Pferdehof: Stadtrat bekräftigt erneut seine Position

Veröffentlicht am 6. Dezember 2017 von Johannes Michel

Bevor sich der Stadtrat zu seiner Weihnachtsfeier aufmachen konnte, galt es noch die letzte Stadtratssitzung des Jahres 2017 zu absolvieren. Die enthielt die gewohnten Jahresberichte, aber auch erneut das Thema Flächennutzungsplan Bereich Südwest mit Pferdehof. Erneut hatten Bürger hier Einwendungen vorgebracht.

Bei der Änderung eines Flächennutzungsplans gibt es immer mehrere Beteiligungsrunden. Im September beschäftigte sich der Stadtrat Baunach mit Runde 1 zum Bereich Südwest, wo neue Bauflächen entstehen sollen – und auch der Pferdehof des Vereins „Pferdepartner Franken“ eine neue Heimat finden soll. Die Einwände wurden damals abgewogen, wie es in der Fachsprache heißt, von den Planungen ließ sich die Stadt nicht abbringen. Und so hatte insbesondere eine Initiative gegen die Ausweisung einer Sonderbaufläche „Reiterhof“ erneut eine umfangreiche Einwendung vorgebracht, genauso wie weitere Privatpersonen.

Mit diesen und einigen weiteren Stellungnahmen beschäftigte sich der Stadtrat über eine Stunde lang. Erneut waren die Gegenargumente ein höheres Verkehrsaufkommen, Geruchsbelästigung und die generelle Frage, ob neue Baugebiete in der Stadt überhaupt nötig seien. Ingenieur Kai Kutzner von der Planungsgruppe Strunz ging mit den Stadträten alle Einwände durch. Der Feststellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes erfolgte einstimmig. Bürgermeister Ekkehard Hojer stellte erneut klar, dass der Plan keine verbindliche Planung sei. Diese erfolge erst noch durch den Bebauungsplan – der Verein Pferdepartner Franken müsse für den neuen Reiterhof dann einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufstellen und dies auch selbst finanzieren.

Tipp zum Weiterlesen: Viele Informationen zur Situation und zu den Umzugsplänen sowie zur Änderung des Flächennutzungsplans finden Sie unter dem Schlagwort „Pferdehof“ hier bei Nachrichten am Ort.

41.500 Entleihungen in der Stadtbücherei

Die Gemeindeverbindungsstraße Krappenhofer Straße, ein Teil der Kreisstraße BA 37 nach Krappenhof, wird nicht von vielen Fahrzeugen genutzt, ist mittlerweile aber in einem schlechten Zustand. Bei drei Gegenstimmen beschloss der Stadtrat, keinen Neubau, sondern eine Sanierung auf den Weg zu bringen. Der Stadtrat schloss sich damit der Vorgehensweise des Gemeinderats Lauter an, auf Lauterer Gemeindegebiet liegt ein Großteil der Straße. Bei der Sanierung wird ein Hocheinbau erfolgen, der Untergrund bleibt also unverändert. Durch diesen Aufbau wird die neue Straße etwas schmäler. Sie ist 1,8 Kilometer lang, 500 Meter liegen auf dem Gebiet der Stadt Baunach. Die Kosten betragen 530.000 Euro, wobei 140.000 Euro auf die Stadt Baunach zukommen. Ein Vollausbau hätte das doppelte gekostet.

In ihrem Jahresbericht ging Melanie Schmitt insbesondere auf die Stadtbücherei und das Bürgerhaus ein. In der Stadtbücherei arbeiten zurzeit 26 Ehrenamtliche, über 2.000 ehrenamtliche Stunden wurden im Jahr 2017 geleistet. Aktuell sucht die Bücherei nach weiterer Unterstützung, Interessenten können sich gerne direkt bei der Bücherei melden. 14.000 Medien umfasst der aktuelle Bestand (2.000 Neuzugänge), 41.500 Entleihungen konnten 2017 verzeichnet werden. Rund die Hälfte der aktiven Leser (rund 900) sind Kinder und Jugendliche. In der Bücherei fanden 44 Veranstaltungen statt, dazu kamen Klassenführungen der Schulen. Am 9. Dezember erhält die Stadtbücherei das Goldene Büchereisiegel in Würzburg verliehen.


Die Stadtbücherei Baunach erweitert ihren Medienbestand weiterhin kontinuierlich.

Für das Bürgerhaus vermeldete Schmitt 51 Saalbelegungen. Dazu gehörten die unter dem Dach der Bücherei laufenden Veranstaltungen (14), aber auch 19 Belegungen durch Vereine und zehn gewerbliche Einmietungen. Die seien leicht rückläufig, so Schmitt. „Wir hören auch immer wieder, dass es in Baunach keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt“, erklärte sie – das halte viele Firmen von der Nutzung des Bürgerhauses für Tagungen und Seminare ab. Schmitt wies auch noch einmal auf die Verleihung der Fairtrade-Urkunde an die Stadt Baunach hin, die Übergabe findet im Rahmen des Weihnachtsmarktes am 9. Dezember um 17.00 Uhr statt.

Weitere Jahresberichte kamen vom Jugendbeauftragten Luigi De Vita – er informierte über die 48 Veranstaltungen im Rahmen des Sommerferienprogramms der Verwaltungsgemeinschaft mit 400 teilnehmenden Kindern in Baunach – sowie von der Behindertenbeauftragten Heyke Koch. Bürgermeister Hojer wies auf die wichtigsten Themen des Jahres 207 hin – dazu gehörten die Anschaffung eines Elektrokleintransporters für den Bauhof, Feuerwehrehrungen, neue Baugebiete, das große Thema Fairtrade, die Einweihung des neuen Kunstrasenspielfelds, das E-Car-Sharing und der Masterplan schnelles Internet. Auch die Hölzernen Männer wurden einmal mehr genannt, hier sei die Stadt noch in Verhandlungen mit der Städtebauförderung, Anfang 2018 gebe es Neues zu berichten.

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