89:88 – oder: Baunach hält die Spannung (künstlich) hoch

Veröffentlicht am 19. Januar 2015 von Redaktion

Schon mehrfach war es in dieser Saison der Fall – und knappe Niederlagen sind besonders ärgerlich, besonders, wenn sie zur Serie werden. Erneut mussten sich die Basketballer aus Baunach einem ebenbürtigen Gegner knapp geschlagen geben. Lichtblicke gab es dagegen in Breitengüßbach, und auch die Rattelsdorfer waren nicht unzufrieden – trotz einer Niederlage.

Wieder denkbar knappe Baunacher Niederlage

Am Samstagabend mussten die jungen Wilden aus Baunach erneut eine denkbar knappe Niederlage einstecken. Mit 89:88 verloren sie beim direkten Tabellennachbarn, den Kirchheim Knights, und mussten diese in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Dabei hatten die Baunacher alle Möglichkeiten, dieses Spiel auch ohne den erkrankt zu Hause gebliebenen Logan Stutz zu gewinnen. Man liegt jetzt auf dem 12. Tabellenplatz, hat zu den Abstiegsrängen immer noch vier Siege Vorsprung und auf Tabellenplatz acht, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, hat man nach der gleichzeitigen Niederlage von Vechta weiterhin nur zwei Siege Rückstand. Bei zwölf noch ausstehenden Spielen ist also Spannung für den Rest der Saison garantiert.

Die Knights, die nach über sechs Wochen erstmals wieder auf ihren Centerhünen Enosch Wolf zurückgreifen konnten, erwischten den besseren Start in die Begegnung. Nach vier gespielten Minuten lagen sie mit 7:2 in Führung. Erst gegen Ende des ersten Viertels kamen die Jungs von Trainer Ivan Pavic besser ins Spiel und der starke Johannes Thiemann sorgte mit einigen Offensivrebounds für die erste Führung der Grün-Weißen (21:19). Der in der ersten Hälfte sehr treffsichere Ben Beran (4 Dreier) war aber dafür verantwortlich, dass man dennoch mit einem 26:23 Rückstand das erste Viertel beendete. Coach Ivan Pavic haderte auch zurecht mit der schlechten Defense seiner Jungs:“ In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug in der Verteidigung und unsere Teamdefense, vor allem die Hilfen, hat schlecht funktioniert.“ Da man aber im Angriff durchaus zu gefallen wusste, konnte man das Spiel offen gestalten. Nach einer Trefferserie von Marcos Knight und Anthony Lee ging man in der 16. Minute sogar mit 43:39 in Führung. Kirchheim kämpfte aber verbissen und fünf Dreier der Gastgeber in den letzten Minuten der ersten Halbzeit bescherte ihnen wieder eine 52:49 Halbzeitführung.

Das Spiel blieb auch in Halbzeit zwei extrem knapp und spannend. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzten. Nach einen 71:67 Rückstand nach 30 Minuten waren es Anthony Lee und Andi Obst, die die Gäste wieder auf 79:78 heranführten. In der 36. Minute schien das Spiel dann doch zugunsten der Gastgeber zu kippen, als sie sich mit einem kleinen Lauf auf 84:78 absetzen konnten. Wiederum schafften es die Baunacher Jungs aber sich ins Spiel zurück zu kämpfen und Nachwuchscenter Johannes Thiemann war es schließlich, der durch zwei sicher verwandelte Freiwürfe Baunach mit 87:84 in Führung warf. Jetzt kamen die spannenden Schlusssekunden in der gut gefüllten Halle in Kirchheim. Zuerst brachte Enosch Wolf seine Farben durch zwei sicher verwandelte Freiwürfe wieder auf 87:86 heran, ehe auf der Gegenseite Routinier Steffen Hamann eine Freiwurfchance liegen ließ und Baunach erneut mit 88:86 in Führung brachte. Die Knights konnten dann durch einen akrobatischen Korbleger von Smithson 33 Sekunden vor dem Ende wieder ausgleichen. Im letzten Angriff der Baunacher konnte Anthony Lee dann seinen Wurf nicht verwandeln und im Gegenzug wurde Smithson beim Zug zum Korb 2,2 Sekunden vor dem Ende gefoult. Den ersten Freiwurf verwandelte er sicher und den zweiten setze er absichtlich daneben, damit den Baunachern nur noch ein Notwurf von der Mittellinie gelang, der sein Ziel deutlich verfehlte.

