Realität kehrt ein: Zwei Niederlagen!

Veröffentlicht am 3. November 2014 von Redaktion

Gleich zweimal mussten die Basketballer aus Baunach am Wochenende ran, zunächst Freitag beim Heimspiel in Bamberg und dann am Sonntag gegen Gießen. Beide Spiele gingen verloren – und somit ist Baunach nun am Boden der Realität angekommen. Auch Breitengüßbach und Rattelsdorf spielten.

Rückschlag für Bike-Cafe Messingschlager Baunach.

Die Mannschaft von Trainer Ivan Pavic kassierte am Freitagabend eine 86:99 (57:53)-Heimniederlage gegen MLP Academics Heidelberg. „Wenn wir zu Hause 100 Punkte kassieren, können wir nicht gewinnen“, war für  Baunachs Trainer die schwache Leistung in der Verteidigung ausschlaggebend für die erste Heimpleite des Aufsteigers vor 920 Zuschauern.

Nach einem schlechten Start (7:13) gestalteten die Hausherren das erste Viertel ausgeglichen, weil sie aufs Tempo drückten und Anthony Lee und Dino Dizdarevic drei Dreier versenkten (24:24). Die Heidelberger ließen sich aber – angeführt von ihrem Bundesliga-erfahrenen Spielmacher Marco Grimaldi –  nicht aus dem Rhythmus bringen und verbuchten in den ersten zehn Minuten 33 Punkte gegen die desolate Hausherren-Defensive (29:33). Das sollte sich aber zu Beginn des zweiten Viertels ändern: Zweieinhalb Minuten blieb der Gast ohne Korberfolg, während Lee, Marcos Knight und Logan Stutz das Blatt mit einer 13:0-Serie wendeten. Angeführt von Steffen Hamann zogen die Baunacher bis auf 46:35 (15. Minute) davon. Doch die Heidelberger kämpften sich schnell wieder heran und gingen lediglich mit einem Vier-Punkte-Rückstand (53:57) in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel ging Johannes Thiemann, der in der ersten Halbzeit kaum zum Einsatz gekommen war, mit viel Energie zu Werke, konnte aber nicht verhindern, dass die Gäste die Führung zurückeroberten. Nach dem vierten Dreier von Lee hatten die Hausherren dann aber endgültig ihr Pulver verschossen. Die Heidelberger spielten jetzt über weite Strecken eine Zonenverteidigung, an der sich die Hausherren die Zähne ausbissen. Anstatt zu versuchen, den Ball in die Zone zu passen, ballerten  Hamann und Lee einen Dreier nach dem anderen. 41 (!) Versuchen aus der Distanz standen am Ende magere zehn Treffer (erste Halbzeit 6 von 15) gegenüber. Diesbezüglich wurde Scharfschütze Andi Obst vermisst, der mit den Brose Baskets am Samstag (18.30 Uhr) zum Bundesliga-Spiel beim Mitteldeutschen BC antritt.

Auf der Gegenseite lief zudem  Bradley Tinsley heiß – am Ende hatte der US-Amerikaner 31 Punkte, 5 Rebound und 6 Assists auf seinem Konto. Heidelberg erspielte sich einen zweistelligen Vorsprung (77:67), doch Thiemann und Knight trafen nun zwei Dreier, sodass vor den letzten zehn Minuten noch einmal Hoffnung aufkeimte (75:77). Im Schlussviertel versuchten es die Hausherren dann aber wieder mit der Brechstange und wurden von den cleveren Heidelbergern ausgebremst. Hätte Gäste-Center Waverly Austin nicht an der Freiwurflinie viele Punkte liegen lassen (5 von 14), wäre die Baunacher Niederlage mit Sicherheit noch höher ausgefallen.

„Wir haben gegen die Zone unser Heil mit Dreiern versucht – das war nicht geplant und ist schief gegangen. Sobald unser Spieltempo langsam war, taten wir uns gegen die stehende Verteidigung schwer. Entscheidend war für mich die Anzahl der Freiwürfe: Wir schießen 17, die Heidelberger 40 Freiwürfe. Das lag aber nicht an den Schiedsrichtern, sondern daran, dass die Heidelberger einfach aggressiver den Korb attackiert haben. Am Sonntag müssen wir in der Verteidigung einfach stabiler auftreten, dann sieht es anders  aus“, zieht Pavic Bilanz und blickt bereits auf das Auswärtsspiel am Sonntag (17 Uhr) in Gießen voraus.Die 46ers feierten am Freitagabend einen 80:52-Erfolg beim Schlusslicht in Ehingen und haben  ebenso wie die Baunacher 8:6  Punkte auf dem Konto.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Lee (18 Punkte/4 Dreier), Hamann (16/2), Knight (14/1), Thiemann (12/1), Dizdarevic (7/1), Stutz (6), Engel (5/1), Walde (4), Keppeler (2), Kratzer (2), Dippold, Taras

