Durststrecke zu Ende: Sieg für die Pikes

Veröffentlicht am 16. Januar 2017 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



In den letzten fünf Minuten sorgten die Basketballer vom TSV Tröster Breitengüßbach für einen schon nicht mehr gedachten Erfolg in Rosenheim. Und auch für die Baunach Young Pikes stand am Ende ein Sieg auf der Anzeigetafel – nach einer langen Durststrecke. Trainer Fabian Villmeter war deutlich erleichtert.

Baunacher beenden Durststrecke

Nach sechs Niederlagen in Folge haben die Baunach Young Pikes wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Im ersten Spiel nach der Weihnachtspause gewann die Mannschaft von Trainer Fabian Villmeter am Freitagabend gegen die MLP Academics Heidelberg mit 68:60 (38:35).  Mit dem hart erkämpften fünften Saisonsieg revanchierten sich die Baunacher vor 810 Zuschauern in der heimischen Graf-Stauffenberg-Halle für die 66:90-Hinspielniederlage und bleiben in der Tabelle auf dem 14. Platz, der am Ende der Spielzeit den Klassenerhalt in der 2. Basketball-Liga bedeuten würde.

Auch ins erste Heimspiel des Jahres gingen die Young Pikes nicht mit den besten personellen Voraussetzungen. Malik Müller und Daniel Keppeler waren gerade erst von einer Grippe genesen und konnten nur dosiert eingesetzt werden.  Aleksej Nikolic kam erst drei Stunden vor Spielbeginn von der weiten Euroleague-Reise mit Brose Bamberg aus Kasan nach Bamberg zurück. Gar nicht im Kader standen die verletzten Yassin Idbihi, Matthias Fichtner und Dino Dizdarevic.

Die Baunacher fanden gegen den favorisierten Tabellenfünften gut ins Spiel. In der Anfangsphase setzte Tibor Taras offensiv die Akzente. Zwar gingen die Heidelberger, die zunächst aus der Distanz sicher trafen, nach fünf Minuten mit 13:10  in Front, doch rissen die Young Pikes mit einem 7:0-Lauf die Führung an sich und gaben diese bis zur Pause nicht mehr her. Im ersten Viertel attackierten die Gastgeber oft den Korb und kamen auch erfolgreich zum Abschluss. Eine gute Trefferquote von 58 Prozent war die Folge. 

Auch im zweiten Spielabschnitt lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch.  Erst als Center Leon Kratzer foulbedingt auf der Bank Platz nehmen musste,  nutzte Ex-Bundesligaspieler Philipp Heyden seine Größenvorteile unter dem Korb aus und brachte die Heidelberger bis auf einen Punkt heran (36:35). 

Nach der Pause hatten sich die Gäste besser auf die Baunacher Abwehr, die zwischen Zonen- und Mannverteidigung wechselte, eingestellt. Als sich Louis Olinde nach einem Ballverlust zu einem unsportlichen Foul hinreißen ließ, geriet das Villmeter-Team erstmals nach langer Zeit wieder in Rückstand (41:42, 23. Min.).  Die Baunacher schlugen aber kurz später mit sieben Punkten in Folge zurück.  Nun wurde die Partie zerfahrener. Die Gastgeber taten sich immer schwerer, in der vorgeschriebenen Angriffszeit zu einem vernünftigen Wurf zu kommen. Die Führung wechselte mehrfach, Kratzer und Nicolic hielten aber die Baunacher  Chancen auf einen Erfolg  am Leben. Als Taras zwei Minuten vor Schluss einen Dreier zum 62:57 versenkte, bogen die Young Pikes endgültig auf die Siegerstraße ein.

„Nach einer Niederlagenserie so zurückzukommen, ist ein tolles Gefühl. Ich freue mich für meine Jungs. Heidelberg steht nicht umsonst so weit oben und gehört meiner Meinung nach zu den Top 3, was die Verteidigung anbelangt. Dass wir dieses Spiel gewonnen haben, macht mich stolz. Alle haben ihren Teil dazu beigetragen. Die Mannschaft hat heute sehr gut funktioniert. Meine Spieler haben den Kopf behalten, als es brenzlig wurde“, meinte Villmeter nach dem hart erkämpften Erfolg.

2.Basketball-Bundesliga ProA

Baunach Young Pikes – MLP Academics Heidelberg    68:60

Baunach Young Pikes: Nikolic (16 Punkte/1 Dreier), Taras (13/3), Kratzer (12), Kulboka (11), Olinde (9), Keppeler (4), Edwardsson (3/1), Müller, Hoffmann  / MLP Academics Heidelberg:  Kuppe (13/4), White (13/1), Heyden (12), Thompson (12/1), Würzner (5), Hall (3/1), Rupp (2), Kovacevic

 

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Lorber wirft Breitengüßbach nach irrer Aufholjagd zum Sieg

Der TSV Tröster Breitengüßbach gewinnt ein unglaubliches Basketballspiel aufgrund eines 20:3-Laufs in den letzten fünf Minuten dank eines Buzzerbeaters von Sven Lorber aus knapp neun Metern mit 75:72.

