Fast hätte es mit einem Sieg gegen die Bayern geklappt

Veröffentlicht am 2. Dezember 2013 von Redaktion

Was war das für ein Basketball-Wochenende. Bei zwei Spielen ging es in die Verlängerung, einmal sogar doppelt. Leider konnten Baunach und Rattelsdorf dabei ihre Chancen nicht nutzen. Eine knappe Niederlage mussten auch die Breitengüßbacher Basketballer einstecken – gegen die zweite Mannschaft der Bayern.

Trotz Knight-Gala Niederlage gegen die Dragons

Erneut pilgerten knapp 500 Zuschauer in die Stauffenberghalle und sie sahen ein dramatisches Offensivspektakel, leider mit dem besseren Ende für die Gäste aus Rhöndorf, denen sich das Team von Bike-Cafe Messingschlager Baunach denkbar knapp mit 105:110 geschlagen geben musste. Das Spiel ging über 45 spannende Minuten und hatte am Ende eigentlich keinen Sieger verdient. Ausschlaggebend war in der Schlussphase die Nervenstärke der Dragons an der Freiwurflinie, zumal die Gäste von dort fast doppelt so viele Versuche (40:24) bekamen als die Gastgeber. Einen überragenden Einstand feierte der neue US-Amerikaner im BCM-Trikot: Marcos Knight erzielte in seinem Debüt 36 Punkte und angelte sich 7 Rebounds. Aber auch Youngster Andi Obst war mit 23 Punkten und einer hohen Trefferquote von der Dreierlinie (6 von 12) ein wichtiger Faktor in dieser engen Begegnung.

Die Gastgeber mussten auf einige Stammspieler verzichten: Es fehlte neben dem langzeitverletzten Chris Wolf weiterhin Dino Dizdarevic mit einer Fußverletzung. Auch Leon Kratzer wurde aufgrund einer Knöchelverletzung noch geschont. Im Abschlusstraining hatte sich dann noch Kapitän Dirk Dippold die Strecksehne im kleinen Finger gerissen und konnte ebenfalls nicht eingreifen. Da zudem Dimitry McDuffie angeschlagen in die Begegnung ging, hatte man vor allem auf den großen Positionen wenig Alternativen.

Trotz all dieser Ausfälle gelang den vom neuen Trainergespann Pavic/Lorber sehr gut eingestellten Baunachern ein Blitzstart. Nach drei Minuten leuchtete eine 10:0-Führung von der Anzeigetafel. Bis zur 6. Minute konnte man diesen Vorsprung halten, ehe die Gäste um ihren Coach Boris Kaminski verkürzen konnten. Trotzdem ging die Pavic-Truppe mit einer 26:21 Führung in die 1. Viertelpause. Andi Obst hatte bis dahin bereits 11 Punkte erzielt. In den folgenden Minuten war es vor allem der Rhöndorfer Tim Schönborn, der seine Farben immer besser ins Spiel brachte. In der 15. Minute hatten die Gäste den Anschluss geschafft (36:34). Andi Obst traf dann zwar seinen dritten Dreier, doch Rhöndorf konterte mit einem kleinen Lauf und ging mit 43:39 in Führung. Marcos Knight und Andi Obst sorgten dann aber wieder für die 44:43 Halbzeitführung.

Das Spiel blieb jetzt bis zur 39. Minute eng und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Nach einem 66:65-Zwischenstand für Baunach nach drei Vierteln ging es in die letzten zehn Spielminuten. Hier war es auf Baunacher Seite dann vor allem der kaum zu stoppende Marcos Knight, der im Angriff Verantwortung übernahm. Als Fabian Thülig 26 Sekunden vor dem Ende einen Dreier zur 84:81 Führung für seine Dragons traf, war Coach Ivan Pavic zu einer Auszeit gezwungen. Der Ball ging im nächsten Angriff zu dem wie gewohnt zuverlässigen Antonio Stabler, der nur durch ein Foul zu stoppen war. Er traf zwei Mal von der Freiwurflinie und konnte auf 84:83 verkürzen. Nun schickten die Baunacher ausgerechnet Tim Schönborn an die Linie, der an diesem Abend eine unglaubliche Quote von 16 Treffern bei 16 Versuchen von der Freiwurflinie hatte. 19 Sekunden vor dem Ende waren die Gäste so wieder mit 86:83 in Front. Nach einer weiteren Auszeit nahm Marcos Knight das Heft in die Hand, zog beherzt zum Korb und verwandelte trotz Foul. Den Bonusfreiwurf konnte er ebenfalls verwandeln und es ging nach einem letzten erfolglosen Angriff der Gäste in die Verlängerung.

