Die Hölzernen Männer bleiben drinnen

Veröffentlicht am 8. März 2016 von Johannes Michel

Sie sind das Wahrzeichen der Stadt Baunach – und schon seit Jahren eingelagert. Sie zieren das Schild am Eingang zur Stadt, das zur 1200-Jahr-Feier aufgestellt wurde – aber kein Besucher bekommt sie zu Gesicht. Die Rede ist von den Hölzernen Männern, die zur Sicherung vor weiteren Schäden in der Zehntscheune eingelagert wurden. Dort sollen sie auch bleiben, aber nicht im Verborgenen.

Eine erneute Sanierung der Hölzernen Männer ist unumgänglich. Das wurde in der Baunacher Stadtratssitzung vom 1. März 2016 klar. Nur eine Aufstellung im Freien wäre der Holzskulptur wohl wenig zuträglich. Aus diesem Grund beauftragte der Stadtrat das Büro Brückner & Brückner, das sich auch fürs Bürgerhaus Lechner Bräu verantwortlich zeigte, mit der Erstellung von Vorschlägen, wie sich die Zehntscheune, in der die Hölzernen Männer aktuell gelagert sind, sanieren lasse. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege würde hier entsprechend fördern und die „Hölzernen Männer“ in der Zehntscheune einen sicheren und geschützten Platz finden, so Bürgermeister Ekkehard Hojer. Zur Diskussion stand auch die Frage, inwieweit es möglich wäre, diese wieder zugänglich zu machen. Hojer informierte über einen weitergehenden Vorschlag, einen Skulpturenweg bis zur Magdalenenkapelle zu installieren. Vom Tisch ist damit eine vor rund zwei Jahren vorgestellte Überdachung für die Hölzernen Männer, die rund 200.000 Euro gekostet hätte.

Hölzerne Männer Entwurf
Eine Toreinfassung für die Hölzernen Männer wird überflüssig, wenn sie in der Zehntscheune verbleiben.

Flutlicht = Eingriff in die Natur

Im Rahmen der Sanierung der Sportanlage wird auch die Laufbahn neu gestaltet. Aufgrund eines Antrags der Laufgruppe LG Veitenstein der DJK Priegendorf wurde ein Angebot eingeholt, statt des roten einen blauen Belag zu verwenden. Dafür würden Mehrkosten von rund 46.000 Euro („Himmelblau“) beziehungsweise 60.000 Euro („Herthablau“) anfallen, der rote Belag kostet bereits 121.000 Euro. Daraufhin wurde der Antrag von Stadtrat Günther Häfner (CSU), der auch Vorstand der DJK Priegendorf ist, zurückgenommen.

In seinem Kurzbericht hatte Bürgermeister Hojer zuvor schon einmal die Sportanlage erwähnt: Die Baugenehmigung für die Flutlichtanlage sei erteilt, allerdings aufgrund des Eingriffs in Natur und Landschaft nur zusammen mit einer Ersatzzahlung in Höhe von 4.000 Euro an den Bayerischen Naturschutzfonds. Hojer erklärte, zu diesem Thema Kontakt mit dem Landrat aufzunehmen.

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Weitere Themen der Sitzung vom 1. März 2016

Auch im Jahr 2016 darf die Stadtbücherei Baunach 5.000 Euro in neue Medien investieren. Somit kann die Bücherei wieder einen Antrag an den St. Michaelsbund stellen, der ebenfalls Gelder zuschießt. Aktuell beläuft sich der Bestand auf 12.000 Medien, 16.000 sind das Ziel. Zuschüsse erhalten außerdem der Sportkegelclub Baunach für die Miete der Kegelbahn (750 Euro) sowie die Basketballabteilung des 1. FC Baunach für die Hallenmiete (1.000 Euro).

Bürgermeister Hojer berichtete zudem über die Unterbringung von bis zu 30 Flüchtlingen in der Überkumstraße 13 (ehemals Gaststätte Zahn). Für die Bürger werde es dazu eine Infoveranstaltung geben.

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