Baunach besiegt Erstliga-Absteiger

Veröffentlicht am 9. Februar 2015 von Redaktion

Mit einem deutlichen Sieg gegen den Bundesliga-Absteiger Rasta Vechta melden die Basketballer von Bike Cafe Messingschlager langsam aber sicher Ambitionen auf einen Play-off-Platz an – vier Punkte trennen den Aufsteiger vom achten Platz. Auch der TSV Tröster Breitengüßbach gewann am Wochenende deutlich, die Independents aus Rattelsdorf verloren – trotz vieler erzielter Punkte.

Überraschend klarer Sieg! Die Baunacher bezwingen den Erstliga-Absteiger Rasta Vechta mit 66:48

Der ProA-Aufsteiger hat dem Bundesliga-Absteiger die Grenzen aufgezeigt. Überraschend klar mit 66:48 (29:19) gewann Bike-Cafe Messingschlager Baunach am Samstagabend vor 1.020 Zuschauern sein Heimspiel gegen Rasta Vechta. Mit dem neunten Saisonsieg haben die „jungen Wilden“ die nun punktgleichen Niedersachsen aufgrund des besseren direkten Vergleichs in der Tabelle überholt und sind auf Rang 9 geklettert. Unmittelbar nach der Schluss-Sirene verkündete Johannes Thiemann das neue Saisonziel: „Wir wollen jetzt in die Play-offs!“ Nur vier Punkte trennen den Aufsteiger vom achten Platz.

19 Baunacher KorbvorlagenWährend für die Baunacher das Erreichen der K.o.-Runde eine schöne Zugabe für eine schon jetzt erfolgreiche Saison wäre, käme für Rasta Vechta das Verpassen der Play-offs einer Katastrophe gleich. In der Bamberger Stauffenberg-Halle zeigte sich, warum der Ex-Erstligist derzeit den eigenen Ansprüchen meilenweit hinterherhinkt. Auf Seiten der Gäste stand eine Ansammlung von sieben US-Amerikanern und fünf Deutschen, auf Seiten der Baunacher eine Mannschaft, die auch als solche auftrat (19 Assists).

„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Sie hat 40 Minuten lang gebissen und die Aufgabe bis auf eine kleine Phase im zweiten Viertel toll gemeistert, obwohl wir derzeit nur mit einer kleinen Rotation spielen können“, lobte Trainer Ivan Pavic seine Schützlinge. Nur zu neunt waren die Gastgeber angetreten. Andi Obst (im Kader der Brose Baskets), Dino Dizdarevic (erkrankt), Daniel Keppeler und Tibor Taras (beide mit dem TSV Breitengüßbach in der Regionalliga im Einsatz) fehlten.

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Teilweise war der Ball hart umkämpft. Die schlechte Trefferquote brachte für Vechta am Ende die Niederlage, …

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… da half es auch nicht, dass ein Spieler aus Vechta „Franke“ hieß.

Zu Beginn der Partie stellte Vechta die Baunacher mit einer Zonenverteidigung zunächst vor Probleme, doch als die Hausherren das Tempo anzogen und immer wieder mit Fastbreaks erfolgreich waren, zogen sie schnell davon. Hinzu kam, dass die Gäste ihre Angriffe kaum einmal erfolgreich abschlossen. Nach 15 Minuten stand es 25:6 für die Baunacher. Am Ende der Partie lag die Trefferquote der schwachen Rastaner bei indiskutablen 26 Prozent (18 Treffer bei 70 Versuchen). „Wir haben ein Kopfproblem. Meine Spieler wollen zurzeit einfach zu viel“, meinte Vechta-Coach Pat Elzie, der das verunsicherte Team erst vor zwei Wochen übernommen hat.

