Niederlagen für die Basketballer

Veröffentlicht am 23. Oktober 2017 von Redaktion

Es wurde wieder nichts mit dem erhofften ersten Saisonsieg für die Baunach Young Pikes in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Nach einer sehr guten ersten Halbzeit brach das Team im Schlussviertel komplett ein und verlor dieses mit 6:23. So stand am Ende ein 67:78-Erfolg für die Gäste aus dem Rheinland, die sich durch ihre gute Verteidigung in den letzten zehn Minuten den Sieg verdient hatten. Eine Niederlage gab es auch für Breitengüßbach.

 

Baunach geht am Ende die Luft aus

Wie schon im ersten Heimspiel gegen die Kirchheim Knights deuteten die jungen Hechte ihr großes Potential an, schafften es aber nicht ihre Qualität für 40 Minuten auf das Parkett zu bringen. Das Team des Trainergespanns Villmeter/Völkl musste in diesem Spiel auf Louis Olinde und Eddy Edigin verzichten, die beim großen Bruder Brose Bamberg in Ludwigsburg im Kader standen. Da auch Kay Bruhnke geschont werden musste, standen nur drei deutsche Spieler zur Verfügung. Der Kader wurde mit den Doppellizenzspielern Nicholas Tischler und Andreas Nicklaus aufgefüllt, die aber jeweils nur für ein paar Sekunden zum Einsatz kamen. So musste man mit einer 8er Rotation das Spiel bestreiten, was sich am Ende rächen sollte. Allerdings wollte Trainer Fabian Villmeter dies nicht als Entschuldigung gelten lassen:“ Wir haben es leider nicht geschafft unsere offensiven Qualitäten auch in der zweiten Halbzeit zu zeigen. Das hatte nicht nur konditionelle Gründe. Es muss uns gelingen unsere Spielzüge mit dem richtigen Tempo zu laufen, auch wenn die Beine etwas schwerer werden. Zudem dürfen wir nicht anfangen zu zweifeln, sobald der Gegner einen Lauf bekommt. Daran müssen wir arbeiten, dann werden sich auch bald die dringend nötigen Ergebnisse einstellen. Dies wäre für das Selbstvertrauen der jungen Truppe ebenfalls sehr wichtig.“

Dagegen gelang den Baunachern in der ersten Hälfte fast Alles. Angetrieben vom Guard-Duo McDowell-White/Fowler konnte man viele Schnellangriffe laufen und der Ball wurde schnell bewegt, so dass sich viele freie Würfe ergaben. Die Kölner hatten im Gegensatz dazu das Glück und das Können, viele schwere Würfe gerade noch mit Ablauf der 24-Sekundenuhr zu verwandeln, sodass das Spiel nach den ersten zehn Minuten (20:18) noch relativ ausgeglichen war.

Im zweiten Viertel waren die Young Pikes dann fast nicht zu stoppen: Zur Freude der begeisterten Fans gelang es ihnen auf 41:26 (17. Minute) davonzuziehen und sie zeigten dabei herrliche Spielzüge. Erst nach zwei Auszeiten gelang es Gästecoach Denis Wucherer mit einigen lautstarken Worten sein Team wieder aufzurichten und so konnten die Rheinstars bis zur Halbzeitstand von 44:33 verkürzen.

Nach dem Wechsel konnten die Gastgeber ihren Vorsprung vor allem durch Einzelaktionen von Chris Fowler und Tibor Taras bis zur 27. Minute bis auf 55:42 ausbauen. Dann jedoch kam Sand ins Getriebe und die Kölner legten in der Verteidigung deutlich zu. Bis auf 55:50 kamen sie in der 28. Minute heran, bevor Daniel Keppeler mit einem krachenden Dunking kurz vor dem Viertelende nochmals auf 61:52 erhöhen konnte. Ein Dreier von Bekteshi fast mit der Sirene sorgte dann aber nur noch für eine 6 Punkte Führung vor den finalen zehn Minuten.

Bis zur 34. Minuten konnte man die Führung noch knapp verteidigen (63:60), doch nun brachen alle Dämme. Mit einem 18:0 Lauf rissen die RheinStars die Begegnung an sich und gingen so als Sieger vom Feld. Die enttäuschten Baunach Young Pikes schafften es erneut nicht im Schlussspurt dagegen zu halten und brachten sich so um den verdienten Lohn. Während Gästecoach Wucherer nach dem Spiel die gute Baunacher Leistung über drei Viertel lobte („Baunach ist die Mannschaft mit dem höchsten Basketballverständnis in der ProA, wenn man sie spielen lässt!“), war Fabian Villmeter richtig bedient: „Diese Niederlage ist extrem schwer zu schlucken. Köln hat mit einer tiefen Rotation am Ende viel physischer als wir gespielt und wir haben zu wenig Emotionen dagegen gesetzt, das muss sich ändern.“ Die Gelegenheit dazu hat sein Team bereits am Freitag beim schweren Auswärtsspiel in Hanau, bevor man dann nur vier Tage später beim nächsten Heimspiel am Reformationstag gegen die OrangeAcademy aus Ulm (19 Uhr) schon fast zum Siegen verdammt ist, will man nicht bis Weihnachten auf den Abstiegsplätzen festsitzen.

