Verlängerung für die Baunacher Basketballer? Da war doch was…

Veröffentlicht am 10. Februar 2014 von Redaktion

So langsam scheinen die Basketballer von Bike-Cafe Messingschlager aus Baunach zu den Verlängerungskönigen der ProB zu werden. Bereits in der vergangenen Woche stand Extra-Spielzeit auf der Uhr, an diesem Wochenende aber mit besserem Ausgang für die Baunacher. Niederlagen gab es dagegen für Breitengüßbach und Rattelsdorf zu verzeichnen.

Überraschender Baunacher Sieg vor Rekordkulisse

In einer erneuten dramatischen Basketballschlacht konnten die Jungs des Trainergespanns Ivan Pavic und Thomas Lorber vor einer begeisterten Kulisse die Punkte beim heimstarken Tabellenvierten entführen. Wiederum waren Verlängerungen nötig, um die Dragons aus Rhöndorf in einer hart umkämpften und hochklassigen Begegnung mit 87:85 in die Knie zu zwingen. Mit diesem unerwarteten Sieg verlassen die Baunacher die Abstiegsränge und sind jetzt wieder auf Tuchfühlung mit den Play-Off-Plätzen, die man nun aus eigener Kraft noch erreichen kann.

Ohne Daniel Schmidt gelang der Truppe von Bike-Cafe Messingschlager Baunach ein recht ordentlicher Start in die Begegnung. Gut eingestellt von ihren Coaches war es vor allem Alex Engel, der den Weg zum Korb suchte und so seine Farben mit 8:5 in Führung brachte. Bis zum Ende des 1. Viertels konnte man diesen knappen Vorsprung noch behaupten. In den zweiten zehn Minuten folgte dann ein kollektiver Blackout der jungen Baunacher Truppe. Ohne den nötigen Einsatzwillen in der Verteidigung und die erforderliche Abgeklärtheit im Angriff musste man 14 unbeantwortete Punkte der Rhöndorfer hinnehmen und sah sich so mit einem bedrohlichen 37:22-Rückstand konfrontiert. Der starke Dimitry McDuffie übernahm nun aber Verantwortung und so konnte der Rückstand bis zur Halbzeitpause etwas verkürzt werden. Dennoch musste man mit einem deutlichen 41:28 für die Dragons in die Halbzeitpause gehen.

Vor fast 1.400 Zuschauern (neuer Saisonrekord in der ProB) wollten die Spieler von Coach Boris Kaminski natürlich schnell für eine Vorentscheidung sorgen. Als es in der 23. Minute immer noch 45:31 für die Dragons stand, waren die Chancen für einen Baunacher Sieg relativ gering. Wer aber geglaubt hatte, dass die Baunacher Jungs nach der letzten unglücklichen Heimniederlage nun zusammenbrechen würden, sah sich getäuscht, denn mit enormer Entschlossenheit und Kampfgeist schaffte man es, den Rückstand unter die magische 10-Punkte-Marke zu drücken. Punkt um Punkt konnte man verkürzen und der effektiv aufspielende Antonio Stabler (15 Rebounds, 3 Assists, 3 Steals, 1 Block, 0 Turnover!) war es, der mit den 44:48 in der 29. Minute die Baunacher wieder in Schlagdistanz brachte. Dass die Rhöndorfer aber zu den Spitzenteams in der Liga gehören, zeigte sich alleine daran, dass sie in dieser Phase kühlen Kopf bewahrten und wieder mit einem beruhigenden 53:44 in die vermeintlich letzten 10 Minuten gehen konnten. Bis zur 37. Minute rannten die Grün-Weißen diesem Rückstand hinterher, ohne ihn entscheidend zu verkürzen. Selbst 1:46 Minuten vor dem Ende schien Rhöndorf nach zwei eiskalt verwandelten Freiwürfen von Tim Schönborn beim Stande von 68:61 wie der sichere Sieger auszusehen. Dann aber war es der überragende Marcos Knight, der immer wieder die Lücken in der Verteidigung fand und clever abschließen konnte. 32 Sekunden vor dem Ende gingen die Gäste zum ersten Mal nach langer Zeit mit 69:68 in Führung. Im Gegenzug wurde Centerhüne Cory Remekun gefoult. Er konnte aber nur einen Freiwurf verwandeln, so dass die Baunacher den letzten Ballbesitz hatten. Die Gastgeber entschieden sich zu foulen und schickten Marcos Knight an die Linie. Er konnte nur einen zur 70:69 Führung der Gäste verwandeln. Der letzte Wurf der Dragons verfehlte zwar sein Ziel, doch Remekun schnappte sich den Offensivrebound, konnte aber nach einem Foul drei Sekunden vor dem Ende auch nur einen Freiwurf verwandeln, so dass es, für die Baunacher nicht ungewöhnlich, in die Verlängerung ging.

