Baunach fehlt nicht viel, Breitengüßbachs Sieg nie in Gefahr

Veröffentlicht am 13. November 2017 von Redaktion

Viel verändert hat sich für die Baunach Young Pikes nach dem jüngsten Spieltag in der 2. Basketball Bundesliga nicht – nachdem auch die Konkurrenz im Tabellenkeller verlor. Dennoch: Die Mannschaft wartet weiter auf ihren ersten Sieg. Einen solchen konnte der TSV Tröster Breitengüßbach einfahren.

 

Young Pikes belohnen sich nach guter Leistung wieder nicht

Die Baunach Young Pikes müssen weiterhin auf ihren ersten Saisonerfolg in der 2. Basketball-Bundesliga ProA warten. Auch im neunten Spiel musste man trotz engagierter Leistung eine knappe 69:77 Niederlage gegen den Tabellendritten, die Hamburg Towers, hinnehmen. Man ist damit weiterhin Tabellenletzter. Da auch alle anderen Teams im Tabellenkeller verloren haben, hat sich die Situation für das Team von Trainer Fabian Villmeter nicht grundlegend verändert. Nachdem noch nicht einmal ein Drittel der Saison gespielt ist, wird man weiterhin den Blick nach vorne richten, denn es fehlt jeweils nicht viel, um tatsächlich einmal das Parkett als Sieger zu verlassen.

Der Start ins Spiel verlief sehr schlecht für die Baunacher Truppe. Auf 13:0 waren die Gäste aus dem hohen Norden bereits davongezogen, ehe der starke William McDowell-White (Effektivität 29!) mit einem Korbleger die ersten Baunacher Punkte erzielen konnte. Dies war wie ein Weckruf, denn in der Folgezeit konnte man den starken Towers couragiert Paroli bieten und so bis zum Viertelende auf 16:19 verkürzen. Mit einem viertelübergreifenden 14:0-Lauf eroberte man sich dann sogar durch Punkte von Louis Olinde eine vielumjubelte 22:19 Führung. Chris Fowler erhöhte dann durch einen Dreier auf 25:21, dies sollten aber die einzigen Punkte des US-Amerikaners, der angeschlagen in die Begegnung ging, bleiben. Bis zum 34:32 behaupteten die jungen Hechte die knappe Führung, ehe die abgezockten Hamburger vor allem durch Canty und Williams bis zur Halbzeitpause wieder eine 38:36 Führung behaupten konnten. Daniel Keppeler und Tibor Taras, der im Angriff erneut mit 16 Punkten zu überzeugen wusste, waren dann dafür verantwortlich, dass man am Tabellendritten dranbleiben konnte.

Doch nach dem 40:42 in der 22. Spielminute folgte wieder eine Schwächephase der Gastgeber und die Towers zogen nach einem Dreier von Logins auf 52:40 davon. Louis Olinde durchbrach dann den Lauf der Hamburger mit einem Korberfolg und als Henri Drell dann beim Dreier gefoult wurde, schien man wieder in Schlagdistanz zu kommen. Der 17-jährige Este verwarf aber alle drei Freiwürfe und statt den Towers wieder „auf die Pelle zu rücken“, gestattete man diesen erneut einen 7:0-Lauf, so dass man sich vor den letzten zehn Minuten mit einem 63:47-Rückstand konfrontiert sah. Doch trotz aller Verletzungssorgen und der unbefriedigenden Tabellensituation zeigten die Young Pikes, angetrieben von ihren tollen Fans, ihr Kämpferherz. Angeführt vom 19-jährigen Ausnahmetalent William McDowell-White, Louis Olinde und Tibor Taras, kämpfte man sich Punkt um Punkt zurück in die Begegnung. So war der Rückstand bis zur 35. Spielminute auf 59:67 geschrumpft. Als der starke Hamburger US-Profi Williams mit einem Dreier zum 59:70 konterte, schien der Wille der jungen Heimmannschaft gebrochen zu sein. Doch weit gefehlt. Erneut schlugen sie zurück und McDowell-White konnte knapp zwei Minuten vor Spielende einen Korb plus Bonusfreiwurf zum 69:73 erzielen. Leider konnte er den Freiwurf nicht verwandeln und die erfahrenen Attarbashi-Truppe machte dann durch ihre zwei besten Akteure Canty und Williams mit sicher verwandelten Freiwürfe den Deckel auf diese kampfbetonte Begegnung. So steht man am Ende trotz einer beherzten und leidenschaftliche Leistung erneut mit leeren Händen da.