Heidelberg: Tinsley (31/2), Grimaldi (18/2), Martin (16), Austin (15), Eggleston (12/2), Adamczak (4), Menck (3/1), Schmidkunz, Robinson / Zuschauer: 920

2. Basketball-Bundesliga ProA

Bike-Cafe Messingschlager Baunach – MLP Academics Heidelberg 86:99

 

Baunacher unterliegen knapp in Gießen

Nach der dritten Niederlage in Folge sind die Basketballer von Aufsteiger Bike-Cafe Messingschlager Baunach auf dem Boden der Realität in der ProA angekommen. Allerdings verkaufte sich das Team von Ivan Pavic bei der knappen 80:73 Niederlage beim ehemaligen Deutschen Rekordmeister in Gießen mehr als ordentlich.

Ein Unterschied zwischen den beiden Mannschaften war eigentlich nur zu Beginn der Partie zu erkennen, denn die Oberfranken hatten einen schlechten Start und lagen nach 0:5 in der 6. Minute mit 3:15 in Rückstand. Viele Unkonzentriertheiten vor allem durch Anthony Lee, der bis dahin schon 4 Ballverluste zu beklagen hatte, zwangen den Baunacher Coach zu einer Auszeit. Danach lief es deutlich besser und Andi Obst sorgte nach seiner Einwechslung gleich mit seinem ersten erfolgreichen Dreier für Aufwind. Weitere Ballverluste (insgesamt acht im 1. Viertel) und ein schwaches Reboundverhalten waren aber dafür ausschlaggebend, dass Baunach nach dem 1. Abschnitt immer noch mit 28:17 in Rückstand lag. Teammanager Jörg Mausolf sah den Grund der Niederlage in den ersten 10 Minuten: „ Da waren wir mental und körperlich in einem tiefen Loch!“

Auch im 2. Viertel blieb dieser Abstand bis zur 16. Minute (38:27) erhalten, obwohl man jetzt wesentlich besser im Rebound agierte. Gießen zog durch den überragenden DiLeo sogar kurzfristig auf 44:29 davon, doch 5 Punkte in Folge des unermüdlich rackernden Marcos Knight ließen beim Pausenstand von 44:34 noch alle Möglichkeiten offen.

Nach dem Seitenwechsel kam eine von Pavic neu motivierte Truppe auf das Feld, die schnell bis zur 24. Minute auf 46:43 verkürzen konnte und nun drauf und dran war, das Spiel zu wenden. Doch prompt antworteten die Hessen mit einem ihrer 11 Dreier (bei 50% Trefferquote) und verschafften sich wieder etwas Luft. Mit seinem 2. Dreier konnte aber Steffen Hamann, der im Spiel umgeknickt war und einen Schlag auf das Auge erhalten hatte, beim Stand von 59:53 nach 30 Minuten wieder den Anschluss herstellen.

Im letzten Abschnitt mobilisierten die jungen Baunacher noch einmal alle Kräfte, obwohl sie an diesem Tag doch einige Ausfälle zu beklagen hatten und sich die Ballverluste wieder häuften. „Logan Stutz war heute kaum zu gebrauchen und Anthony Lee zwingt es einfach im Moment zu sehr. Die Unterstützung der beiden hat uns heute schon sehr gefehlt“, stellte Mausolf nach der Begegnung fest. So schienen die 46ers beim Stand von 69:55 (34. Minute) schon auf der Siegesstraße, doch der Aufsteiger hatte ja noch einen Marcos Knight, der drei Minuten vor Schluss sein Team wieder auf 71:63 heran brachte und nach einem Dreier von Steffen Walde zum 74:69 war 100 Sekunden vor Schluss alles offen. Die letzte Wende konnte man aber der Begegnung nicht mehr geben, da die Gastgeber zur Freude ihrer zahlreichen Fans jetzt sehr sicher an der Freiwurflinie agierten und so den Heimsieg unter Dach und Fach brachten. Jörg Mausolf: „In der ProA darf man sich keinen solchen Start wie heute erlauben. Anschließend waren wir völlig gleichwertig, aber das ständige Anrennen gegen einen Rückstand kostet viel Kraft, vor allem weil Gießen immer dann einen Dreier traf, wenn wir dran waren. Dennoch bin ich optimistisch, dass wir alle Spieler bis zum nächsten Samstag wieder in Topform bekommen und gegen Essen eine Überraschung schaffen und zwei weitere Punkte für den Klassenerhalt holen können.“ Damit sprach der Teammanager die Partie um 19:30 Uhr in der heimischen Stauffenberghalle an, wenn der Tabellenzweite seine Visitenkarte in Bamberg abgibt.

