Knappe Niederlage gegen den Favoriten

Veröffentlicht am 15. Dezember 2014 von Redaktion

Großes Pech hatten die Basketballer des TSV Tröster Breitengüßbach. Erst in der Schluss-Sekunde verloren sie das hart umkämpfte Spiel gegen Nördlingen knapp. Auch für Rattelsdorf setzte es eine erneute Niederlage. Punkten dagegen konnten die Baunacher – gegen einen direkten Ligakonkurrenten.

Big Points für Baunach gegen direkten Konkurrenten

Einen ungefährdeten und in dieser Höhe überraschenden Auswärtssieg konnten die Truppe von Bike-Cafe Messingschlager Baunach am späten Samstagnachmittag in Leverkusen bei den Bayer Giants erringen. Mit 94:63 gelang ein auch in dieser Höhe verdienter Erfolg, der für die Jungs von Trainer Ivan Pavic den Anschluss ans Tabellenmittelfeld bedeutet. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragte dieses Mal Antony Lee heraus, der 24 Punkte bei einer hohen Trefferquote erzielen konnte. Doch auch der gewohnt zuverlässige Marcos Knight wusste mit 21 Punkten und sechs Rebounds zu gefallen.

Insgesamt muss man feststellen, dass die Taktik, die sich das Trainergespann Pavic/Lorber ausdachte, zu 100 Prozent aufging. Mit einer Pressverteidigung über das ganze Feld gestattete man den Gastgebern nicht, ihren offensiven Rhythmus zu finden. Die Rebounds waren ebenfalls sichere Beute der Baunacher, so dass man von Beginn an das Spiel bestimmte. Nur ganz am Anfang gingen die Giants aus Leverkusen mit 2:0 in Führung, ehe die Baunacher das Kommando übernahmen. Als Anthony Lee seinen dritten Dreier zum 20:6 für die Gäste verwandeln konnte, wurde es still in der ohnehin nur sehr spärlich besetzten Smidt-Arena.

Zwei Freiwürfe von Johannes Thiemann sorgten dann  für einen 25:11 Vorsprung bis zum Ende des ersten Viertels. Man gestattete den Leverkusenern in der gesamten ersten Halbzeit lediglich vier Feldkörbe, den Rest musste sich das Team von Trainer Achim Kuczmann an der Freiwurflinie verdienen. Bereits im 2. Viertel sorgten die jungen Wilden aus Baunach für die Vorentscheidung. Lee, der bis zur Pause in zwölf Minuten 18 Punkte ohne Fehlversuch von der Dreier- und Freiwurflinie (je 3:3) sowie drei Assists und drei Ballgewinne zu verzeichnen hatte, brillierte in der ersten Hälfte und kurz vor der Pause war es Steffen Walde, der den Vorsprung auf 30 Punkte ausbaute (51:21).

Wer dachte, die Baunacher Jungs würden nun in der 2. Halbzeit etwas nachlassen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Durch einen 10:0 Lauf, bei dem vor allem Logan Stutz punktete, war man sogar bis auf 61:23 davongezogen. Beim 77:33 in der 29. Minute war dann der höchste Vorsprung erreicht. Zwei unsportliche Fouls gegen Behrmann und Legankovas und zwei technische Fouls gegen Leverkusens Coach ließen den gesamten Frust der Gastgeber zu Tage treten. Trainer Ivan Pavic nutze die Gelegenheit, frühzeitig seine Leistungsträger vom Feld zu nehmen, doch auch die Spieler von der Bank machten einen guten Job und so sprang am Ende ein souveräner 94: 63 Erfolg bei den zuletzt so formstarken Bayer Giants Leverkusen heraus. Pavic resümierte nach dem Spiel: „Ich bin heute vor allem mit unserer Verteidigungsleistung zufrieden, wir haben unseren Gameplan perfekt umgesetzt und die gefährlichen Dreierschützen der Gastgeber kontrolliert. Auch das Reboundduell haben wir mit 43:25 mehr als deutlich gewonnen. Ich möchte keinen Spieler herausstellen, denn alle haben heute einen verdammt guten Job gemacht.“ Sollte eine ähnliche Leistung im Frankenderby am nächsten Sonntag (17 Uhr) gegen das Spitzenteam aus Nürnberg gelingen, dann kann man im Baunacher Lager beruhigt Weihnachten feiern.

2. Basketball-Bundesliga ProA

Bayer Giants Leverkusen – Bike-Cafe Messingschlager Baunach    63:94

Bayer Giants Leverkusen: Carter 17, Manigat 16, Kuczmann 11, Koch 7, Legankovas 5, Sonnen 4, Spöler 2, Heinzmann 1, Behrmann, Bich, Pokar.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Lee 24, Knight 21, Stutz 14, Dizdarevic 9, Thiemann 9, Kratzer 6, Walde 5, Dippold 4, Engel 2, Hamann.

Zuschauer: 420

 

Überraschung ganz knapp verpasst

Der TSV Tröster Breitengüßbach unterliegt den Giants Nördlingen vor 230 Zuschauern in der Hans-Jung-Halle denkbar knapp mit 83:85. Güßbachs letzter Wurf fällt nicht.