Teammanager Jörg Mausolf war nach dem Spiel sichtlich bedient: „Wir hatten hier auch ohne Logan Stutz eine riesen Chance das Spiel zu gewinnen. Es ist aber nun schon das vierte extrem enge Spiel in dieser Saison, das wir aufgrund eigener Fehler unnötig verlieren. Das ist aber sicher das Lehrgeld, welches wir aufgrund unserer vielen jungen, unerfahrenen Spieler noch zahlen.“ Beim extrem wichtigen Heimspiel am kommenden Samstag (19:30 Uhr) gegen den deutschen Rekordmeister aus Leverkusen sollte dieser Lernprozess dann in ein positives Ergebnis umgewandelt werden.

2. Basketball-Bundesliga ProA

Kirchheim Knights – Bike-Cafe Messingschlager Baunach   89:88

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Thiemann 21, Lee 20, Knight 17, Hamann 9, Obst 6, Dizdarevic 5, Walde 4, Engel 2, Kratzer 2, Keppeler 2, Dippold (dnp).

Zuschauer: 850

 

Erstes Spiel, erster Sieg im neuen Jahr

Der TSV Tröster Breitengüßbach schlägt den Tabellen-Achten der Regionalliga in einem spannenden Spiel am Ende mit 97:93. Brian Wanamaker feierte sein Heimspieldebüt und Marcel Heberlein vor 290 Zuschauern in der Hans-Jung-Halle sein Comeback nach langer Verletzungspause.

Dinkel und Djerman gaben zu Beginn des Spiels die Richtung vor, doch Treuchtlingens Eisenberger konterte dies im Alleingang (8:8, 3. Min). 10 Sekunden nach seiner Einwechslung gelangen Brian Wanamaker seine ersten Punkte in der heimischen Halle für die Oberfranken. Nichtsdestotrotz konnten sich die Gäste durch Huhn und Eisenberger auf 11:15 absetzen. Wagner und Wanamaker, jeweils für Drei, sorgten in der 6. Spielminute für den 17:17-Ausgleich. In der Folgezeit konnten sich die Mittelfranken wieder bis auf fünf Punkte absetzen. Ein 14:6-Lauf der Tröster-Truppe zum Ende des ersten Viertels, abgeschlossenen durch ein Drei-Punkte-Spiel von Marcel Heberlein, brachte den Gastgebern eine 31:28-Führung nach den ersten zehnSpielminuten.

Heberlein, Wagner und Wanamaker sorgten zu Beginn des zweiten Spielabschnittes für erstmals für eine 10 Punkte Führung der Hausherren, die durch Djerman und Dippold sogar bis auf 46:30 ausgebaut werden konnte (14. Min.). Nach Auszeit von Gäste Coach Harlander, der sehr laut wurde, fingen sich die Gäste wieder sowohl offensiv als auch defensiv und kamen zurück ins Spiel. Die Güßbacher sollten von nun an nur noch 4 Punkte bis zur Halbzeit erzielen. Huhn, Schmoll und Geiselsöder drückten den Vorsprung der gelbschwarzen in der 17. Minute wieder in den einstelligen Bereich, 48:41. Geiselsöder und Huhn brachten die VfL Baskets sogar bis auf drei Punkte heran, ehe Tibor Taras den 50:45-Halbzeitstand erzielte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte sich die Kositz-Truppe gleich wieder auf zehnPunkte absetzen, doch die Mittelfranken kamen zurück. Lang, Geiselsöder und Huhn brachten die Gäste kontinuierlich heran. Beim Stand von 63:61 war Güßbach Coach Kositz gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Diese bewirkte allerdings nicht viel und so gingen die Treuchtlinger kurze Zeit später erstmals seit langer Zeit wieder in Führung, 68:70 (27. Min). Beierlein und Geiselsöder brachten die Gäste bis auf 70:77 am Ende des dritten Abschnittes in Führung.

