Sanierung hätte sich nicht mehr gelohnt

Veröffentlicht am 15. November 2016 von Johannes Michel

Im Frühjahr 2017 soll es richtig losgehen, aktuell laufen die ersten vorbereitenden Arbeiten, etwa die Umlegung von Kabeln und Kanälen: Die drei Brücken zwischen Breitengüßbach und Baunach sind dringend reparaturbedürftig, außerdem fehlt ein Radweg. Bis zu vier Jahre könnte hier gebaut werden – denn Neubauten werden für Ersatz sorgen.

Alters- und nutzungsbedingte Schäden weisen sie auf, die drei Brücken vor den Toren der Stadt Baunach. Weitere Verschlechterungen würden zu deutlichen Verkehrsproblemen führen. Bekannt ist das schon länger. Nun stehen für die rund neun Millionen Euro teure Gesamtmaßnahme endlich Gelder bereit, aus einem Programm des Bundes. Aufgrund statischer Berechnungen hat sich gezeigt, dass die bestehenden Bauwerke von Ende der 1950er Jahre den heutigen Anforderungen nicht mehr entsprechen, aufgrund des Alters macht auch eine Instandsetzung wenig Sinn. Somit werden Ersatzneubauten notwendig – und das wird den Bau in die Länge ziehen, voraussichtlich bis ins Jahr 2021.

Eine Vollsperrung des Bereichs kommt aber aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht in Frage. Mehr als 13.000 Fahrzeuge passieren den Bereich täglich, das Staatliche Bauamt Bamberg sieht die Bundestraße 279 daher als wichtige Verkehrsader im nordbayerischen Raum. Somit wird es während der Bauphase, vor allem am Anfang, lediglich Teilsperrungen geben, die zudem nur von kurzer Dauer sein sollen. Alle drei Brücken erhalten nach und nach Behelfsumfahrungen, so dass der Verkehr weiterhin zweispurig an den Baustellen vorbeifahren kann, wenn auch nur mit Tempo 30.

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Emmi Zeulner, Ekkehard Hojer, Johann Kalb und Uwe Zeuschel (Staatliches Bauamt Bamberg) erklärten die anstehenden Maßnahmen vor Ort.

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Von rechts, von Breitengüßbach kommend, beginnt der Bau. Bis 2021 sollen alle drei Brücken neu errichtet werden (zum Vergrößern anklicken).

Der Naturschutz spielt mit

Eine besonders gute Nachricht, das betonten Baunachs Bürgermeister Ekkehard Hojer, Landrat Johann Kalb und die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner bei einem Pressetermin, sei der Anbau eines Radweges. Denn bislang waren die Brücken zu schmal, um einen separaten Radweg aufnehmen zu können. Das wird sich ändern, auch die Fahrbahnbreite für PKWs und LKWs wächst.

Schwierig war die Planung auch, weil die B 279 in diesem Bereich einen sensiblen Bereich passiert, die Mainaue – mit entsprechenden Schutzgebieten und möglichem Hochwasser. Mit den Naturschutzbehörden wurde daher vereinbart, in drei Bauabschnitten die drei neuen Brücken direkt in zeitlicher Folge zu errichten. Losgehen wird es mit der Mainflutbrücke auf Höhe des Kieswerkes. Allein für sie sind rund 3,2 Millionen Euro veranschlagt, inklusive der Behelfsumfahrung.


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