Baunach bleibt in der ProA

Veröffentlicht am 16. März 2015 von Redaktion

Gleich zwei Spiele absolvierten die Basketballer von Bike Cafe Messingschlager am zurückliegenden Wochenende – ein Sieg und eine Niederlage bedeuten den Klassenerhalt. Der TSV Tröster Breitengüßbach arbeitete sich mit einem Sieg auf Platz 7 der Tabelle vor.

 

Arbeitssieg gegen das Schlusslicht

Mit dem 100:85-Heimerfolg gegen das Team Ehingen Urspring haben die Baunacher den Klassenerhalt auch rechnerisch geschafft.

Die Basketballer von Bike-Cafe Messingschlager werden auch in der kommenden Saison definitiv in der 2. Liga ProA an den Start gehen. Am Freitagabend bezwang der Aufsteiger vor 760 Zuschauern in der Bamberger Graf-Stauffenberg-Halle den Tabellenletzten, das Team Ehingen Urspring, mit 100:85 (52:49). Damit ist für die Jungs von Trainer Ivan Pavic drei Spieltage vor Saisonende auch rein rechnerisch der Klassenerhalt unter Dach und Fach. Die Ehinger stehen dagegen als erster Absteiger fest.

Theoretisch ist für die Baunacher sogar noch die Play-off-Teilnahme drin, aber das ist angesichts des schweren Restprogramms ziemlich unwahrscheinlich, denn mit Nürnberg, Gotha und Gießen warten noch drei schwere Brocken auf den Neuling. Bereits am Sonntag (17 Uhr, BBZ-Halle am Berliner Platz) kommt es zum fränkischen Derby in Nürnberg, in dem die Gastgeber Revanche für die 70:74-Hinspielniederlage nehmen wollen. Da Routinier Steffen Hamann wegen einer Knieverletzung ausfiel, standen am Freitagabend zu Beginn des Duells der beiden erfolgreichsten deutschen Nachwuchsprogramme zwei sehr junge Teams auf dem Parkett. Den besseren Start erwischten die Ehinger, bei denen Patrick Simon zunächst aus allen Lagen traf. 15 Punkte hatte der 22 Jahre alte US-Amerikaner bereits nach dem ersten Viertel erzielt. Dank eines 10:0-Laufs zogen die Gäste gegen zunächst unkonzentriert wirkende Baunacher, die das Schlusslicht offenbar unterschätzt hatten, schnell zweistellig in Front (11:21, 6. Min.). Leon Kratzer und Johannes Thiemann führten ihr Team dann heran (23:27).

Im zweiten Viertel waren die Hausherren engagierter bei der Sache. Dank zwei Dreiern von Andi Obst und fünf Punkten von Dino Dizdarevic in Folge eroberte sich das Pavic-Team in der 18. Min. erstmals die Führung (46:43), die es bis zur Pause auch behauptete.
Die Baunacher kamen mit viel Energie aus der Kabine und erzielten sieben Punkte hintereinander. In den folgenden Angriffen leisteten sie sich aber binnen kurzer Zeit fünf Ballverluste, was der Gegner eiskalt bestrafte. Mit einem 16:0-Lauf eroberte sich Ehingen die Führung zurück (63:59.) Von nun an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – folgerichtig ging es mit einem Gleichstand (72:72) in die letzten zehn Minuten.

Hier gestatteten die Hausherren dank einer verbesserten Abwehrleistung keine einfachen Punkte mehr. Auf der Gegenseite kamen sie immer wieder zum Abschluss. Drei Minuten vor Spielende betrug der Baunacher Vorsprung zehn Punkte (91:81). Als nach einer Auszeit der Gäste Johannes Thiemann dann noch den insgesamt zehnten Dreier traf und im folgenden Angriff nach einem Offensivrebound abermals erfolgreich war, war die Partie zugunsten des Aufsteigers entschieden.