Dementsprechend enttäuscht analysierte Villmeter bei der Pressekonferenz: „Es fällt schwer nach so einem Spiel etwas zu sagen, denn es schlägt schon auf das Gemüt, dass wir uns für unsere Gute leistund leider wieder nicht belohnt haben. Uns fehlen immer nur ein bis zwei Spielzüge, um die Partie endgültig zu drehen, aber ausgerechnet in diesen Situationen begehen wir dann einen Schrittfehler oder treffen die Freiwürfe nicht. Wir müssen aber genauso weiterarbeiten und unser Selbstvertrauen eben aus anderen positiven Ansätzen holen, dann werden die passenden Ergebnisse von alleine kommen.“ Die nächste Gelegenheit dazu besteht am kommenden Samstag, wenn die Young Pikes beim Vorletzten in Ehingen zu Gast sind.

2. Basketball-Bundesliga ProA

Baunach Young Pikes – Hamburg Towers    69:77

Baunach Young Pikes: McDowell-White 19, Taras 16, Olinde 13, Ferguson 9, Keppeler 4, Bruhnke 3, Fowler 3, Edigin 2, Drell, Edwardsson.

Hamburg Towers: Williams 20, Canty 19, Logins 16, Raffington 10, Kovacevic 7, Schmidt 3, Kindzeka 2, Gertz, Kamp, Darley.

Zuschauer: 750

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Sieger stand bereits nach dem ersten Viertel fest

Der TSV Tröster Breitengüßbach feiert gegen die Longhorns Herzogenaurach vor knapp 200 Zuschauern in der heimischen Hans-Jung-Halle einen ungefährdeten 93:73-Erfolg.

Es war die Rückkehr in die Heimat für Stefan Dinkel, der bis vor zwei Jahren das Trikot des TSV Tröster Breitengüßbach in der Regionalliga getragen hat. Er wurde von den Zuschauern, den alten Spielkameraden und den Offiziellen in seiner Hans-Jung-Halle, in der er immer noch in den Sommermonaten oft, auch zusammen mit Karsten Tadda, fleißig trainiert, herzlichst empfangen. Der TSV Tröster konnte nach einem frühen Gegenkorb einen 11:0-Lauf starten. Dabei profitierten sie von schönen Passspiel und offenen 3-Punkte-Würfen von Timo und Jörg Dippold sowie von schönen Aktionen am Brett von Land und Engel, der sogar trotz Foul punkten konnte. Dementsprechend stand es nach knapp drei Minuten 11:2 für die Hausherren. Als Wagner kurze Zeit später ebenfalls erfolgreich war, hatte sich die komplette Starting 5 bereits auf dem Bogen in der Punktespalte eingetragen. Dies spricht für die Ausgeglichenheit der Truppe von Ulf Schabacker und Johannes Laub. In der Defense ließ die Intensität etwas nach und so konnten die Mittelfranken durch Bauer und Kaiser einige Punkte erzielen. Durch etliche Freiwürfe und einem Dreier von Land setzten sich die Hausherren bis zum Viertelende auf 31:16 ab und der Sieger dieser Partie stand bereits zu diesem Zeitpunkt fest.

Zu keiner Zeit musste man im zweiten Spielabschnitt Befürchtungen haben, dass die Tröster-Truppe sich diesen Vorsprung wieder nehmen lassen würde. Zwei offene Dreier von Lorber und Jörg Dippold bescherten dem TSV in der 13. Spielminute eine 20-Punkte-Führung, 39:19. Im Anschluss gingen die Hausherren deutlich vom Gas, was sich gleich bemerkbar machte. So konnten die Longhorns durch Kaiser und Dinkel von der Dreierlinie punkten, woraufhin Güßbach Coach Schabacker beim Stand von 42:30 eine Auszeit nehmen musste um sein Team wieder aufzuwecken. Dies gelang über die Big Men Land und Wagner und über die 3er-Schützen Dirk Dippold und Lorber. Dieses Quartett schraubte den Vorsprung bis zur Halbzeit wieder auf 54:36.

In der zweiten Halbzeit verpassten es die Gelbschwarzen sich deutlich weiter abzusetzen. So ließen sie sich etwas einschläfern und machten einige Fehler, die die Mittelfranken dankend annahmen. Das Ergebnis hätte deutlich höher ausfallen können, wenn nicht sogar müssen. Land, Wagner und Heide zeigten im dritten Viertel einige schöne Aktionen am Brett, was die Führung zwischenzeitlich wieder auf 20 Punkte anstiegen ließ. Nakic, Kaiser und Bauer sorgten dafür, dass das Viertel ausgeglichen endete und der TSV Tröster mit einer 75:57-Führung in den Schlussabschnitt ging.

Dort zeigten die Scharfschützen Lorber und vor allem Jörg Dippold ihre klasse und verwandelten ihre Würfe hochprozentig. Heide holte gegen Ende der Partie noch einige Offensivrebounds und konnte die zweiten Chancen verwandeln. Youngster Maxi Kapp durfte auch über zehn Minuten spielen und den 93:73-Endstand besorgen.

Breitengüßbach: J. Dippold (22/4 Dreier), Land (19/1), Lorber (13/3), D. DIppold (11/3), Heide (10), Wagner (8), Engel (5), T. Dippold (3/1), Kapp (2)

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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