Mit Kunz, Jefferson, Dippold, Djerman und Wagner starteten die Breitengüßbacher Regionalliga-Basketballer in die Begegnung gegen den ProB-Absteiger. In den ersten beiden Minuten ging es in der Partie ständig hin und her. Für die Giants trafen der Ex-Breitengüßbacher Brütting und Richter, für den TSV war es Ivan Djerman, der die ersten acht Punkte erzielte (8:9, 3.Min). Es war zu Beginn ein sehr ausgeglichenes Spiel bis zum Ausgleich von Fabian Brütting in der fünften Minute zum 14:14. Danach konnte der Gastgeber durch Dinkel und Keppeler einen 6:0-Lauf starten und sich etwas absetzen. In der Folge spielten die Güßbacher etwas cleverer als die Gäste und konnten sich noch etwas mehr absetzen. Ivan Djerman verwandelte einen Dreier mit Ablauf des ersten Viertels aus der Ecke zum 29:21 für die Gelbschwarzen.

Vier Brütting-Punkte in Folge brachten die Nördlinger zu Beginn der zweiten zehn Minuten wieder zurück ins Spiel. Doch die Tröster-Truppe ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und hielt immer dagegen. Lucas Wagner war es in dieser Phase, dem einige Punkte unter dem Korb gelangen. Somit konnten sich die Oberfranken sogar wieder auf acht Punkte Differenz absetzen (36:28, 16. Min.). Garcia, Talbert und Brütting hielten die Schwaben aber im Spiel und brachten diese wieder auf 41:37 heran. Richter und Garcia konnten in der Folgezeit gar bis auf einem Punkt Rückstand verkürzen, doch dann war es wieder Güßbachs Routinier Ivan Djerman, der erneut per Buzzerbeater den 43:40 Halbzeitstand herstellte.

Zu Beginn des dritten Spielabschnittes kamen die Gäste besser aus der Kabine. Talbert, Petrovcic und Brütting brachten ihr Team zum ersten Mal seit Mitte des ersten Viertels wieder in Führung. Aber die Güßbacher waren unbeeindruckt davon, hielten mit Jefferson, Wagner und Dippold gut dagegen und gingen wieder in Führung (50:49, 25.Min). Ab jetzt ging es, ähnlich wie im ersten Viertel, ständig hin und her. Viele Führungswechsel gab es in dieser Phase. Vor allem Brütting und Petrovcic sowie Dippold und Wagner punkteten in dieser Phase für ihre Teams, sodass es nach 28 Spielminuten 56:55 für die Hausherren stand. Dinkel konnte mit einem Treffer in der letzten Sekunde des dritten Viertels für den TSV punkten und verkürzte aus Sicht der Oberfranken auf 58:59.

In das Schlussviertel kamen die Jungs von Kevin Kositz deutlich besser als in das dritte. Dinkel und Keppeler brachten den TSV mit zwei Punkten in Front. Doch die Schwaben konterten umgehend durch Brütting (3er), Sefranik und Garcia. Erstmals konnten sie sich auf fünf Punkte absetzen. Doch Dinkel traf seinen zweiten Dreier im Schlussabschnitt und brachte seine Breitengüßbacher wieder auf 66:68 heran (23. Min.). Für Nördlingen punktete in dieser Phase ausschließlich der Ex-Breitengüßbacher Brütting, der ein bärenstarkes Spiel machte und am Ende auf 30 Punkte kam. Doch Djerman machte 5 Punkte in Folge und glich in der 25. Minute zum 71:71 aus. Brütting und Talbert brachten die Giants allerdings wieder bis auf 74:80 in Front (27. Min). Doch die gelbschwarzen bewiesen tolle Moral und kämpften sich durch Taras und Dippold wieder bis auf zwei Punkte heran, 78:80 (29. Min). Nun mussten die Hausherren taktisch foulen. Die Gäste trafen drei ihrer vier Freiwürfe und führten bei noch 16 Sekunden Restzeit mit 78:83. Nach Auszeit der Güßbacher war es Ivan Djerman der auf drei Punkte Rückstand verkürzte. Wieder schickte die Tröster-Truppe die Giants an die Linie. Richter traf nur einen Freiwurf. Auf der anderen Seite konnte Taras sehr schnell einen sicheren 2-Punkte-Wurf verwandeln und sorgte für einen 82:84 Stand bei sechs Sekunden auf der Uhr. Erneut schickten die gelbschwarzen die Nördlinger an die Freiwurflinie. Brütting traf nur den ersten Freiwurf. Nach Rebound der Oberfranken foulten die Giants Stefan Dinkel um keinen Dreier zu kassieren. Dinkel traf den ersten Freiwurf und verwarf den zweiten absichtlich. Die Nördlinger tippten den Ball ins Aus, sodass der TSV bei noch 1,5 Sekunden Restspielzeit Einwurf unter dem eigenen Korb hatte. Doch der letzte Wurf von Taras, der von den Gästen sehr gut verteidigt wurde, verfehlte sein Ziel und somit verloren die Breitengüßbacher nach einer tollen Leistung gegen den haushohen Favoriten denkbar knapp mit 83:85.

