Keine General-, sondern Teilsanierung

Veröffentlicht am 22. März 2017 von Johannes Michel

Nach und nach soll die Baunacher Schule in den kommenden Jahren saniert werden. Der erste Bereich der Teilsanierung umfasst unter anderem den Abriss des Atriums, die Erneuerung der Sanitärbereiche sowie die Überdachung des Innenhofs. Das kostet die Verwaltungsgemeinschaft ordentlich Geld – neue Kreditaufnahmen sind erst einmal unumgänglich.

4,3 Millionen Euro schwer ist der Haushalt der Verwaltungsgemeinschaft Baunach (Stadt Baunach mit den Gemeinden Gerach, Lauter und Reckendorf) in 2017. Den Haushaltsbeschluss fällte die Gemeinschaftsversammlung am 20. März 2017 einstimmig. Rund 1,8 Millionen Euro davon sind die Investitionen im Vermögenshaushalt, allein für die Sanierung der Schule listet der Investitionsplan bis zum Jahr 2020 Kosten von 3,5 Millionen Euro auf. Weitere Sanierungsschritte sind finanziell noch nicht berücksichtigt. Die VG hatte sich gegen eine General- und für eine Teilsanierung entschieden, um damit auf mögliche Veränderungen der Schülerzahlen aktiv reagieren zu können.

Durch die hohen Investitionen ist die VG zur Aufnahme neuer Schulden gezwungen. Der Schuldenstand wird damit von 283.000 Euro (2016) über 1,78 Millionen Euro (2017) auf rund drei Millionen Euro (2018) wachsen und soll danach wieder sukzessive abgebaut werden. Kämmerer Bernhard Weber wies auf die ungemein günstige Zinslage hin, selbst die kurzfristig möglichen Kassenkredite stünden mittlerweile bei Nullzinsen. Die weiteren großen Ausgabenblöcke der VG sind im so genannten Verwaltungshaushalt die Personalkosten (1,2 Millionen Euro) sowie der Schulbetrieb und die Schülerbeförderungskosten.

Anzeige
FC Baunach

Aufzug wird das Schulgebäude barrierefrei machen

Ekkehard Hojer, Baunacher Bürgermeister und Vorsitzender der Gemeinschaftsversammlung, stellte in einem weiteren Tagesordnungspunkt den ersten Schritt der Teilsanierung der Schule vor. In den Pfingstferien beginnen die Baumaßnahmen demnach mit dem Austausch der maroden Heizungsanlage. Danach soll das Atrium im vorderen Bereich der Schule, das ohnehin kaum genutzt wird, abgerissen werden. Hier entsteht ein Parkplatz. An der Seite, nahe dem Haupteingang, wird ein Aufzug zum barrierefreien Zugang in das Schulgebäude errichtet.

Erneuert werden die Sanitärbereiche, die teilweise noch aus den 1960er Jahren stammen. Im bisherigen kleinen Innenhof der Grundschule sollen nach einer Überdachung eine Grundschulbibliothek sowie Zimmer für die Förderlehrer beheimatet sein. Ein neuer Verkaufsbereich für die Pause ist ebenfalls geplant, genauso wie die Sanierung des Auladachs. „Jeder muss sich schon auf einige Unannehmlichkeiten einstellen“, meinte Hojer. „Die Teilsanierung sorgt aber für die geringstmögliche Störung des Schulbetriebs.“ Dauern soll sie rund zwei Jahre, wichtig seien Absprachen mit den Handwerkern, um zum Beispiel während Klausuren den Lärmpegel gering zu halten.

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.