„Wir wollen gar nicht fertig werden…“

Veröffentlicht am 22. Oktober 2012 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz



MIT GROSSER BILDERGALERIE!

Auf bald 90 Jahre Unternehmensgeschichte kann die Firma Messingschlager zurückblicken. Und die Entwicklung des Fahrradteile-Händlers geht immer weiter. Am Samstag, 20. Oktober, wurde in Baunach der neue Concept Store mit Café und der Bike Park eröffnet. Ganz abgeschlossen ist die Baustelle allerdings noch nicht. „Wir sind nicht ganz fertig geworden“, erklärt Benno Messingschlager. „Aber wir wollen auch gar nicht fertig werden.“

Sich immer weiterzuentwickeln, ist für Benno Messingschlager sozusagen ein Firmenmotto. „Dabei möchte er immer das Beste“, erklärte Architekt Stefan Seiler im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten. 1924 wurde die Firma Messingschlager in Bamberg gegründet, der Sitz befand sich bis in die 1930er Jahre in der Pödeldorfer Straße. Nach Stationen in der Brennerstraße, im Vorderen Graben und in Lauter erfolgte 1965 die Verlagerung nach Baunach – in das heutige Rathausgebäude. Seit 1969 residiert das Unternehmen am nördlichen Stadtrand von Baunach, mittlerweile auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern. Messingschlager ist heute einer der führenden Importeure von Fahrradteilen aller Art und beliefert Großhändler und Hersteller in Europa und vielen weiteren Ländern der Welt.

Bisher konnten sich die meisten Privatkunden unter „Messingschlager“ nur wenig vorstellen – und auch viele Baunacher kamen mit dem Unternehmen nicht in Berührung. Das wird sich ab sofort grundlegend ändern. Denn Messingschlager verkauft nun auch Fahrräder und Zubehörteile an Privatkunden und serviert im angeschlossenen Café kalte und warme Getränke, Kuchen und wechselnde Mittagsgerichte. „Ich plane meine Fahrradtouren immer nach den Cafés an der Route – ab sofort gehören wir auch dazu“, sagte Benno Messingschlager zur Eröffnung.


Architekt Stefan Seiler (rechts) und Benno Messingschlager bei der Eröffnung des Concept Store.


Thomas Wollbeck erteilte den kirchlichen Segen.

Verglastes Hochregallager – eine Bereicherung…

Neben dem Concept Store mit angeschlossenem Café eröffnete Benno Messingschlager auch den Bike Park, eine Mountainbike-Strecke direkt hinter den Firmengebäuden. Zur Eröffnung waren auch die zweite Bürgermeisterin Gudrun Stößel und Landrat Dr. Günther Denzler gekommen. Stößel freute sich über die Entscheidung Messingschlagers, den Standort Baunach weiter auszubauen. Dies sei positiv für die Stadt und die gesamte Region, habe dem Stadtrat aber auch einige Kraft gekostet und Kompromisse abverlangt. Thomas Wollbeck, ehemaliger Kaplan in Baunach und passionierter Radfahrer, übernahm die kirchliche Segnung. Architekt Stefan Seiler erläuterte die verschiedenen Baumaßnahmen und auch seine Ideen für das Hochregallager, das sich möglichst positiv in die Stadt und Landschaft einfügen sollte. Daher habe er eine verglaste Fassade konzipiert – Hochregallager mit Glasfassaden gibt es in Europa gerade einmal fünf. „Je nach Wetterlage spiegelt sich die Landschaft anders in der Fassade“, so Seiler.


Viele Besucher interessierten sich für das neue Angebot in Baunach.

Nach der offiziellen Eröffnung führte Benno Messingschlager die anwesenden Stadträte und weitere Ehrengäste durch das Hochregallager und die Büroräume. „Würde man den Inhalt des Hochregals aneinander reihen, würden wir eine Strecke von 13 Kilometern überbrücken“, sagte Messingschlager. Er erklärte das Warenmanagement und die Vorteile der neuen Lagerhaltung, die es ermöglicht, sowohl kleine als auch große Mengen schnell ausliefern zu können. Am Nachmittag fand auf dem Gelände noch die 1. Baunacher Bike Park Meisterschaft statt.

Johannes Michel

 

Viele Fotos von der Eröffnung und dem Rundgang über das Gelände finden Sie in unserer großen Bildergalerie (zum Öffnen der Galerie einfach auf ein beliebiges Foto klicken, zum Beenden der Anzeige genügt ein Klick auf das geöffnete Bild)…

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.