Bis auf 73:82 konnten sich die Gäste absetzen. Nach seiner letzten Auszeit in der 32. Minute von Kositz, fanden die Oberfranken zurück in die Spur. Djerman, Wagner und Taras brachten die TSV’ler innerhalb einer Minute wieder auf 80:84 heran. Fünf Dinkel Punkte in Serie gestalteten die Partie wieder völlig offen. Wanamaker und Djerman sorgten vier Minuten vor Ende der Begegnung wieder für eine Führung der Gastgeber, 90:89. Diesen Vorsprung ließen sich die Jungs von Kevin Kositz bis zum Spielende nicht mehr nehmen. Djerman, Taras und Wanamaker machten schlussendlich den 97:93 Sieg perfekt. Durch den Sieg verbesserten sich die Güßbacher um einen Platz in der Tabelle. Sie sind nun einen Sieg hinter den Treuchtlingern und haben ein Spiel weniger als die Gäste.

Breitengüßbach: Djerman (19 Punkte/1 Dreier), Wanamaker (19/3), Dinkel (17/5), Taras (12/2), Wagner (9/1), Heberlein (8/0), Sanders (7/0), Dippold (4/0), Jefferson (2/0), Kral, Kunz, Völkl

 

Feuerwerk in Gotha

Die Reise nach Gotha werden die Rattelsdorfer Independents in besonderer Erinnerung behalten. Sie kehrten zwar wieder mit einer Niederlage zurück, doch kann auch manches bei dieser Niederlage für die Zukunft aufbauend wirken. Bedingt durch Verletzung und Krankheit konnte man wieder nur mit acht Spielern die Auswärtsreise antreten. Diese zu schwach besetzte Bank sollte in diesem Spiel den Ausschlag geben.

Beide Mannschaften punkteten mit ihrer Starting Five hochprozentig. Allerdings auf Rattelsdorfer Seite nur vier der fünf Spieler. Und sie zeigten ein rasantes Offensiv-Basketballspiel. Die beiden herausragenden Spieler Bone mit 29 und Boucher ebenfalls mit 29 Punkten standen sich in nichts nach. 12 Dreier auf Gothaer und 13 auf Rattelsdorfer Seite. Herausragend bei Gotha Nienburg mit sechs, auf Rattelsdorfer Seite Peter Reh mit fünf. Auch Kohn traf dreimal sowie Boucher und Reichmann zweimal von jenseits der Dreierlinie.

Der Unterschied lag jedoch im Bereich der Zweipunktwürfe, wo Gotha extrem sicher agierte und Rattelsdorf mit nur halb so vielen Treffern Gotha deutlich unterlegen war. „Beide Seiten entfachten in diesem Spiel ein Feuerwerk in der Halle. Auswärts 90 Punkte, das baut trotzdem auf“, bilanzierte Trainer Andy Sippach. Auf Rattelsdorfer Seite kann vor allem Peter Reh mit sich zufrieden sein, denn fünf Dreier in einem Spiel sind nicht selbstverständlich. Mit ihrer tiefer besetzten Bank konnte die Heimmannschaft das Spiel mit 115:90 für sich entscheiden.

Punktverteilung: Boucher (29 /2), Reh (21/5), Reichmann (16/2), Kohn (14/3), Loch (4/1), Seemüller (4), Kagne (2), Tomaszek

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Theresia Wagner

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