Jetzt glaubten alle an einen Heimsieg, da der zuvor abwehrstarke (vier Blocks) Amerikaner Remekun mit fünf Fouls ausgeschieden war, doch erwischte Baunach einen absoluten Fehlstart, so dass sich  Rhöndorf schnell auf 94:86 absetzten konnte. Die Grün-Weißen gaben sich aber immer noch nicht geschlagen und obwohl 59 Sekunden vor dem Ende beim 102:93 alles entschieden schien, kämpften sie weiter bis zum Umfallen. Sie schafften es tatsächlich 15 Sekunden vor dem Ende auf 106:103 zu verkürzen. Die Gäste waren aber im Gegensatz zu den Baunachern nervenstark an der Freiwurflinie und brachten den Vorsprung dann doch noch sicher über die Zeit.

Obwohl die zahlreichen Zuschauer eine spannende und aufregende Begegnung über 45 Minuten sahen, war der Coach Ivan Pavic nicht zufrieden: „Zuhause in der regulären Spielzeit 86 Punkte eingeschenkt zu bekommen, ist nicht der Basketball, wie ich ihn mir vorstelle. Wir müssen uns in der Abwehr gehörig steigern, wenn wir Erfolg haben wollen. Es ist ärgerlich, dass wir nicht mit einem Sieg in unsere Heimspielserie starten konnten. Aber jetzt geht es weiter und werden am nächsten Samstag gegen Langen (19 Uhr) eine bessere Defense sehen.“

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Knight 36, Obst 23, Engel 14, Stabler 13, Thiemann 10, Walde 4, Dippold 3, McDuffie 2, Zinn, Daubner;

Dragons Rhöndorf: Schönborn 31, Larsen 18, Thülig 16, Remekun 16, Frankl-Maus 14, Winterhalter 8, Wendeler 7, Zeymer, Lennart.

Zuschauer: 490 

2. Bundesliga ProB

Bike-Cafe Messingschlager Baunach – Dragons Rhöndorf   105:110 n.V.

 

Fast hätte es gegen die Bayern mit einem Sieg geklappt

Knapp gescheitert sind die Breitengüßbacher Regionalliga-Basketballer an ihrem Vorhaben, dem FC Bayern München 2 die erste Saisonniederlage bei zu bringen. Eine Schwächephase im dritten Viertel kostete dem TSV Tröster letztlich die Siegchance, die man am Ende zwar fast noch gehabt hätte, der Spitzenreiter rettete seinen Vorsprung aber über die Zeit.

2:8 leuchtete es nach drei Minuten von der Anzeigetafel der Hans-Jung-Halle, bis dato hatte Ausnahmetalent Paul Zipser, der ja eigentlich dem Profikader der Bayern angehört, alle Punkte für den FCB erzielt. Doch nach und nach legten die Gastgeber den Respekt vor den Bayern ab, hielten vor allem dank eines blendend aufgelegten Lucas Wagner unter den Körben voll dagegen und konnten die Begegnung so bis Mitte des zweiten Viertels völlig ausgeglichen gestalten, dabei gelegentlich sogar in Führung gehen. Erst gegen Ende des zweiten Viertels nutzten die Bayern erste kleinere Unkonzentriertheiten der Petrick-Schützlinge aus und erspielten sich eine 43:50-Pausenführung.

Nach der Halbzeit wollte den Oberfranken offensiv zunächst gar nichts gelingen. Es dauerte vier Minuten, ehe Philip Daubner den ersten Punkterfolg für die Heimmannschaft in der zweiten Halbzeit erzielte. Nach zwei Dreiern des Bayern-Aufbauspielers Schmitt lagen die Gäste zwischenzeitlich mit 17 Zählern in Front und das erwartete Ergebnis schien sich abzuzeichnen. Doch plötzlich ging ein Ruck durch die Tröster-Mannschaft, die nun wieder anfing, sich auf ihre kämpferischen Fähigkeiten zu besinnen. Unter den Körben wurde nun wieder härter zugepackt und so zwang man die Bayern immer wieder zu Ballverlusten und schlechten Würfen. Punkt für Punkt holten die Gastgeber auf und hatten sich drei Minuten vor dem Ende wieder auf 3 Punkte herangekämpft, um dann wieder einen einfachen Korbleger von Marin und einen Dreier von Zipser zu zulassen. Noch war die Begegnung aber nicht entschieden zugunsten der Bayern. Robert Zinn (6 Assists, 4 Steals) zog zweimal hintereinander beherzt zum Korb und als Wagner mit einem Dreier auf zwei Zähler verkürzte keimte nochmals Hoffnung in der gut besetzten Hans-Jung-Halle auf.

