Letztes Heimspiel der Saison: Breitengüßbach drehte richtig auf

Veröffentlicht am 3. April 2017 von Redaktion

Den Klassenerhalt hatten sich die Baunach Young Pikes schon vergangene Woche gesichert. Daher ging es im letzten Saisonspiel nicht mehr um viel, die Niederlage enttäuschte nicht. Die Breitengüßbacher Basketballer hingegen gewannen das letzte Heimspiel der Saison, können in der Tabelle aber auch nichts mehr reißen.

Baunacher trotz Niederlage positiv gestimmt

Am letzten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProA kassierten die stark ersatzgeschwächten Baunach Young Pikes vor 813 Zuschauern gegen die Gladiators aus Trier eine klare 69:93-Niederlage. Dennoch überwog die Freude nach diesem bedeutungslosen Spiel, schließlich beendete das mit Abstand jüngste Team der Liga die Saison auf dem 13. Tabellenplatz und konnte mit den vorher prognostizierten zehn Siegen das Saisonziel Klassenerhalt erreichen.

Ohne Leon Kratzer und Ali Nikolic (Einsatz bei Brose Bamberg) sowie den erkrankten Nico Wolf und den verletzten Louis Olinde (umgeknickt) standen die Young Pikes vor einer enorm schweren Aufgabe. Da die Gäste noch um eine möglichst gute Platzierung vor den Playoffs kämpften, gingen die Schützlinge des Ex-Bayreuther Trainers Marco van den Berg die Begegnung dementsprechend konzentriert an. Mit einem 8:0-Start unterstrichen die Galdiatoren von Anfang an ihre Ambitionen und ließen den Baunachern nur wenig Luft zum Atmen. So war Baunachs Coach Fabian Villmeter nach nur vier Minuten beim Stand von 7:17 gezwungen, gleich eine Auszeit zu nehmen, um sein Team wieder in die Spur zu bringen. Doch auch diese Spielunterbrechung nützte nur wenig, denn Spearman baute mit acht Punkten im ersten Viertel den Vorsprung auf 29:14 nach zehn Minuten aus.

Besser sah es dann im zweiten Abschnitt aus, denn der erneut treffsichere Malik Müller, der bis zur Pause schon 18 Punkte (drei von drei Dreiern) erzielt hatte und der stark verbesserte Jona Hoffmann brachten ihr Team Stück für Stück an den Ex-Bundesligisten heran und schafften es mit einem 10:0-Lauf den Rückstand auf 38:28 zu verkürzen. Zur Pause war beim Stand von 35:48 also noch alles drin.

Nach dem Seitenwechsel konnten die jungen Hechte bis zur 25. Minute (46:61) noch einigermaßen mithalten, dann aber zogen die Gäste wieder das Tempo an und brachten vor allem durch Joos und Schmitz ihr Team nach dem dritten Viertel mit 73:50 nach vorne.

Trotzdem gaben die Gastgeber in keiner Phase auf und kämpften unbeeindruckt weiter. Da man aber zu viele klare Chancen vergab, wobei man dem ein oder anderen Youngster die Unerfahrenheit und Nervosität beim ersten längeren Einsatz in der ProA anmerkte, gelang es nicht mehr näher heranzukommen, zumal die Trierer im Stile einer Spitzenmannschaft mit abgezockten Spielern jeden kleinen Fehler knallhart bestraften. So musste man letztendlich eine deutliche Niederlage quitieren, dennoch war Villmeter nach dem Spiel bei seiner Abschiedsrede, für die er viel Applaus und Jubel von den Zuschauern erhielt, positiv gestimmt: „Klar hätten wir uns lieber mit einem besseren Ergebnis von unseren treuen Fans und unseren zahlreichen ehrenamtlichen Helfern veranschiedet, dennoch bin stolz auf meine Jungs und das gesamte Projekt, dass wir unsere Ziele erreichen konnten. Wir werden auch nächste Saison wieder eine interessante und junge Mannschaft auf die Beine stellen, für der Klassenerhalt sicher nicht leichter wird als in der abgelaufenen Saison, aber wir werden alles geben, um unseren Auftrag zu erfüllen.“

2.Basketball-Bundesliga ProA

Baunach Young Pikes – Römerstrom Gladiators Trier    69:93

Baunach Young Pikes: Müller (28 Punkte/3 Dreier), Hoffmann (13/1), Keppeler (12), Taras (6), Kulboka (6), Drell (4), Edwardsson, Fichtner, Nicklaus.

Römerstrom Gladiators Trier: Joos (24), Spearman (16/2), Schmitz (13/3), Coro Quitral (9/3), Bucknor (8/2), Grün (6), Dietz (6), Eggleston (5), van Zegeren (4), Hennen (2), Herrera Kratzborn, Smit.

Zuschauer: 813

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Im letzten Heimspiel der Saison den Zweiten geschlagen

Der TSV Tröster Breitengüßbach bezwingt am vorletzten Spieltag der Regionalligasaison vor 200 Zuschauern in der heimischen Hans-Jung-Halle die Baskets Vilsbiburg mit 92:67.

