Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt

Veröffentlicht am 20. März 2017 von Redaktion

Hart umkämpft, aber deutlich gewonnen: Die Baunach Young Pikes konnten mit einem Sieg wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren. Und auch der TSV Tröster Breitengüßbach gewannen – und zwar sogar ein Spiel gegen ein Topteam der Regionalliga.

Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt

Nach der Ehrenrunde in der Halle herrschte auch anschließend in der Kabine ausgelassene Stimmung: Mit dem hart erkämpften 79:65 (39:24)-Erfolg gegen das Team Ehingen Ursprung im Abstiegskrimi der 2. Basketball-Liga ProA sind  die Baunach Young Pikes dem Klassenerhalt einen Riesenschritt nähergekommen. Mit 18 Zählern rangieren die Talente aus dem Brose-Nachwuchsprogramm zwei Punkte vor Ehingen und Essen. Allerdings ist rein rechnerisch das Abrutschen auf Rang 15 immer noch möglich, denn die Essener sendeten mit dem 69:61-Erfolg gegen Trier zwei Stunden nach dem Baunacher Erfolg ein weiteres Lebenszeichen.

Bereits im ersten Viertel (20:11) zeigten die Gastgeber mit aggressiver Verteidigung und  viel Geduld im Angriff, dass sie diese wichtige Partie unbedingt gewinnen wollten. Und auch in den zweiten zehn Minuten machte die Villmeter-Truppe vieles richtig. Das Urspring-Team bekam nur selten freie Würfe. Den Einzelaktionen der Gäste begegneten der starke Louis Olinde und seine Mitstreiter  mit tollem Team-Basketball. Nach zwei Nikolic-Dreiern lag der Gastgeber kurz vor der Pause mit 39:22 vorn.

„Das verfolgt uns schon die ganze Saison, dass wir nicht konstant spielen können. Das Spiel war schon durch, als wir mit 17 Punkten vorne lagen, aber dann werden wir leichtsinnig, leisten uns Ballverluste, treffen vorne schlechte Entscheidungen und hören hinten das Verteidigen auf – das darf man sich in der ProA nicht leisten“, beschrieb der sportliche Leiter Jörg Mausolf das Spiel nach der Pause.

Nach nur 24 Punkten in der  ersten Hälfte gewann Ehingen das dritte Viertel mit 25:14, war wieder in Schlagdistanz und glich nach 32 Minuten zum 55:55 aus. Die Partie drohte zu kippen. Es entwickelte sich ein Krimi. „Zum Schluss haben Louis Olinde, Kapitän Tibor Taras und Ali Nikolic das Ding heim gebracht. Ich freue mich echt für die Jungs, denn jetzt sollte es wirklich reichen“, betonte Mausolf.  „Jetzt müsste Essen gegen Chemnitz und Gotha gewinnen, das ist relativ unwahrscheinlich. Und Ehingen haben wir ja auch überholt. Die spielen  noch gegen Kirchheim und in Hamburg“, rechnete der Sortliche Leiter hoch.

„Wir wussten, um was es in diesem Spiel ging und waren in der ersten Halbzeit und im Schlussviertel extrem fokussiert. Jetzt können wir ein bisschen relaxen, aber die Saison ist noch nicht vorbei. Wir werden alles versuchen, auch die letzten beiden Partien zu gewinnen“, weiß Ali Nikolic, der nicht nur punktete (16), sondern immer die Übersicht behielt und seine Nebenleute mit sieben Assists glänzend in Szene setzte, dass es immer noch gefährlich werden kann. Denn in den  letzten beiden Partien bei der Pavic-Truppe in Gotha (6.) und am letzten Spieltag daheim gegen Trier (7.) bekommen es die Young Pikes mit Play-off-Kandidaten zu tun.

Präsentieren sich die Talente aber so abgezockt wie am Samstag, als Tibor Taras (3), Nikolic, Arnoldas Kulboka und Malik Müller eiskalt sechs Dreier versenkten und das Schlussviertel mit 26:16 gewannen, braucht einem nicht bange zu sein.

„Dieser Sieg ist natürlich eine große Erleichterung, ein riesiger Schritt kurz vor Saisonende zum Klassenerhalt. Ich glaube, wir haben uns das verdient“, betonte Louis Olinde, der mit 19 Punkten und elf Rebounds ebenso ein „double double“ verbuchte wie Leon Kratzer (10/15). An ihren Leistungen ist gut abzulesen, wie sich die jüngste Mannschaft der ProA in dieser Saison kontinuierlich weiterentwickelt hat.