Zwar kamen die Gäste bis zur 24. Minute noch einmal auf vier Punkte heran (32:28), doch mit einem 13:2-Lauf setzten sich die Baunacher dann entscheidend ab. Marcos Knight (21 Punkte/11 Rebounds) punktete immer wieder nach Schnellangriffen, auch Anthony Lee (19) traf stets dann, wenn es darauf ankam. Unter den Körben zeigten Leon Kratzer (11 Rebounds) und der früh foulbelastete Johannes Thiemann eine gute Leistung. Neuzugang Samuel Muldrow, der Fitnessprobleme offenbarte, war bei seinem Heimdebüt noch kein Faktor im Baunacher Spiel. „Er hilft uns dennoch schon weiter. Wir haben ihn ja nicht als Leistungsträger geholt, sondern dafür, dass Leon Kratzer und Johannes Thiemann genügend Verschnaufpausen bekommen“, meinte Pavic, der von seiner jungen Centergarde angetan ist: „Sie machen gerade in ihrer Entwicklung den nächsten Schritt in die richtige Richtung. Das freut mich persönlich am meisten.“

Bike-Cafe Messingschlager Baunach: Knight (21 Punkte/1 Dreier), Lee (19/1), Kratzer (8), Thiemann (5), Hamann (5/1), Muldrow (4), Walde (2), Engel (2), Dippold /

SC Rasta Vechta: Griffin (12/2), Smit (7/1), Lawson (7), Wright (6), Franke (5/1), Obiango (4), Carraway (4), Williams (2), Bailey (1), Friedel, Tinnon, Jarchow /

Zuschauer: 1020

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Die Serie hielt. Immer, wenn wir von Nachrichten am Ort in dieser Saison bei den Spielen zum Fotografieren mit dabei sind, gewinnen die Baunacher. Fotos vom Spiel finden Sie in unserer großen Bildergalerie (zum Öffnen einfach ein beliebiges Foto anklicken, zum Beenden der Anzeige das X in der linken Ecke oben wählen).

 

Lockerer Sieg gegen Dachau

Vor 150 Zuschauern gewinnen die Breitengüßbacher Basketballer deutlich gegen den Tabellenletzten. Bereits am Mittwoch um 19:30 Uhr steht das Derby in Bayreuth an.

Mit einem souveränen 102:56-Sieg melden sich die Jungs von Coach Kevin Kositz eindrucksvoll zurück. Die Gäste kamen erst 20 Minuten vor Spielbeginn in der Hans-Jung-Halle an, trotzdem startete das Spiel pünktlich. Doch man merkte sofort, dass die Dachauer noch mit den Köpfen auf der Autobahn waren. Immer wieder gab es offene Dreier für die Oberfranken, die eiskalt von Djerman und Dinkel und Keppeler getroffen wurden. Unglaubliche 32 Punkte konnten die Oberfranken im Korb der Dachauer im ersten Viertel unterbringen. Zahlreiche Fehler der Dachauer bescherten den Güßbachern leichte Punkte durch Kunz, Dippold und Wagner und sorgten dafür, dass sie selbst nur 12 Punkte im ersten Spielabschnitt machen konnten, 32:12 (10.Min).

Die Oberfranken drückten auch im zweiten Viertel weiter aufs Tempo. Immer wieder gab es freie Würfe, die von Heberlein, Dinkel, Djerman und Taras verwandelt wurden. Somit konnten die gelbschwarzen ihre Führung bis zur Halbzeit auf 63:28 ausbauen. Der Sieger der Partie stand schon längst fest, es ging im zweiten Durchgang nur noch um die Höhe des Sieges und ob man die 100 Punkte erreicht. In der zweiten Halbzeit schlichen sich auch bei den TSV’lern ein paar Flüchtigkeitsfehler ein, sodass man nicht mehr ganz so viele Punkte, wie noch in den ersten 20 Minuten, erzielen konnte. Dennoch gab es einige spektakuläre Aktionen, vor allem in der Defense. Dort konnten einige Würfe der Spurs spektakulär geblockt werden. Mit einem 86:39 ging es in den Schlussabschnitt, wo auch die Spieler viel Spielzeit sammeln konnten, die normal nicht so viel spielen. Kurz vor dem Ende machte dann Cedric Kral die 100 voll und sorgte auch für den 102:56 Endstand.

