Nach Niederlagenserie: Teammanager versucht, seine Spieler aufzurütteln

Veröffentlicht am 18. November 2013 von Redaktion

Nur zwei Siege aus acht Spielen. Die Basketballer von Bike Cafe Messingschlager aus Baunach machen gerade in der 2. Bundesliga (ProB) eine schwierige Phase durch. „Jetzt muss irgendeine Reaktion her, sonst wird es schwierig im Abstiegskampf“, kommentierte Teammanager Jörg Mausolf die Niederlage gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt. Das Spiel der Rattelsdorfer gegen Erfurt ging noch deutlicher verloren, der TSV Tröster Breitengüßbach hingegen verschaffte sich mit einem Sieg etwas Luft.

Die Niederlagenserie geht weiter

Nach einer enttäuschenden Leistung mussten die Basketballer von Bike-Cafe Messingschlager Baunach vor einer tollen Kulisse mit 80:99 gegen die Fraport Skyliners bereits die sechste Niederlage in Folge einstecken. Mit nur zwei Siegen belegt man weiterhin den vorletzten Tabellenplatz und steckt nun mitten im Abstiegskampf.

Über das gesamte Spiel fand  die Truppe von Ulf Schabacker und Timo Fuchs kein Mittel gegen die quirligen Gäste, die ohne ihre beiden Erstligaspieler Klein und Voigtmann angetreten waren. Die Frankfurter agierten über 40 Minuten als geschlossene Einheit und so verkrafteten sie es auch noch, dass der Ex-Baunacher Johannes Richter bereits im ersten Viertel mit einer Knieverletzung ausfiel. Die verbliebenen acht Spieler von Gästecoach Eric Detlev zeigten sich sehr treffsicher von Außen und konnten das Spiel jederzeit bestimmen. Bei einer Dreierquote von 52 Prozent (14 von 27) erstickten sie jedes Baunacher Aufbäumen bereits im Keim. So gingen sie bereits mit einer komfortablen Führung in die ersten Viertelpause (33:22). Im zweiten Viertel zeigten sich die Gastgeber etwas bissiger in der Verteidigung, was sofort zu einer Resultatsverbesserung führte. Zwar war man in der 19. Spielminute wieder bis auf 43:47 herangekommen, doch immer, wenn die Oberfranken etwas aufgeholt hatten, erstickte vor allem Kevin Bright mit einem seiner sechs Dreier, die er auch aus irren Entfernungen traf,  jede Hoffnung. Dennoch war beim Halbzeitstand von 45:51 noch alles offen.

Nach der Pause schienen die Gastgeber auch drauf und dran zu sein, dem Spiel eine Wende zu geben, aber es gelang nie näher als auf drei Punkte heranzukommen. Jeden kleinen Zwischenspurt beantworteten die Gäste mit einem verwandelten Dreipunktwurf. Da die Hessen auch viel häufiger an die Freiwurflinie durften (33 Versuche, Baunach 18) und von dort hochprozentig trafen (88 Prozent), waren es erneut der starke Max Merz und Bright, der mit einem Dreier für den 73:62 Zwischenstand vor den letzten zehn Minuten sorgte. Neuzugang Julius Brooks bemühte sich zwar in diesem Abschnitt redlich, letztlich aber fehlte ihm noch die Bindung zu seinen Mitspielern.

Das letzte Viertel war dann ein Schaulaufen der tapfer kämpfenden jungen Skyliners. Sie gewannen auch den Schlussabschnitt souverän und die Baunacher ergaben sich kampflos ihrem Schicksal. Einzig Toni Stabler und der junge Leon Kratzer stemmten sich gegen die Niederlage. Am Ende stand ein ernüchternder 80:99-Endstand an der Anzeigetafel, den die  Zuschauer in dieser Höhe sicher nicht erwartet hätten. Teammanager Jörg Mausolf war daher auch entsprechend enttäuscht: „Da spielen wir vor so vielen Zuschauern, schaffen es aber nicht unsere Stärken auszuspielen. Wir hätten den Ball viel mehr unter den Korb bringen müssen und aus der Distanz trauen viel zu wenige ihrem Wurf und wollen immer nur zum Korb ziehen, was in der ProB nicht so einfach geht. Jetzt muss irgendeine Reaktion her, sonst wird es schwierig im Abstiegskampf.“

Am kommenden Wochenende steht das sehr schwere Auswärtsspiel bei den heimstarken Nördlingern an, welches für die Baunacher mit so einer Leistung kaum zu gewinnen sein wird.

Basketball Baunach Mausolf und Fuchs 2013
Teammanager Jörg Mausolf (links, mit Co-Trainer Timo Fuchs, Foto vom Spiel gegen Dachau) erwartet eine schnelle Reaktion der Mannschaft auf die Niederlagenserie.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Stabler 19, Thiemann 13, Kratzer 11, Walde 7, Obst 6, Engel 6, Daubner 5, Brooks 4, Zinn 4, Dippold D. 3, Dippold J 2, Dizdarevic;

Fraport Skyliners Juniors: Bright 30, Merz 24, Oldenburg 15, Vukovic 10, Novak 6, Okeke 6, Richter 3, Hoffmann 3, Omerhodzic 2.