Gießen 46ers: DiLeo 15, Palm 14, Bekteshi 11, B. Lischka 11, Schoo 9, Wells 9, Marhold 7, J. Lischka 4, McDuffie.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Knight 21, Obst 12, Thiemann 12, Walde 11, Hamann 6, Engel 5, Lee 4, Kratzer 2, Stutz, Dizdarevic, Dippold (dnp).

Schiedsrichter: Oehlmann/Wipfler/Schneider

Zuschauer: 1800

2. Basketball-Bundesliga ProA

Giessen 46ers – Bike-Cafe Messingschlager Baunach   80:73

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Nachrichten am Ort

 

Breitengüßbach: Im dritten Viertel komplett eingebrochen

Der TSV Tröster Breitengüßbach unterliegt hapa Ansbach nach einer bärenstarken ersten Halbzeit vor 280 Zuschauern in der heimischen Hans-Jung-Halle völlig unnötig mit 105:111 nach Verlängerung.

Die Breitengüßbacher kamen sehr gut ins Spiel und führten durch Dippold, Taras und Djerman nach 3 Minuten mit 10:2. Diesen Vorsprung konnten die Hausherren nach weiteren drei Spielminuten durch schön herausgespielte Aktionen von Wagner, Djerman und Keppeler auf auf 20:6 ausbauen. Die Gäste fanden zu diesem Zeitpunkt nicht statt, sie wurden von den Hausherren überrollt. Ivan Djerman, Sanders und Keppeler sorften 90 Sekunden vor Ende des ersten Viertels erstmals für eine 20 Punkte Führung des TSV, 31:10 (9. Minute). Am Ende des ersten Spielabschnitts konnten die Ansbacher auf 33:14 verkürzen.

Jenko, Klein und Probst sorgten zu Beginn der zweiten 10 Minuten dafür, dass der Vorsprung des TSV nur noch 13 Punkte betrug, 37:24 (13. Min.). Erst jetzt kam die Tröster-Truppe wieder ins Spiel und baute kurze Zeit später durch Dippold, Wagner und Djerman den Vorsprung wieder auf 19 Punkte aus (15.). Sieben Dippold-Punkte hintereinander brachten den TSV wieder mit über 20 Punkten in Führung, der bis zur Halbzeit mit 2 Kunz-Dreiern und zahlreichen Punkten von Djerman und Keppeler auf 66:42 ausgebaut wurde. Elsinger Meinel, Cline und Probst sorgten bei haba Ansbach dafür, dass die Gäste zur Halbzeit nicht komplett den Anschluss verloren haben. Bei den Gastgebern ragte zur Halbzeit eine Dreierquote von 70 % (7/10) heraus.

Die zweite Halbzeit begann erst, wie die erste aufgehört hat. Der TSV ist weiterhin in der Offensive wie im Rausch und kann sich bis auf 70:45 absetzen. Doch dann kam ein Bruch ins Spiel der gelbschwarzen. Meinel, Cline und immer wieder Petrovic punkteten auf Seite der Ansbacher zuverlässig im dritten Viertel. Der TSV wirkte vor allem in der Defense zu schläfrig, sodass die Gäste zu sehr leichten Punkten kamen, einen 17:0 Lauf starteten und somit den Rückstand immer weiter verkürzen konnten, 72:66 (27. Minute). Die TSV-Basketballer fanden in dieser Phase keine Mittel sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Die Gäste spielten sich in einen Rausch und gingen kurze Zeit später durch Petrovic mit 78:77 in Führung. Diese Führung behaupteten die Ansbacher bis zum Viertelende, 79:80 nach 30 Spielminuten.