2.Basketball-Bundesliga ProA

Baunach Young Pikes – Team Ehingen Urspring    79:65

Baunach Young Pikes: Olinde (19/1 Dreier), Nikolic (16/4), Taras (14/3), Kulboka (11/2), Kratzer (10), Müller (9/1), Edwardsson, Hoffmann, N. Wolf, Dizdarevic, Keppeler / Team Ehingen Urspring: Taylor (16/4), Berger (15/1), Moore (12), Jahn (9), C. Wolf (5), Aminu (4), Fraser (4), Tomasevic, Thompson, Onwuegbuzie / SR: Krüper, Fröhlich / Zuschauer: 850

Anzeige
Wagner Bräu Kemmern

 

Toller Heimsieg gegen Treuchtlingen

Der TSV Tröster Breitengüßbach besiegt vor knapp 200 Zuschauern in der heimischen Hans-Jung-Halle den Tabellenzweiten VfL Treuchtlingen mit 89:80.

Sie können es doch! Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach gewinnen endlich wieder ein Spiel gegen ein Topteam der Liga. Von Anfang an zeigten sie eine engagierte Leistung in Angriff und Abwehr. Headcoach Laub schickte zu Beginn der Partie Engel, Lorber, Jörg Dippold, Klaus und Land aufs Parkett. Der starke Jörg Dippold und Center Land dominierten die Anfangsphase des ersten Viertels. Die beiden setzten sich ein ums andere Mal stark durch und konnten erfolgreich am Brett abschließen. Wichtig war es für die Oberfranken, dass sie die Leistungsträger der Harlander-Truppe gut im Griff hatten. So gestattete man einen der Treuchtlinger Topscorrer Schmoll nur sechs Punkte. Dies war der Grundstein für den Erfolg in der heimischen Halle. Die Breitengüßbacher suchten auch Mitte und Ende des ersten Viertels immer wieder den Weg zum Korb und konnten dort durch Lorber und Engel auch weitere Punkte erzielen. Auf Seiten der Gäste hatten Eisenberger und Beierlein Antworten parat, sodass es nach fünf Minuten 15:7 stand. Dann kam die Offensive der Mittelfranken ins Rollen. Drei Dreier binnen kürzester Zeit und zwei Einfache Korbleger brachten den Gästen eine 18:20 Führung. Zum Viertelende konnte der TSV wieder bis auf 24:25 verkürzen.

Der zweite Spielabschnitt startete perfekt für die Güßbacher. In der Verteidigung legte man eine Schippe drauf und zwang den Tabellenzweiten zu schwierigen Würfen und Ballverlusten, sodass man zwei Fastbreaks erfolgreich abschließen konnte. Als dann noch zwei Dreier von Lorber und Dirk Dippold fielen, war der 10:0-Lauf perfekt und Treuchtlingen beim Stand von 34:25 zu einer Auszeit gezwungen (13. Min). Nach dieser kam der VfL auch wieder zu Punkten, auf die die Tröster-Truppe allerdings die passende Antwort hatte. So hielt man den Vorsprung konstant über sieben Punkte und zeigte in der Offensive einige spektakuläre Aktionen. So bediente Alex Heide mit einem behind-the-back-pass Sven Lorber, der noch einen Korbleger im Korb versenken konnte. Lucas Wagner sorgte mit vier Punkten in Serie wieder für eine zweistellige Führung, die Geiselsöder per Dreier wieder auf sieben Punkte verkürzte, 50:43.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit drückte Treuchtlingen aufs Tempo. So kamen sie angeführt von ihren zwei Besten Eisenberger (20P) und Geiselsöder (21P) wieder bis auf 57:56 heran. Anschließend waren die Hausherren wieder zurück in der Spur. Jörg Dippold zeigte einige klasse Aktionen und brachte seine Mannschaft wieder mit sechs Punkten in Front, woraufhin Gäste-Coach Harlander eine Auszeit nehmen musste. Bis zum Viertelende zeigten die Güßbacher weiter tolle Aktionen in der Verteidigung, woraufhin einige einfache Punkte in der Offensive folgten. Wagner und Dirk Dippold brachte dem TSV wieder eine 10 Punkte-Führung, die Engel und Lorber bis zum Viertelende bis auf 74:60 ausbauen konnten.

Der TSV Tröster hatte nun einen Lauf und baute den Vorsprung Anfang des vierten Viertels durch Land und Engel bis auf 80:60 aus. Man merkte, dass bei Treuchtlingen die Luft etwas raus war und so konnte Headcoach Laub seinen jungen Spielern Kapp und Klaus noch einige wichtige Minuten geben. In der Folgezeit leisteten sich die Oberfranken einige Fehler, weshalb der Tabellenzweite wieder etwas herankam. Jörg Dippold sorgte mit seinen letzten Punkten für den 89:80 Endstand.

Breitengüßbach: J. Dippold (26/2 Dreier), Land (16/1), Lorber (13/1), D. DIppold (12/3), Wagner (9), Engel (7), Heide (6), T. Dippold, Kapp, Klaus

Jochen Hirmke, Florian Dörr

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.