Hier gelang es keiner Mannschaft, sich mit mehr als 2 Punkten absetzen. 2:10 vor dem Ende brachte Jörg Dippold Baunach mit 76:74 in Führung, doch nach dem Ausgleich durch Schönborn ging für beiden Teams nicht  mehr viel im Angriff, so dass eine weitere Verlängerung nötig war. Auch hier blieb es ständig knapp. Als Andi Obst einen Dreier zum 83:80 für Baunach verwandelte, wurde dieser im Gegenzug umgehend von den Rhöndorfern ebenfalls mit einem Dreier beantwortet. 17 Sekunden vor dem Ende stellte der Lette Edmunds Tukiss, der sein letztes Spiel für die Gastgeber bestritt, mit einem Halbdistanzwurf den wiederholten Ausgleich her, aber Baunach hatte erneut den letzten Ballbesitz. Wiederum entschied sich Coach Kaminski zu foulen. Seine Taktik ging aber diesmal nicht auf: Markos Knight verwandelte sicher und 11 Sekunden vor dem Ende war man mit 87:85 in Führung. Im letzten Angriff konnten die Gastgeber keinen freien Wurf mehr herausspielen, so dass der knappe, aber letztendlich auch verdiente und viel umjubelte Erfolg für die Baunacher feststand.

Coach Ivan Pavic meinte dazu in Pressekonferenz: „Wir haben in der zweiten Halbzeit kämpferisch voll dagegen gehalten und sind diesmal in der Extra-Spielzeit ruhig geblieben. Einige unserer Spieler sind zum Schluss auf dem Zahnfleisch gegangen. Unsere erfahrenen Jungs haben das Team aber getragen.“ Diesen Schwung müssen die Baunacher unbedingt am nächsten Samstag mit nach Langen nehmen, wenn sie dort auf einen direkten Abstiegskonkurrenten treffen.

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Knight 25, Stabler 16, McDuffie 12, Walde 10, Dippold 8, Obst 6, Engel 6, Thiemann 4, Kratzer, Dizdarevic, Wolf.

Dragons Rhöndorf: Schönborn 20, Remekun 18, Tukiss 11, Larsen 9, Wendeler 7, Frankl-Maus 7, Zeymer 5, Winterhalter 4, Thülig 4.

Schiedsrichter: Harth/Schneider

Zuschauer: 1375

2. Bundesliga ProB

Rhöndorf Dragons – Bike-Cafe Messingschlager Baunach   85:87 n.V.

 

Knappe Niederlage im Oberfrankenderby

Mit einer ärgerlichen Niederlage sind die Breitengüßbacher Regionalliga Basketballer vom Oberfranken- Derby in Bayreuth zurückgekehrt. Anders als  im Hinspiel hatten die Wagnerstädter diesmal das bessere  Ende für sich und siegten hauchdünn mit 66:65.