Mit dem Sieg im Rücken geht es bereits am Mittwoch weiter mit dem Oberfrankenderby in Bayreuth beim BBC2. Jump ist um 19:30 Uhr in der Oberfrankenhalle. Die Bayreuther verloren am vergangenen Wochenende ihr Heimspiel gegen die Baskets Vilsbiburg mit 74:83. Bis Mitte des letzten Viertels lagen die Wagner-Städter noch in Front, ehe die Vilsbiburger den Spieß umdrehen und das Spiel gewinnen konnten. Beste Akteure des BBC waren der Ex-Güßbacher Kevin Eichelsdörfer und Dilhan Durant, der auch im Bundesligakader von medi Bayreuth steht, mit 15 bzw. 14 Punkten. Auf diese beiden sollte die Tröster-Truppe in der Defense auf jeden Fall ein Auge werfen und sie versuchen aus dem Spiel zu nehmen. Aber auch David Mann sollten die Güßbacher auf der Rechnung haben. Gelingt es dem TSV, in der Defense gut zu stehen und die drei genannten einigermaßen in den Griff zu bekommen und in der Offensive weiter so erfolgreich zu spielen, dann ist am Mittwoch der nächste Sieg drin, ehe man am kommenden Wochenende spielfrei hat und sich ein wenig erholen kann. Definitiv nicht mit dabei sind Moritz Sanders und Mark Völkl, die beide verletzt ausfallen werden. Das Hinspiel am ersten Spieltag gewannen die gelbschwarzen in der heimischen Hans-Jung-Halle verdient mit 83:54. Damals war es eine tolle Team-Leistung, denn vier Spieler konnten zweistellig punkten und jeder Spieler kam zum Einsatz.

Breitengüßbach: Djerman (26Punkte/4Dreier), Keppeler (14/2), Dippold (12), Heberlein (11/1), Dinkel (9/3), Wagner (8), Jefferson (7/1), Taras (6), Kunz (5/1), Kral (4)

 

Trotz vieler Auswärtspunkte kein Sieg in Dresden

Ohne Punkte mit einer Niederlage 81:100 endete die Reise nach Sachsen. So viele Auswärtspunkte und trotzdem erfolglos.

In der ersten Halbzeit hielten die Independents recht gut dagegen. Sie unterbanden das Anspiel auf die großen Pro B-Spieler der Dresdener unter dem Korb weitgehend und schafften es auch selbst, mit einem Vorsprung in die Kabine zu gehen. 41:46 versprach einiges für die zweite Hälfte. Es kam aber leider ganz anders, denn die Heimmannschaft forcierte im dritten Viertel das Anspiel auf die langen Center und Rattelsdorf hatte im Gegenzug Pech bei seinen Wurfversuchen. Der 2,06 m große Pro B- Spieler Max von der Wippel erzielte nicht weniger als 34 Punkte, ihn konnte die Rattelsdorfer Mannschaft einfach nicht stoppen.

Hieß in der vergangenen Woche das Erfolgsrezept noch Teambasketball, so schien man das in diesem Spiel besonders in der zweiten Hälfte schon wieder vergessen zu haben. Der Ball wurde zu wenig bewegt und die die jungem Spieler ließen ihre Köpfe mehr und mehr hängen. Die junge Mannschaft braucht in solchen Situationen einen Leader, aber Bouchers 32 Punkte sind dabei doch mehr das Ergebnis eines „Einzelkämpfers“. Basketball gewinnt man aber wohl eher wie immer schon als Team. 30:16 Punkte im vierten Viertel sind deutlich. Für Andy Sippach ist für die kommende Woche Aufbauschwerstarbeit angesagt. Es kann nur besser werden und so viele erzielte Punkte sollten trotzdem Auftrieb geben.

Punktverteilung: Boucher 32/4, Reh 12/2, Reinfelder 10, Kohn 8, Kangne 7, Sabeckes 6, Seemüller 6, Loch, Stretz, Tomaszek

Jochen Hirmke, Florian Dörr, Theresia Wagner. Fotos: Johannes Michel

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