Sie wollten das letzte Heimspiel unbedingt gewinnen, das merkte man den Jungs von Headcoach Johannes Laub schon beim Aufwärmen an. So fokussiert startete der TSV Tröster Breitengüßbach auch in die Partie. Nachdem man mit der Zonenverteidigung der Gäste in den ersten drei Angriffen überhaupt nicht klarkam und dementsprechend folgerichtig in Rückstand lag, erlösten Jörg Dippold und Land die gelbschwarzen und sorgten für die erste Führung, 5:4. Nun entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel bis der TSV binnen 60 Sekunden einen 7:0-Lauf hinlegte und mit 17:11 in Führung ging. Engel, Lorber Heide und Land waren in der Folgezeit für Punkte am Brett und aus der Halbdistanz zuständig, wodurch der Vorsprung der Hausherren bis zum Viertelende sogar auf 29:17 anstieg.

Im zweiten Spielabschnitt war von der Offensivpower aus dem ersten vorerst nicht mehr viel übrig und so dauerte es über zwei Minuten bis die ersten Punkte fielen. Güßbachs Abwehr stand sehr gut und in der Offensive fand man immer wieder Heide und Land am Brett, was eine 35:17-Führung bedeutete. Doch Vilsbiburg wollte sich nicht so einfach geschlagen geben und kämpfte sich, angeführt von Guddemi und Boyer, wieder zurück in die Partie. Unter die magische Zehn-Punkte-Marke ließ man den Vorsprung in der ersten Halbzeit allerdings nicht kommen. Land und Lorber sorgten mit ihren nächsten Punkten für den 42:30-Halbzeitstand. Center Erik Land hatte zur Halbzeit schon 17 Punkte und war von der Vilsbiburger Verteidigung nicht zu kontrollieren.

Das dritte Viertel begann mit einer Dreiershow von beiden Mannschaften. Während Sven Lorber für Güßbach zwei Mal aus der rechten Ecke den Dreier versenken konnte, waren es Mayr und Novy auf Seiten der Vilsbiburger. Nachdem Timmons, Boyer und Mayr auch noch drei sehr einfache Korbleger von der Verteidigung des TSV Tröster geschenkt bekamen, waren die Niederbayern wieder bis auf 48:42 herangekommen. Somit war Headcoach Laub zu einer Auszeit gezwungen und musste sein Team vor allem in der Defense neu einstellen. Nach dieser kam man wieder deutlich besser aufs Feld und konnte durch Heide, Lorber und Jörg Dippold den Vorsprung wieder in den zweistelligen Bereich schrauben. Vilsbiburg sollte bis zum Ende der Begegnung nicht mehr näher herankommen. Im weiteren Verlauf der dritten zehn Minuten konnte die Tröster-Truppe den Vorsprung immer weiter ausbauen. Durch engagierte Verteidigung erspielten sie sich oftmals leichte Fastbreakpunkte, die Lorber und Timo Dippold verwerten konnten. Ein starkes Spiel machte vor allem Güßbach Big Man Lucas Wagner. Zwar erzielte er keinen einzigen Punkt, doch in der Defense zeigte er eine überragende Leistung. Neben 11 Rebounds und 5 Blocks stealte er dem Gegner auch einmal den Ball und verteilte in der Offensive fünf Assists. Nach dem dritten Viertel führten die Oberfranken mit 66:51.

Im Schlussabschnitt wechselte Headcoach Laub auch seinen jungen Großen Jonas Klaus ein. Timo Dippold und Sven Lorber punkteten nach Belieben und so wurde der Vorsprung immer größer. In der 35. Spielminute betrug der Rückstand der Gäste erstmals 20 Punkte, 80:60. Der TSV Tröster Breitengüßbach spielte das Spiel seriös zu Ende und gewann am Ende völlig verdient mit 92:67. Somit bezwang man in der heimischen Hans-Jung-Halle in dieser Saison mit Bad Aibling, Vilsbiburg und Treuchtlingen drei der ersten vier der Tabelle. Nur der BBC Coburg (1.) und der Sportbund Rosenheim konnten das Spiel in der Hans-Jung-Halle gewinnen. Die 11 Heimsiege aus den 13 Heimspielen waren der Schlüssel dafür, dass die Breitengüßbacher diese Spielzeit auf dem guten fünften Platz beenden werden. Dieser ist ihnen durch den Sieg gegen Vilsbiburg nicht mehr zu nehmen. Da auch der vierte Platz nicht mehr in Reichweite ist, geht es im letzten Spiel um nicht mehr viel. Dann ist der TSV in Ansbach zu Gast.

Breitengüßbach: Lorber (23/3 Dreier), Land (22/1), J. Dippold (16/2), T. Dippold (11), Heide (11), Engel (9/1), D. Dippold, Klaus, Wagner

Jochen Hirmke, Florian Dörr

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