„Auch Leute, die nichts wissen, können was reinschreiben…“

Veröffentlicht am 5. Oktober 2012 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz



Das Internet ist die Zukunft. Darüber besteht heute Einigkeit. „Es wird für die heute jungen Menschen auch in 50 Jahren alltäglich sein, Internet und soziale Netzwerke zu nutzen.“ Andreas Freund, Student Medien und Kommunikation sowie freiberuflicher Berater und Referent, erläuterte im Rahmen eines von der Hanns-Seidl-Stiftung organisierten Vortrags in Baunach die Bedeutung, aber auch die Gefahren des so genannten Web 2.0.

Bis etwa 2005 war das Internet kaum etwas anderes als eine Zeitung. Die meisten Nutzer nahmen nicht aktiv teil, sondern konsumierten lediglich. Einzige Ausnahme: Foren. Seit der Verbreitung der sozialen Netzwerke und dem Aufstieg von Facebook (in Deutschland seit der Übersetzung im Jahr 2008) wurde der reine Konsument immer mehr auch zum Produzenten, das Kunstwort „Prosument“ führt die beiden Begriffe zusammen. Mit dieser Entwicklung wurden die Inhalte immer wichtiger als das Aussehen: „Denken Sie sich die Beiträge und Fotos bei Facebook weg – übrig bleiben lediglich ein paar blaue Buttons“, erklärte Freund den knapp 30 Gästen.

Arabische Revolutionen und die letzte Pizzabestellung

Zum Web 2.0 gehört allerdings nicht nur Facebook. Zahlreiche andere soziale Netzwerke sind aktiv, etwa Googles Google+ oder das Business-Netzwerk Xing, in dem sich bevorzugt Unternehmer und beruflich Aktive betätigen. Aber auch (private) Blogs, Videoplattformen, Online-Auktionshäuser und Streamingdienste für Musik gehören zum Web 2.0, das seinen Ursprung in den Wikis hatte, allen voran Wikipedia. Die populäre Seite ersetzt immer mehr gedruckte Lexika, hat aber auch ein gravierendes Problem: „Auch Leute, die nichts wissen, können was reinschreiben…“


Andreas Freund bei seinem Vortrag in der Gastwirtschaft Zum Griechen.

Andreas Freund stellte auch den Kurznachrichtendienst Twitter vor und sprach über dessen mehr oder weniger sinnvolle Nutzung. Er bewährte sich vor allem bei (politischen) Ereignissen und Katastrophen rund um die Welt und übernahm zum Beispiel bei den Revolutionen in der arabischen Welt eine entscheidende Funktion. Daneben gibt es aktive „Twitterer“, die jegliche Lebensaktivität bei Twitter der Welt mitteilen – vom Ort, an dem sie sich gerade aufhalten bis zur eben bestellten Pizza.

Wichtig war Freund die kritische Rolle des Nutzers: Was stelle ich bei Facebook, Twitter & Co. ein? Wie definiere ich meine Privatsphäre? Dazu zeigte er Möglichkeiten auf, die Einstellungen insoweit zu verändern, dass zumindest eine grundsätzliche Sicherheit besteht. Das große Aber: „Auch wenn Sie wichtige Daten auf ‚privat‘ setzen – sollte ein solches Unternehmen einmal verkauft werden oder seine Politik verändern, könnte alle Beiträge, Fotos und Daten öffentlich werden.“ Das sollten wir als Nutzer also immer bedenken.

Johannes Michel. Logos: jeweilige Anbieter

 

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