Doch die Zeit lief den Oberfranken davon. In Abwesenheit des nur auf der Bank sitzenden Andi Obst fehlte den Güßbachern am Ende die Treffsicherheit aus der Distanz: während die Bayern 11 Dreier im Korb des TSV Tröster versenkten, konnten die Gastgeber in der Schlussphase zwei gut herausgespielte Distanzwürfe durch Chris Dippold und Ivan Derman nicht verwandeln. Letztlich kam der Tabellenführer bei einer stark spielenden Breitengüßbacher Mannschaft mit einem blauen Auge davon; den Güßbachern bleibt als Trost, dass man dem Spitzenteam aus der Landeshauptstadt alles abverlangt hat.

Regionalliga Südost Herren

TSV Tröster Breitengüßbach – FC Bayern München 2 : 84:86

TSV Tröster Breitengüßbach: Wagner (26), Derman (17), Zinn (13), Dippold (13), Daubner (7), Völkl(5), Taras (2), Keppeler (1), Wimmer, Kohn, Kunz.

FC Bayern München 2: Zipser (23), Schmitt (16), Marin (12), Valerien (11), Ediging (7), Korndoerfer (5), Freudenberg (4), Lachmann (3), Markovic (3), Sperber (2), Kovacevic.

Zuschauer: 150

SR: Meier / Loy

 

Wieder kein Sieg für die Rattelsdorfer

Am gestrigen Sonntagabend erlebten die rund 100 Zuschauer in der Abtenberghalle eine wahre Berg und Talfahrt der Gefühle, in der am Ende die heimischen Independents eine bittere 100-zu-91-Niederlage nach zweifacher Verlängerung gegen die zweite Mannschaft des BV Chemnitz hinnehmen mussten.

Beide Mannschaften starteten äußerst nervös in das Spiel, in dem die einheimischen Independents ihren amerikanischen Neuzugang Ike Udanoh immer wieder in Szene setzen konnten. So ging es mit einer knappen 17:15-Führung in das zweite Viertel.

Man merkte den Independents deutlich ihre Nervosität an, viele Fehler im Spielaufbau und fehlende Abstimmung in der Verteidigung, besonders am überragenden Andreas Endig, führten zu einem Bruch im Spiel der Rattelsdorfer und zu einem 33:42-Rückstand nach 20 Minuten. Im dritten Spielabschnitt konnten die Rattelsdorfer nicht entscheidend den Vorsprung der Gäste verkürzen (51 zu 60). In dieser Phase zeigte Chemnitz immer die richtige Antwort auf Alle Versuche der Gastgeber das Spiel wieder ausgeglichen zu gestalten. In den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit schafften es Jungs des Trainergespanns Wolfschmitt/Kraus, mit viel Herz und Kampf den Rückstand zu reduzieren und sogar zu drehen. Dieser Vorsprung wurde aber postwendend gleich wieder von Andreas Endig zum 78 zu 78 ausgeglichen, so das es fünf Extraminuten für die Zuschauer zu sehen gab.

In diesen erwischten die heimischen Itzgrunder den besseren Start, den die Gäste aber immer wieder durch Endig ausglichen. 20 Sekunden vor Ende der Extraminuten lagen die Gastgeber durch einen Dreier von Alexey Bondar mit drei Punkten in Front. Ein schnelles Foul sollte den Angriff der Sachsen stoppen, aber irgendwie gelang kein richtiger Zugriff, so dass der vollkommen frei stehende Endig für weitere fünf Extraminuten einnetzte. In diesen verloren die Independents nicht nur Thiem und Udanoh mit Foulobergrenze, sondern auch vollkommen den Faden im Angriff, so dass am Ende eine 91 zu 100 Niederlage auf dem Scoreboard stand.

„Die Jungs haben nicht genau das umgesetzt, was der Trainer gefordert hat, aber trotz dauerhaften Rückstand in diesem Spiel Herz gezeigt und am Ende der normalen Spielzeit fast noch das Spiel für unsere Farben entschieden. Selbst in der Verlängerung hätten wir als Sieger vom Feld gehen können. Am Ende reicht die  Kraft nicht mehr aus und es fehlte die nötige Erfahrung, um ein solches Spiel positiv zu entscheiden. Jetzt müssen wir versuchen, Ike mehr zu integrieren und uns intensiv auf das Spiel nächstes Wochenende vorbereiten“, so Coach Wolfschmitt enttäuscht nach dem Spiel.

Punkteverteilung Rattelsdorf:
Bondar, A. 32/6; Udanoh, I. 23; Slabu, S. 20/5; Reinfelder, S. 8/1; Thiem, M. 8/1; Wudi, Y.; Keck, J.;  Rennert, N.; Schreiner, A.; Seemüller, A.; Stretz, T; Tomaszek, M.

Joachim Hirmke, Astrid Madinger, Andy Sippach


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