser außerordentlichen Gruppe junger Talenete zuzusehen. Wir konnten Kulboka und Kratzer einfach nicht stoppen, obwohl wir alles probiert haben.“ Fabian Villmeter zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Wir wollten von Anfang an mit viel Intensität, hohem Tempo und einer tiefen Rotation spielen, das haben wir umgesetzt. Wenn man uns vor acht Wochen gesehen hat, hätte man nicht geglaubt, dass das Team jetzt mit soviel Euphorie und Herz spielen kann. Wir wissen aber auch ganz genau, an was wir noch arbeiten müssen und das werden wir tun.“ Die Ergebnisse dieser Arbeit sind in den nächsten Wochen nur auswärts oder am Livestream zu begutachten, wenn die Baunacher in Hanau, Kirchheim und Ehingen antreten müssen.

2.Basketball-Bundesliga ProA

Baunach Young Pikes – Dresden Titans    100:81

Baunach Young Pikes: Kulboka (29/6 Dreier), Kratzer (17), Müller (12/2), Nikolic (11/2), Keppeler (7/1), Olinde (7/1), Taras (6), Edwardsson (5/1), Wolf (4/1), Hoffmann (2), Fichtner

Dresden Titans: Holt (17/3), Krause (14/4), Sturner (14/1), Baues (9), El Domiaty (8/1), Pressley (8), Heck (4), von der Wippel (3), Nagora (2), Simon (2)

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Sensation verpasst

Der TSV Tröster Breitengüßbach unterliegt im Derby beim BBC Coburg vor knapp 1200 Zuschauern mit 87:74.

Da Headcoach Johannes Laub auch im Derby auf Aufbauspieler Alex Engel verzichten musste, schickte er zu Beginn des Spiels Timo Dippold, Lorber, McDuffie, Heide und Land aufs Parkett. Diese fünf hielten von Anfang an gut mit und konnten vier Punkte des Ex-Güßbachers Walde kontern. Besonders McDuffie war in der Anfangsphase nicht zu stoppen und verwandelte neben einem Wurf aus der Halbdistanz auch noch zwei Dreier, sodass die Gäste aus dem Bamberger Norden nach vier Minuten mit 10:8 führten. Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel, welches von der Nervosität beider Mannschaften geprägt war. So hatten beide Teams nach acht Minuten bereits sechs Turnover zu Buche stehen. Beim Stand von 15:15 starte der BBC einen kleinen Lauf und setzte sich bis auf 21:15 ab. Doch die Tröster-Truppe suchte nun verstärkt ihre lange Garde Land, Wagner und Heide und hatte damit auch Erfolg. So kamen sie zum Viertelende wieder bis auf 23:20 heran.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes setzten sich die Gastgeber wieder etwas ab, doch Land und Kunz brachten den TSV Tröster wieder in Schlagdistanz. Der erfahrene Franke und der Amerikaner Burris drehten nun für die Coburger auf, sodass Güßbachs Headcoach Laub beim Stand von 32:26 die Auszeit nehmen musste. Die zeigte ihre Wirkung und der TSV konnte fünf Punkte hintereinander erzielen. Burris hatte ein heißes Händchen von der 6,75m-Linie und schraubte nach Belieben seine Dreier Nummer zwei und drei in den Korb der gelbschwarzen. Nach einer erneuten Auszeit waren es Timo Dippold per Dreier und Dirk Dippold per Korbleger, die die Gäste bis zur Halbzeit wieder auf 41:36 heranbrachten.

Nach dem Pausentee schien es den Anschein zu haben, dass der TSV Tröster Breitengüßbach das Blatt wenden könnte. Fünf schnelle Punkte der Nord-Bamberger gestalteten das Derby wieder ausgeglichen und sorgten für Spannung in der HUK-Arena. Doch dann schlichen sich erneut viele Fehler in der Offensive ein, welche die Hausherren eiskalt ausnutzen. Franke, Burris und Molosciakas erzielten Punkt um Punkt, sodass der TSV Tröster beim Stand von 52:42 (24. Min) die Auszeit nehmen musste. Diese verfehlte allerdings seine Wirkung und die Coburger spielten sich in der Offensive in einen Rausch. Genau das wollten die gelbschwarzen eigentlich verhindern, doch Burris, Walde und Franke trafen nun von jenseits der 6.75m-Linie. So stand es nach 28. Minuten 63:47 und Coach Laub musste bereits seine zweite Auszeit nehmen. Leider gelang den Gästen in der Offensive in dieser Phase nichts mehr und so produzierte man unendlich viele Turnover (insgesamt 25), sodass die Coburger erstmals mit 20 Punkten in Führung gehen konnten. Die Tröster-Truppe zeigte allerdings Moral und kämpfte sich zum Viertelende erneut durch Timo und Dirk Dippold bis auf  69:52 heran.

Der ehemalige Güßbacher Gligorovic brachte seine neue Mannschaft im Schlussabschnitt erneut mit 20 Punkten in Führung und das Derby schien entschieden. Wer das dachte, der hat die Rechnung aber ohne den TSV Tröster Breitengüßbach gemacht. Zwei Timo Dippold-Dreier und ein weiterer von Heide sorgten für 76:65 Zwischenstand und wieder für Ruhe bei den knapp 1100 Coburgern und für viel Freude bei den 100 mitgereisten TSV-Anhängern. Nach einer Auszeit des BBC ging die Aufholjagd der Tröster-Truppe leider nicht mehr weiter. Die Coburger spielten nun wieder konsequent und abgezockt und verwalteten ihren Vorsprung bis zur Schlusssirene. So gewannen die Hausherren das Derby mit 87:74.

Breitengüßbach: T. Dippold (16/3 Dreier), Heide (16/1), McDuffie (15/3), D. Dippold (7/1), Land (6), Kunz (5/1), Wagner (4), Lorber (3), J. Dippold (2), Klaus, Lurz

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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