Es war das erwartet schwere Spiel für den TSV Tröster Breitengüßbach am vergangenen Samstag beim Sportbund in Rosenheim. Die Oberfranken begannen mit Engel, Lorber, McDuffie, Heide und Land und erwischten einen sehr guten Start in die Partie. Lorber und Land sorgten mit zwei Korblegern für die erste Güßbacher Führung, die Jörg Dippold und Wagner bis zur achten Minute auf 14:8 ausbauten. Es sollten die letzten Punkte der Gäste in diesem Viertel sein. Viele Fahrkarten und Ballverluste sorgten dafür, dass die Rosnheimer nun besser ins Spiel fanden und ihr amerikanischer Aufbauspieler Hogges heiß lief. Er traf innerhalb weniger Sekunden zwei Dreier, sodass das Spiel ausgeglichen war, 14:14. Mit diesem Spielstand ging es auch in den zweiten Spielabschnitt.

Dort machte Hogges weiter, wo er kurze Zeit zuvor aufgehört hatte. Er nahm das Heft in die Hand und punktete einfach weiter. Dieses Mal war es sein Zug zum Korb, den der TSV Tröster nicht verhindern konnte. So gelangen ihm viertelübergreifend 11 Punkte in Serie und die Gastgeber lagen in der 12. Spielminute mit 19:14 in Führung. Nach einer Auszeit von Headcoach Johannes Laub kamen die gelbschwarzen gestärkt zurück aufs Feld und konnten durch gutes Teamplay und Körben von Jörg Dippold, Heide und Land wieder ausgleichen, 21:21 (15. Min). Danach war erneut Hogges, der 40 Minute durchspielte, an der Reihe und markierte fünf schnelle Punkte nacheinander. Fliege und Ebertz schlossen den 8:0-Lauf der Gastgeber von der Freiwurflinie ab, 29:21 (18. Min). Dirk und Timo Dippold sorgten durch Ballgewinne und daraus resultierenden einfachen Punkten wieder für ein Spannendes Spiel, ehe Hogges den Schlusspunkt in dieser Halbzeit setzte. Beim Stand von 35:29 aus Sicht des Sportbundes ging es in die Halbzeitpause. Rosenheims Amerikaner gelangen zwanzig der 35 Punkte in den ersten 20 Minuten.

Güßbach konnte zu Beginn des dritten Viertels den Rückstand auf einen Punkt verringern. Anschließend liefen die Oberbayern von der 6.75m-Linie so richtig heiß. Lachmann, Gaizauskas und Braa trafen drei Dreier hintereinander und somit stand es urplötzlich 50:40 für die Hausherren,  27. Min. Bis zum Viertelende konnte sich die Tröster-Truppe von diesem Run etwas erholen und den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich bringen, 55:50. Dabei halfen ihnen zahlreiche Ballverluste der Rosenheimer, durch die man etliche Fastbreaks laufen konnte.

Den besseren Start in das Schlussviertel erwischten die Gastgeber. Hogges, Gheorghiu und Fliege schraubten den Vorsprung binnen vier Minuten auf 67:53. Den Oberfranken gelang in dieser Phase offensiv nicht viel und in der Verteidigung war man oftmals den entscheidenden Schritt zu spät. So schien das Spiel bei 14 Punkten Rückstand zu diesem Zeitpunkt entschieden zu sein. Headcoach Laub nahm eine Auszeit und weckte seine Männer noch einmal auf. Die Auszeit schien Früchte zu tragen, da von nun an die Verteidigung deutlich engagierter stand und man wieder Entschlossenheit in den Gesichtern der gelbschwarzen sah. Der starke Lorber, Heide und McDuffie zogen immer wieder erfolgreich zum Korb und konnten leichte Punkte in Brettnähe erzielen. Knapp sechs Minuten vor dem Ende sollten die Rosenheimer in Person von Gheorghiu ihren letzten Feldkorb erzielen, 69:59. Dies spricht für die sehr gute Verteidigung des TSV, der sich in der Folgezeit erneut einige Schnellangriffe erspielte und diese auch erfolgreich abschloss. Zwei Minuten vor Schluss traf Hogges zwei Freiwürfe und stellte auf 72:65. Anschließend kam die große Zeit von Alex Heide, der erst per Dunking abschloss, anschließend einen Offensivrebound holte und es erneut krachen ließ um im darauffolgenden Angriff erneut einen Offensivrebound zu holen und trotz Foul der Rosenheimer den Ball im Korb zu versenken. Bei diesem Foul verletzte er sich, sodass er ausgewechselt werden musste und Jörg Dippold den Freiwurf für ihn werfen musste und auch versenkte. So stand es 72:72 und 25 Sekunden waren noch zu spielen. Erik Land opferte sich und foulte 3,4 Sekunden vor dem Spielende Gaizauskas, der einen einfachen Korbleger gehabt hätte. Der Rosenheimer ließ anschließend den ersten Freiwurf liegen. Auch der zweite fand sein Ziel nicht und Sven Lorber holte sich den Rebound, rannte in die Hälfte der Gastgeber und drückte mit der Schlusssirene den gut verteidigten Wurf gegen zwei Mann aus knapp neun Metern ab. Der Ball ging erst ans Brett um dann in den Korb zu gehen. Der Jubel beim TSV Tröster war anschließend grenzenlos und die Spieler lagen alle auf einen Haufen auf dem Spielfeld. So hat man das Spiel mit einem 20:3-Lauf beendet und einen enorm wichtigen Sieg eingefahren. So bliebt man weiter an der Spitzengruppe der Regionalliga dran.

Breitengüßbach: Heide (16), Lorber (15/1 Dreier), D. Dippold (11/2), Land (10), J. Dippold (9), McDuffie (7/1), T. Dippold (5), Wagner (2), Engel, Klaus

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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