2. Basketball-Bundesliga ProA

Bike-Cafe Messingschlager Baunach – Team Ehingen Urspring 100:85

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Obst (22/5), Thiemann (20/1), Kratzer (13), Knight (11/1), Dizdarevic (9/2), Muldrow (7), Lee (6), Engel (4/1), Taras (4), Dippold (2), Keppeler (2), Walde /

Team Ehingen Urspring: Simon (21/4), Agva (18/4), Ney (15), Weeks (12/1), Moore (9), Aghas (4), Schäfer (2), Butler (2), Barth (2), Eisele

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FC Baunach

 

Baunacher Rumpftruppe ist chancenlos

Beim ProA-Zweiten in Nürnberg verlieren die nur zu acht angetretenen Baunacher mit 59:82

Chancenlos war die Rumpftruppe von Bike-Cafe Messingschlager Baunach am Sonntagnachmittag im fränkischen Derby der 2. Basketball-Liga ProA in Nürnberg. Beim Tabellenzweiten unterlag die stark ersatzgeschwächte Truppe von Coach Ivan Pavic klar mit 59:82 (25:38). Für den Aufsteiger war die Niederlage aber bedeutungslos, denn er hatte sich am Freitag mit dem Heimsieg über Ehingen vorzeitig den Klassenerhalt gesichert.

Schon der Blick aufs Spielfeld beim Aufwärmen beider Teams verhieß aus Sicht der Oberfranken nichts Gutes. Während sich zwölf Nürnberger auf das Derby vorbereiteten, standen auf der anderen Seite des Feldes nur acht Baunacher. Die Gäste mussten auf Andi Obst, Leon Kratzer, Daniel Keppeler und Tibor Taras, die zeitgleich mit dem NBBL-Team des TSV Breitengüßbach das erste Play-off-Spiel in Ehingen bestritten, verzichten. Und da Steffen Hamann verletzungsbedingt ein weiteres Mal passen musste, stand Trainer Ivan Pavic mit Alex Engel nur ein Aufbauspieler zur Verfügung.

Doch die Baunacher zeigten ihr Kämpferherz und waren zunächst ein gleichwertiger Gegner. Begünstigt von einer schwachen Nürnberger Trefferquote von nur 20 Prozent führten sie nach dem ersten Viertel mit 16:13. Obwohl Samuel Muldrow mit vier geblockten Würfen dagegenhielt, erarbeiteten sich die Hausherren im zweiten Viertel unter dem Baunacher Korb klare Vorteile beim Rebound und nutzten zweite und auch dritte Wurfchancen. Dagegen agierten die Gäste im Angriff nun überhastet. Zudem unterliefen ihnen einige Ballverluste, sodass die Mittelfranken die Partie drehten und zur Pause bereits klar mit 38:25 vorne lagen.

Als kurz nach Beginn des dritten Viertels Johannes Thiemann umknickte und nicht mehr eingesetzt werden konnte, waren die Baunacher nur noch zu siebt. Mit einer Zonenverteidigung versuchten sie nun, Kräfte zu sparen und den Rückstand, der sich bei 20 Punkten eingependelt hatte, nicht noch größer werden zu lassen. Doch je länger die Partie dauerte, desto mehr ließen Kondition und Konzentration bei den Gästen nach, sodass am Ende die zweithöchste Saisonniederlage für den Aufsteiger zu Buche stand.

ezeichnendes Bild zwei Minuten vor Spielende: Neben dem mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rücken liegenden Thiemann saßen mit Engel und Steffen Walde zwei von muskulären Problemen geplagte Baunacher auf der Auswechselbank. „Wir sind gut ins Spiel reingekommen, haben uns aber im zweiten Viertel unter dem Brett den Schneid abkaufen lassen. Danach haben wir auch noch den Glauben an uns verloren“, meinte Trainer Pavic.

2. Basketball-Bundesliga ProA

rent4office Nürnberg – Bike-Cafe Messingschlager Baunach 82:59

rent4office Nürnberg: Pena (12 Punkte), Haukohl (11/1 Dreier), Land (11), Hobbs (10/2), Schröder (10/2), Oppland (8), Kuhle (7/2) /

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Muldrow (16/2), Lee (10/2), Engel (9), Dizdarevic (7/1), Knight (6), Walde (4), Dippold (4), Thiemann (3) /

Zuschauer: 1324

 

Güßbacher erobern Platz 7

Durch den 86:70 Sieg gegen den MTSV Schwabing klettern die Breitengüßbacher Regionalliga-Basketballer wieder auf den 7. Tabellenplatz und verdrängen somit hapa Ansbach.