Zuschauer: 550

Bike-Cafe Messingschlager Baunach – FRAPORT SKYLINERS Juniors 80:99

 

Neue Spieler mit entscheidend für Sieg

Mit leicht verändertem Gesicht gingen die Regionalliga-Herren des TSV Tröster Breitengüßbach in die Begegnung mit dem VFL Treuchtlingen. Am Ende stand ein ungefährdeter 80:67-Erfolg für die Oberfranken zu Buche.

Erstmals in dieser Saison standen Robert Zinn, Philip Daubner und Dino Dizdarevic im Regionalliga-Kader des TSV Tröster und prägten die Begegnung entscheidend mit. Insbesondere auch in der Verteidigung gegen den Treuchtlinger Topscorer Eisenberger war der Einsatz von Zinn und Dizdarevic mehr als wertvoll. Die Anfangsphase gestaltete sich dennoch ausgeglichen. Zunächst gab es auf beiden Seiten etliche Ballverluste, dann steigerten sich beide Teams offensiv. Treuchtlingen punktete dabei sowohl aus der Distanz als auch an den Brettern über den kräftigen Maischak, bei Breitengüßbach hielt neben dem gut aufgelegten Tim Leonhardt insbesondere Ivan Derman aus der Distanz und am Brett dagegen. Nach und nach setzte sich die frischere Spielweise der Oberfranken, die einfach mehr Alternativen auf der Bank hatten, dann aber besser durch und so ging man mit einer 41:29-Pausenführung in die Kabine.

Zu Beginn des dritten Viertels taten sich die Schützlinge von Mirko Petrick zunächst schwer gegen die Zonenverteidigung der Gäste. Erst als Andi Obst und Philip Daubner zwei Dreier in Folge versenkten, war der zweistellige Vorsprung wieder hergestellt. Obst war es auch, der die Begegnung in den folgenden drei Minuten mit drei weiteren erfolgreichen Dreiern endgültig zugunsten des TSV Tröster entschied. Bis auf 23 Zähler waren die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt davon gezogen und der Widerstand der Gäste war dahin. Zwar kamen diese im Schlussviertel, als Petrick seine Leistungsträger längst auf die Bank beordert hatte, noch zu einer Resultatsverbesserung gegen die nun unerfahrene Formation des TSV Tröster, doch am deutlichen Heimsieg nach drei Niederlagen in Folge für die Güßbacher änderte dies nichts mehr.

Das Reboundduell ging vor allem dank Youngster Leon Kratzer (9) und Derman (8) deutlich an die Oberfranken, Robert Zinn führte mit 7 Assists umsichtig Regie.

TSV Tröster Breitengüßbach: Obst (21), Derman (18), Leonhardt (12), Daubner (8), Zinn (6), Kratzer (5), Dippold (4), Dizdarevic (2), Taras (2), Kohn (2), Keppeler

VFL Treuchtlingen: Maischak (27), Eisenberger (15), Huhn (14), Lang (5), Geiselsöder (4), L. Stecher (2), Fruth, Remmele, Beierlein, Schwarz, A. Stecher

Regionalliga Südost Herren

TSV Tröster Breitengüßbach – VFL Treuchtlingen : 80:67

 

Independents mit deutlicher Niederlage gegen Tabellenführer

Am späten Sonntagabend stand eine deutliche Niederlage im Heimspiel der Rattelsdorfer Regionalliga-Basketballer auf dem Scoreboard der Abtenberghalle. Gegen den Tabellenführer aus Erfurt konnten die Jungs nur in der ersten Halbzeit (46:40 für die Gäste) mit halten. Angeführt durch Alexey Bondar (19 Punkte bis zur Halbzeit), konnten die Itzgrunder gegen die aggressive Verteidigung der Erfurter gut mit halten.

Mit Beginn des dritten Spielabschnittes zeigte sich, warum die Erfurter die Liga unbesiegt anführen. Mit noch mehr Intensität in der Verteidigung und fast in Perfektion vorgetragenen Schnellangriffen setzen sich die Jungs von Michael Engel immer weiter von den Gastgebern ab. Beim Rebound gelang den Independents keine richtiger Zugriff mehr, so dass die Gäste sich immer wieder zweite und dritte Wurfchancen erarbeiteten, welche sie dann meist am Brett durch ihre „großen“ Spieler zum Leidwesen der Gastgeber sicher vollendeten. Mit einem 31 zu 17 für Erfurt ging es in die letzten zehn Minuten, in denen die Gäste dort weiter machten, wo sie in Minute 30 aufgehört hatten. Aufgrund des mittlerweile deutlichen Vorsprung der Gäste setzten nun beide Trainer auf ihre Bankspieler, was aber bei den Gästen keinen Abbruch ihrer Aggressivität bedeutete. Am Ende ging das letzte Viertel ebenfalls deutlich mit 36 zu 12 an die Gäste und somit auch der Sieg mit 103 zu 69 nach Thüringen.

Erfurt investierte im zweiten Spielabschnitt genau das, was die Independents im ersten Abschnitt auszeichnete. In dieser Form und mit dieser eingespielten Mannschaft ist Erfurt ein klarer Favorit in dieser Liga und wird so schwer zu stoppen sein.

Punkteverteilung Rattelsdorf:

Bondar, A. (19/5); Reinfelder, S. (12/2); Thiem, M. (12); Wudi, Y. (7/1); Slabu, S. (6); Tomaszek, M. (4);  Seemüller, A. (3); Keck, J. (2); Schreiner, A. (2); Stretz, T. (2); Rennert, N.; Vogel, M.

Joachim Hirmke, Astrid Madinger, Andy Sippach


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