Wichtiger Sieg für die Young Pikes

Veröffentlicht am 6. Februar 2017 von Redaktion

Mit nur acht angetretenen Spielern konnte der TSV Tröster Breitengüßbach im Spiel gegen Jena nichts reißen. Besser lief es für die Baunach Young Pikes. Beim bisher punktgleichen Vorletzten der Tabelle gewannen sie, was besonders für den direkten Vergleich wichtig sein könnte. Bereits am Mittwoch wird erneut gespielt.

Dem Abstiegsgespenst ein Stück entronnen

Einen enorm wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga ProA errangen die Baunach Young Pikes beim bisher punktgleichen Tabellenvorletzten in Essen. Vor knapp 1800 Zuschauern besiegten sie die ETB Wohnbau Baskets mit 82:72 und haben  nun neben zwei Pluspunkten mehr auch den direkten Vergleich auf ihrem Konto.

Trotz des großen Drucks, der auf beiden Mannschaften lastete, kamen beide Teams gleich gut in die Begegnung, die in den ersten fünf Minuten völlig ausgeglichen (11:11) verlief. Arnoldas Kulboka, der elf der ersten 15 Punkte erzielte und Louis Olinde mit einem Dreipunktespiel sorgten bis zur 9. Minute für einen kleinen Vorsprung (20:16). Allerdings hatte Geburtskind Leon Kratzer zu diesem Zeitpunkt schon zwei Fouls gesammelt und verbrachte deshalb weite Teile der ersten Hälfte auf der Bank.

Konnte man eine knappe 22:19 Führung noch in die erste Viertelpause retten, so geriet Baunach im 2. Abschnitt nach und nach in Rückstand. Drei Dreier von Maurice Creek innerhalb von 90 Sekunden brachten Essen wieder mit 35:32 (15. Minute) nach vorne und nach einigen Offensivrebounds konnten die Gastgeber auf 41:32 (17.) davon ziehen. Neben der klaren Reboundunterlegenheit (11:18) waren zehn Ballverluste ein weiterer Grund für den 36:47 Rückstand zur Pause, da man in dieser Phase viel zu leichtfertig und unkonzentriert (Offensivfouls!) agierte. Zudem gelang es nicht, Creek, der schon 16 Punkte erzielt hatte, unter Kontrolle zu bringen. „Essen hat in der 1. Halbzeit hervorragend gespielt, da haben wir es nicht geschafft, Leon Kratzer ins Spiel zu bringen und zu viele Bälle verloren. Kompliment aber an meine Mannschaft, dass sie in der Pause die Umstellung geschafft hat, das ist bei einer so jungen Mannschaft überhaupt nicht selbstverständlich“, analysierte Baunachs Coach Fabian Villmeter nach der Begegnung.

Was er damit meinte, konnte man gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit sehen, denn die Baunacher kamen viel aggressiver aus der Kabine und und konnten den Rückstand gleich reduzieren. Olinde und Ali Nikolic, der mit zehn Assists glänzte, verkürzten schnell auf 51:47 und das Spiel schien zu kippen. Doch dann wurden zahlreiche Chanccen nicht genutzt und die Baskets bauten den Vorsprung wieder auf 61:50 (27.) auf. Glücklicherweise hatten jetzt die Schützlinge von Philipp Stachula, der den erkranken Headcoach Igor Krizanovic vertrat, eine unkonzentrierte Phase, sodass die Young Pikes nach 30 Minuten beim Stand von 61:58 wieder in Schlagdistanz waren.

Nach einem Dreier von Malik Müller, der aus der Distanz eine hervorragende Trefferquote (vier von fünf Dreiern) aufwies, war die Partie völlig ausgeglichen und jetzt entwickelte sich ein wahrer Abstiegskrimi mit viel Kampf und wenigen Punkten. Bis zur 37. Minute hatte Essen knapp mit 68:67 die Nase vorne, doch jetzt kam die große Zeit von Leon Kratzer. Mit einem Tip-in brachte er die Grünweißen nach langer Zeit wieder in Führung und nach zwei weiteren Körben, die er auf die gleiche Weise erzielte, stand es auf einmal 68:73. Endgültig auf die Siegerstraße bogen die Youngster dann 94 Sekunden vor dem Ende ab, als Müller einen weiteren Dreier aus der Ecke zum 68:76 versenkte. In der Schlussphase ließen die Oberfranken nichts mehr anbrennen, zumal man am Ende sogar noch das Reboundduell mit 38:32  (Kratzer 12) für sich entscheiden konnte. Dementsprechend glücklich war der seit Samstag 20-Jährige: „Entscheidend war die harte Defense in der zweiten Hälfte, das hat der Coach zur Pause von uns gefordert. Wir haben immer an uns geglaubt, auch wenn es Rückschläge gab.“

Diese Einstellung wird schon am Mittwoch (20 Uhr) wieder nötig sein, wenn die Baunacher die Hebeisen White Wings aus Hanau zum Nachholspiel in der Graf-Stauffenberg-Halle empfangen, denn mit einem weiteren Sieg gegen den Tabellensechsten könnte man den Erfolg von Essen erst so richtig vergolden.