Die Tröster-Truppe musste erneut auf etliche Leistungsträger verzichten, somit schickte Coach Kositz zu Beginn Kunz, Dippold, Dinkel, Sanders und Djerman aufs Parkett der Hans-Jung-Halle. Den besseren Start erwischten die Oberfranken. Zwei Freiwürfe von Dippold, ein Dreier von Kunz und 2 Dreier von Djerman brachten nach knapp 4 Minuten eine 11:6 Führung, woraufhin die Gäste eine Auszeit nahmen. Daraufhin fanden diese besser ins Spiel und konnten vor allem durch Rosenthal den Rückstand wieder verkürzen. Sanders und Djerman hielten aber auf Seiten der gelbschwarzen dagegen, sodass die Münchner im ersten Viertel nie in Führung gehen konnten. Dinkel und Dippold sorgten für den 21:19 Stand nach dem ersten Spielabschnitt.

Im zweiten Viertel konnten die Schwabinger durch da Silva und Manzur schnell zum 25:25 ausgleichen, ehe die Oberfranken einen 9:0-Lauf starteten, der von Moritz Sanders abgeschlossen wurde. Manzur und Würmseher konnten den Rückstand der Gäste etwas verkürzen, ehe Kral die letzten TSV-Punkte in der ersten Halbzeit erzielte und kurze Zeit später der Münchner Hedley für den 41:34 Halbzeitstand sorgte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten sich die TSV’ler zum ersten Mal eine zweistellige Führung herausspielen. Vor allem Moritz Sanders, dem 7 Punkte in Folge gelangen, hatte großen Anteil daran. Im weiteren Verlauf des Viertels konnten die jungen Oberfranken vor allem durch Schnellangriffe zu leichten Punkten kommen und bauten den Vorsprung kontinuierlich bis auf 58:41 aus, ehe den Schwabingern die nächsten Punkte gelangen. In dieser Phase hatten die Gäste kein Mittel gegen die schnellen Güßbacher. Dippold und Djerman sorgten bis zum Viertelende für eine 68:48-Führung, was die Vorentscheidung in diesem Spiel war.

Im Schlussabschnitt hatten die Gäste einen 11:0-Lauf, sodass der komfortable Vorsprung der Güßbacher wieder einstellig war. Doch nach Auszeit von Coach Kositz fanden die Oberfranken wieder ihren Rhythmus. Den Gästen gelang es zwar sich bis auf 75:70 heranzuarbeiten, doch dann machten die gelbschwarzen noch einmal ernst und ließen de Gästen in den verbleibenden 3 Spielminuten keine Punkte mehr machen. In einer hektischen Schlussphase waren es dann Wagner und Djerman die die letzten Punkte für den TSV erzielten und somit den 86:70-Heimsieg perfekt machten.

Breitengüßbach: Djerman (24Punkte/2Dreier), Dippold (15/1), Sanders (14/1), Dinkel (11/3), Wagner (10), Fichtner (5/1), Kunz (3/1), Jefferson (2), Kral(2)

 

Wechsel am Tabellenende

Endlich eine Auswärtsfahrt, die von Erfolg gekrönt war. Mit 84:94 endete die Partie in Leipzig gegen den Tabellennachbarn, die Leipzig Eagles. Die Rattelsdorfer übernahmen von Anfang an die Führung und gaben sie diesmal bis zum Ende nicht mehr aus der Hand. Es wurde um jeden Ball gekämpft, viele Steals in direkte leichte Punkte umgewandelt. Das erleichterte es dem Team, als Einheit auf dem Platz zu stehen. 43:49 zur Halbzeit und 63:69 zu Beginn des vierten Viertels, so sah es auch in den letzten Begegnungen aus, doch dieses Mal ließ sich die Mannschaft nicht aus der Fassung bringen. Vor allem Boucher konnten die Eagles nicht bändigen, mit 33 Punkten war er Topscorer des Spiels.

Punktverteilung: Boucher 33/3 Dreier, Sabeckis 16/1, Kangne 12, Kohn 12, Reh 9/2, Reichmann 8/1, Reinfelder 2, Seemüller 2, Loch

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Theresia Wagner

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