Baunach Young Pikes: Taras 17, Ferguson 14, Fowler 12, McDowell-White 7, Gomila 6, Keppeler 6, Edwardsson 3, Drell 2, Tischler, Nicklaus.

Rheimstars Köln: Vest 18, Gilder-Tilbury 17, Ramsey 11, Bekteshi 11, Heinzmann 7, Baeck 5, Wank 4, Foster 3, Di Leo2, Van Laack, Gottschalk.

Zuschauer: 812

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Güßbach kassiert erste Saisonniederlage

Die Regionalliga-Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach verlieren das Spitzenspiel in Vilsbiburg mit 81:88 und sind nun Zweiter in der Tabelle.

Kurzfristig musste das Trainerduo Schabacker/Laub auf ihren routinierten Aufbauspieler Fabian Brütting verzichten. Dementsprechend starteten die Oberfranken mit Engel, Jörg & Dirk Dippold, Wagner und Land in die Partie gegen den Favoriten, der nach 12 Sekunden den ersten Dreier durch Mayr im Korb der Gäste versenken konnte. Es war ein Beginn, der den Baskets sehr gut schmecken sollte. Viele Punkte und schnelles Spiel auf beiden Seiten. Während Meyer, Guddemi und Leierseder für Vilsbiburg trafen, sorgten für den TSV Tröster Wagner, Land und Jörg Dippold für den 10:10 Zwischenstand nach nicht einmal zwei Spielminuten. Danach beruhigte sich das Spiel etwas und die Verteidigung beider Mannschaften stand deutlich besser. Weiterhin zeigten sich die Niederbayern treffsicher von der 3er-Linie, da Goderbauer und Timmons ihre Würfe trafen und so die bis dato höchste Führung erspielten, 24:15. Nach einer Auszeit von Coach Schabacker stand die TSV-Verteidigung deutlich engagierter und ließ keine einfachen Würfe mehr zu. Bis zum Viertelende kamen die Gelbschwarzen durch Engel, Land, Lorber und Heide wieder auf 27:26 heran.

Der Start in den zweiten Spielabschnitt gehörte den Hausherren. Eingeladen durch einige Ballverluste und schlechte Wurfauswahl konnten sie in Person von Mayr, Aboki und Theisinger den Vorsprung wieder bis auf 39:32 erhöhen. Auffällig war, dass der TSV Tröster mit der speziellen Verteidigung der Baskets nicht klarkam und einige Male den Ball mehr als unnötig verlor. Fünf Punkte von Dirk Dippold hintereinander läuteten die Güßbacher Schlussoffensive vor der Halbzeit ein. Jörg Dippold und Alex Heide konnten kurz vor der Halbzeitpause nochmals schön herausgespielte Würfe am Brett erfolgreich im Korb der Vilsbiburger versenken, wodurch der Rückstand nur noch fünf Punkte betrug, 50:45.

Das dritte Viertel war eines der Besten, die der TSV Tröster in dieser Saison gespielt hat. Aggressive Defense, die einige Ballverluste und schlechte Würfe beim Gegner forcierte, war der Grundstein dafür, dass man durch zwei Dreier von Land und Jörg Dippold in der 22. Spielminute in Führung ging, 50:51. In der Folgezeit entwickelte sich ein Spiel, bei dem die Führung ständig wechselte, ehe Vilsbiburg durch Timmons und Guddemi wieder den alten Abstand erspielen konnten, 60:55. In den letzten viereinhalb Minuten des Viertels sollten die Gastgeber nur noch zwei Punkte erzielen. Nach einem erfolgreichen Wurf von Alex Engel waren es die jungen Timo Dippold und zwei Mal Lorber, die von der Dreierlinie ihre Würfe eiskalt im Korb der Hausherren versenken und somit die 62:67-Führung nach 30 Minuten erspielen konnten.

Im Schlussabschnitt dann ein komplett anderes Bild. Gegen die unkonventionelle Zonenverteidigung der Baskets fanden die Güßbacher kein Mittel. Schlechte Würfe und etliche Turnover waren das Resultat. Knapp sechs Minuten vor dem Ende gingen die Niederbayern durch einen Dreier von Leierseder erneut in Führung, 71:69 und die Oberfranken sollten sich diese in dem Spiel nicht mehr zurückerobern können. Zwar konnte der TSV einige Male noch ausgleichen, doch das bessere Ende hatten die Baskets Vilsbiburg. Durch taktische Fouls wuchs der Rückstand bis zum Viertelende gar in den zweistelligen Bereich an. Alex Heide machte mit einem Dreier aus knapp neun Metern noch etwas Ergebniskosmetik und sorgte für den 88:81-Endstand. Durch die Niederlage ist der TSV Tröster Breitengüßbach nun Zweiter, direkt in dem neuen Tabellenführer Vilsbiburg.

Breitengüßbach: J. Dippold (17 Punkte / 1 Dreier), Land (17/1), Heide (13/1), Lorber (13/3), T. Dippold (7/1), D. Dippold (5/1), Engel (5), Wagner (4), Lurz

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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