2.Basketball-Bundesliga ProA

ETB Wohnbau Baskets Essen – Baunach Young Pikes   72:82

ETB Wohnbau Baskets Essen: Creek (16 Punkte/3 Dreier), Thompson (11), Alexander (10), Lodders (7), Volk (7/1), Carraway (6), Vrkas (6/2), Gebhardt (5/1), Moore (4).

Baunach Young Pikes: Nikolic (21/2), Müller (18/4), Kratzer (17), Kulboka (15/1), Olinde (9), Taras (2), Keppeler, Wolf, Hoffmann, Fichtner.

Zuschauer: 1789

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Acht Güßbachern geht die Luft aus

Stark ersatzgeschwächt mussten die Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach bei der Bundesligareserve von Science City Jena eine 95:82-Niederlage einstecken.

Der Samstagvormittag begann für Headcoach Johannes Laub nicht gut. Von vornherein war klar, dass Sven Lorber aus privaten Gründen nicht zur Verfügung steht und Dimi McDuffie aufgrund seiner Kniebeschwerden ebenfalls ausfällt. Doch krankheitsbedingt mussten dann auch noch Jörg Dippold und Alex Heide für das Spiel absagen, sodass die Oberfranken mit nur acht Spielern die Reise nach Thüringen antreten konnten.

Im ersten Viertel zeigte sich die Tröster-Truppe davon wenig beeindruckt. Zwar erwischte man keinen guten Start und war schnell mit 8:1 in Rückstand, doch dann übernahmen Land am Brett und Timo Dippold aus der Distanz das Zepter. So war der Rückstand in der siebten Minute wieder egalisiert und man ging kurze Zeit später sogar in Führung. Güßbachs Big Man Land erwischte einen Sahnestart und konnte gleich im ersten Viertel schon acht Punkte erzielen. Dirk Dippold und Wagner sorgten dafür, dass man den Vorsprung mit ins zweite Viertel nehmen konnte. Nach den ersten zehn Spielminuten stand es 19:22 aus Sicht der Gastgeber.

Die Hausherren machten über 40 Minuten Druck auf die Breitengüßbacher Offensive und wollten mit einer Ganzfeldpresse den TSV Tröster müde machen. Doch auch zum Start des zweiten Spielabschnittes ließen sich die Oberfranken davon nicht beeindrucken und bauten den Vorsprung durch Dirk und Timo Dippold gar auf 22:27 aus. Leider traf Science City in der Folgezeit exzellent von der Dreierlinie. In Person von Heber, Lange und Cardenas Ruda drehten die Thüringer das Spiel innerhalb von 90 Sekunden und erspielten sich eine 34:29-Führung. Man merkte dem TSV an, dass die harte und intensive Verteidigung der Gastgeber an die Substanz ging. So leistete man sich nun ein paar Ballverluste oder man war zu schlechten Würfen gezwungen. Garret und Cardenas Ruda sorgten mit zwei weiteren Dreiern für eine 40:33 Führung, die durch Krause bis zur Halbzeit auf 44:36 ausgebaut werden konnte.

Der Start der zweiten Halbzeit gehörte wieder Jena. Ihr Vorteil war ganz klar, dass sie mit 12 Mann aus dem Vollen schöpfen und deswegen immer wieder durchwechseln konnten. So konnten sie ihre intensive und harte Verteidigung fast über das ganze Spiel durchziehen und sorgten dafür, dass der TSV Tröster immer müder wurde und aufgrund dessen sich einige Ballverluste leistete oder einige Fehlwürfe produzierte. Im dritten Viertel ging die Bundesligareserve erstmals zweistellig in Führung, 51:40 (25. Min). Erschwerend für die Güßbacher kam hinzu, dass Jena exzellent von der Dreierlinie traf und somit der Rückstand bis auf 59:42 anwuchs. Als Cardenas Ruda kurze Zeit später nochmal zwei Dreier traf war das Spiel beim Stand von 65:44 entschieden. Den acht TSV’lern sollte man trotzdem Tribut zollen. Sie kämpften immer weiter und gaben niemals auf. So kämpften sie sich zwischenzeitlich wieder auf 65:52 heran. Nach 30 Minuten stand es 67:52.

Im Schlussabschnitt probierte der TSV Tröster noch einmal alles. Doch die Kraft reichte nicht und mit Land und Wagner schieden am Ende gar noch zwei Akteure mit fünf Fouls aus. So musste man die letzten vier Minuten ohne Topscorrer Land auskommen. Schlussendlich unterlag man Science City Jena 2 verdient mit 95:82, zeigte aber unter den Umständen eine gute kämpferische Leistung. Mehr war mit acht Mann einfach nicht drin.

Breitengüßbach: Land (24), T. Dippold (19/3 Dreier), Klaus (11/1), D. Dippold (10/1), Engel (10/2), Wagner (6), Lurz (2), Kapp

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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