Breitengüßbach: Djerman (22Punkte/4Dreier), Dinkel (15/2), Dippold (11/0), Wagner (11/0), Keppeler (9/0), Taras (7/0), Jefferson (6/1), Sanders (2/0), Kral (0/0), Kunz (0/0)

 

Der Rattelsdorfer Offensive ging die  Luft aus

Ein aufregendes Derby erlebten 250 Fans in der Abtenberghalle. Auf beiden Seiten spürte man den Druck und die Anspannung, der auf den Teams lastete: Rattelsdorf wollte unbedingt gewinnen, Coburg durfte auf keinem Fall verlieren.

So war das erste Viertel auf Rattelsdorfer Seite zunächst gekennzeichnet von zahlreichen Ballverlusten der Angreifer. Ungenaue Pässe, Fehler beim Dribbling und vor allem Einzelaktionen in der Offensive trugen dazu bei, dass in den ersten Minuten auf Rattelsdorfer Seite kaum ein Punkt erzielt werden konnte. Man schien vergessen zu haben, dass Basketball ein Mannschaftsspiel ist.

Aber auch die Coburger Mannschaft machte es nicht viel besser, denn auch sie konnte keinen wesentlichen Nutzen daraus ziehen: Auch sie warfen die Bälle weg und fanden in dieser Phase überhaupt nicht richtig ins Spiel. Rattelsdorf hatte mächtig Glück, Coburg konnte diese Chance nicht nutzen und verlegte einen Korbleger nach dem anderen.

Das änderte sich, als Peter Reh und der lange erwartete Neuzugang Andy Saller in das Spielgeschehen eingriffen. Bis zum Ende des ersten Viertels kamen die Independents ins Spiel und mit Kangnes Wurf zum Abschnittende stand es schließlich 15:19. Ein wirklich spektakulärer Dunking von Terry Thomas war kurz vorher mit viel Power wieder aus dem Korb  herausgesprungen.

Der schönste und erfolgreichste Abschnitt auf Rattelsdorfer Seite war das zweite Viertel. In der Defense stand man mit einer Zonenverteidigung sehr sicher. Sallers Anwesenheit und seine Rebounds brachten Sicherheit unter dem Korb bewirkten, dass die großen Coburger gegen die deutlich kleineren Rattelsdorfer nichts Wesentliches ausrichten konnten. Ballgewinn um Ballgewinn für Rattelsdorf. Die Independents glichen aus und übernahmen die Führung. Von der den Aufstieg anstrebenden Coburger Mannschaft war in dieser Phase wenig zu sehen. So ging man beim Stand von 32:31 für die Independents in die Pause.

Das dritte Viertel begann sehr erfolgversprechend für die Heimmannschaft. Dreier von Saller, Kangne und Silvio Reinfelder fanden gleich ihr Ziel, sorgten für Stimmung in der Halle und brachten einen kleinen Vorsprung. Was dann jedoch folgte war unglaublich. Coburg begann mit schnellem Passspiel, was auf Rattelsdorfer Seite in der Verteidigung wohl sehr viel Kraft kostete. Man schaffte es zwar  immer wieder den Gästen den Ball abzunehmen, doch in der Offensive war von da an der Korb wie vernagelt. Das  dritte Viertel wurde beim Stand von 45:48 beendet. Was man danach im letzten Abschnitt auch versuchte, es ging im Angriff nichts. Die Coburger konzentrierten sich in diesem Spiel auf die bisherigen Leistungsträger der Rattelsdorfer, ließen ihnen keinen Millimeter Raum und zwangen sie zu vielen uneffektiven Wurfversuchen. Der Frust stieg bei ihnen mehr und mehr. Kangne konnte mit seinen fünf Fouls nicht mehr ins Spiel eingreifen.

Auch wenn Coburg in dieser Phase den einen oder anderen Ball erfolgreich ablegte,  Dreier von Albus und Krauß,  so war die Mannschaft bei weitem kein Überflieger, denn auch sie versiebten viele klare Chancen. Aber am Ende fuhren schließlich die zahlreichen mitgereisten Gästezuschauer mit einem Auswärtssieg nach Hause. Beiden Mannschaften waren nicht allzu viele Punkte gelungen. Es war geprägt von der Defense auf beiden Seiten. Das muss nach den bisherigen Spielen als Erfolg auf Rattelsdorfer Seite gesehen werden. Das Spiel endete schließlich beim Stand von 49:60.

Punktverteilung: Saller (12/1 Dreier), Reh (12/1), Kangne (10/1), Reinfelder (8/1),Reichmann (5), Seemüller (2), Cümen, Kohn, Tomaszek, Kühnel

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Theresia Wagner

Infos, soziale Netzwerke, eventuell ähnliche Beiträge und mehr:

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.