Der Schlussabschnitt gestaltete sich sehr ausgeglichen. Für den TSV punkteten immer wieder Ivan Djerman, Lucas Wagner und Daniel Keppeler. Auf Seiten von hapa Ansbach waren es Meinel, Cline und Petrovic. Kurz vor Ende des Spiels konnten sich die Mittelfranken auf 92:95 absetzen, doch Ivan Djerman glich mit einem weiten Dreier zum 95:95 aus (38. Minute). Zwei Minuten vor dem Ende machten Keppeler auf Güßbacher- und Petrovic auf Ansbacher Seite die letzten Punkte in der regulären Spielzeit. Der TSV hatte sogar die Chance mit dem finalen Angriff in Führung zu gehen, doch erst Ivan Djerman und dann Tibor Taras konnten den Ball nicht im Korb der Gäste unterbringen. Der Stand von 98:98 nach 40 Spielminuten sorgte dementsprechend für eine Verlängerung.

In der Overtime machte sich die Erfahrung der Mittelfranken bemerkbar. Eiskalt spielten sie ihren Stiefel herunter, ließen den TSV nur zu Beginn der Verlängerung kurz in Führung gehen. Petrovic versenkte zudem alle Freiwürfe, während der TSV einige liegen lies. Beim Stand von 105:108 hatte Ivan Djerman noch die Chance zum Ausgleich, doch sein Dreier geriet etwas zu lang und die Gäste konnten sich den anschließenden Rebound holen. Die Breitengüßbacher foulten, doch das half alles nichts mehr. Am Ende nahm hapa Ansbach mit einem 105:111 Sieg n.V. die Punkte mit nach Mittelfranken.

Breitengüßbach: Dinkel (2Punkte/0Dreier), Dippold (17/1), Djerman (28/3), Fichtner (0/0), Keppeler (19/0), Kral (2/0), Kunz (6/2), Sanders (5/1), Taras (7/1), Völkl (0/0), Wagner (19/0)

 

Rattelsdorf unterliegt gegen Dresden Titans 2

In einem Spiel, in dem die Rattelsdorfer Independents ohne Peter Reh, Max Thiem (Auslandsaufenthalt) und Christian Endres antreten mussten, waren die Größenunterschied nicht so extrem wie bisher. So begannen die Rattelsdorfer Independents motiviert und selbstbewusst. Erst gegen Ende des ersten Viertels konnte die Dresdner Mannschaft vor allem durch Freiwürfe und zweite Chancen einen kleinen Vorsprung auf 19:22 erarbeiten.

Im zweiten Viertel zeigten sich zunächst beide Mannschaften weiterhin ebenbürtig. Rattelsdorf konnte einige Ballgewinne verzeichnen, dem folgten aber postwendend zu viele Turnovers. Außerdem zeigten sich die Dresdner im Rebound energischer und Punkte wurden auch leichtfertig vergeben. Nachdem der Dresdner Trainer seiner Mannschaft in einer Auszeit eingeimpft hatte, den Independents mit noch mehr Druck zu begegnen, änderte sich 2:22 Minuten vor Ende des Viertels plötzlich das Geschehen. Dank einer sicheren Wurfquote legten die Gäste auf 37:52 zu. Die Zuschauer waren konsterniert und gespannt, was folgen würde.

Nach harten Worten in der Kabine und Umstellung der Verteidigung im dritten Viertel gelang es den Independents zunächst trotzdem nicht, sich heranzuarbeiten. Vielmehr wuchs der Vorsprung weiter und erreichte 19 Punkte. Doch im weiteren Verlauf zeigten dann vor allem die Bankspieler zusammen mit Nikolas Reichmann (zwei Dreier und sichere Freiwürfe) und dem stark spielenden Niklas Kohn, dass sie das Spiel nicht so einfach abhaken wollten. Eric Kagne unterstützte das Geschehen mit seinen Rebounds und plötzlich waren die jungen Spieler bis auf zwei Zähler an die Gäste herangekommen. 76:78! Aber durch sichere Freiwurfpunkte der Gäste und Pech bei den eigenen Wurfversuchen gelang es Rattelsdorf letztendlich doch nicht, das Spiel für sich zu entscheiden. 82:90 lautete das Endergebnis. Die Punkte für Rattelsdorf erzielten: Boucher 22 /2 Dreier, Kagne 12 / 1, Kohn 24 / 2, Reichmann 13 /3, Loch 6 / 2, Reinfelder 2, Stretz 2, Tomaszek 1, Seemüller

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Theresia Wagner 

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