Tröster-Routinier Ivan Derman erhielt dabei an diesem Abend zu wenig Unterstützung von seinen Mitspielen. Während die Gastgeber vier Akteure mit zweistelliger Punkteausbeute aufzuweisen hatten, gelang dies bei den Petrick- Schützlingen neben dem Kroaten nur Center Lucas Wagner. Der Rest der Tröster-Jungs hatte offensiv keinen guten Tag erwischt. Insgesamt sahen die wenigen Zuschauer vor allem in der ersten Hälfte eine niveauarme Begegnung. 26:25 führten die Gastgeber nach zwanzig Minuten, die Verteidigungsleistung beider Teams prägten das Bild.

Zumindest steigerten sich die Güßbacher, angeführt von Mark Völkl und Robert Zinn (5 bzw.4 Assists), nach der Pause in ihren Angriffsbemühungen, bekamen aber umgekehrt die Bayreuther nicht mehr so gut in den Griff und zogen in einer umkämpften Schlussphase letztlich unglücklich den Kürzeren. Damit wurde nichts aus dem angepeilten Zwischenspurt, der die Güßbacher in der Tabelle weiter nach oben befördern sollte.

TSV Tröster Breitengüßbach: Derman (28), Wagner (12), Zinn (9), Taras (8), Dippold (5), Jefferson (2), Völkl (1), Wimmer , Kunz, Kohn, Leonhardt, Sperke.

Cybex Bayreuth: Brauner (17), Seither (14), Riesner (14), Chambers (10), Eichelsdörfer (4), Jungbauer (3), Genz (2), Durant (2), Keller, Mann, Pigliafreddo.

Regionalliga Südost

Cybex Bayreuth II – TSV Tröster Breitengüßbach : 66:65

 

Independents gegen treffsichere Tropics deutlich unterlegen

Am späten Samstagabend erlitten die Jungs von Andy Sippach eine derbe Niederlage in ihrem Bestreben, den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Am Ende leuchtete eine deutliche 104:79 für die Gastgeber an der Anzeigentafel in Würzburg.

Im ersten Spielabschnitt lieferten sich beide Team ein Kopf an Kopf Rennen um die Führung im Spiel. Durch gute Verteidigung und Arbeit am Brett konnten die Rattelsdorfer die Bemühungen der Würzburger immer wieder stoppen. So ging es mit einem 34-zu-38-Rückstand in die Halbzeit. Gleich zu Beginn des dritten Abschnittes erwischten die Rattelsdorfer nicht den erhofften Start. Gelang es doch nun den Gastgebern immer wieder ihre physische Überlegenheit am Brett auszunutzen. Im Gegenzug trafen die Rattelsdorfer schlechte Entscheidungen, die wenig von Erfolg gekrönt waren. Mit der Spieldauer merkte man den Jungs von Andy Sippach die Müdigkeit an, die jungen Spieler, die am Morgen noch die U20 Meisterschaft in Oberfranken mit einem Sieg gegen die Regnitztal Baskets gewonnen haben, wirkten nicht fit. In der Verteidigung gelang es den Gästen nicht mehr, die entscheidenden Stopps zu setzen. Durch den langsam immer größer werden Vorsprung der Gastgeber ergaben sich die Jungs merklich ihren Schicksal. Durch Einzelaktionen im Angriff, fehlender Einstellung bei Ballverlusten und bei der Verteidigung von Schnellangriffen gelang den Gastgebern ein am Ende ungefährdeter, vielleicht auch etwas hoher, Sieg.

„Das war nicht unser Spiel, viele Komponenten wurden nicht umgesetzt oder waren erst gar nicht vorhanden. Die Jungs haben sich nicht als Einheit präsentiert und wir sind am Ende wieder als Konstrukt zerbrochen, weil wir teilweise die eigene Persönlichkeit über Alles stellen. Das war heute ein Schritt zurück im Bestreben nach vorne“, so Andy Sippach frustriert nach dem Spiel.

Punkeverteilung Rattelsdorf: Boucher, J. (35/6); Bondar, A. (14/2); Slabu, S. (11); Thiem, M. (8/2); Reinfelder, S. (6); Rennert, N. (4); Wudi, Y. (1); Seemüller, A.;  Stretz, T.; Tomaszek, M.; Endres, C.

Joachim Hirmke, Astrid Madinger, Andy Sippach

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