Pläne für die Bebauung „Am Sportplatz“ finden Zustimmung des Gemeinderates

Veröffentlicht am 5. September 2013 von Lena Thiem

Nachdem die Vorbereitungen für den Ausbau der ICE-Trasse am Laufen sind, sei auch mal eine Sitzung zu anderen Themen möglich. So begrüßte Bürgermeisterin Siegrid Reinfelder (UBB) zur Gemeinderatssitzung am 3. September 2013 Maurizio Tassillo von inixmedia, der ein Konzept für den Internetauftritt der Gemeinde vorstellte, und Thomas Siebenhaar, der Entwürfe für eine neue Wohnsiedlung im Gepäck hatte.

Bereits zum dritten Mal stellte Thomas Siebenhaar, Geschäftsführer der Projekt Bauart Immobilien GmbH (Hirschaid), Pläne zur Bebauung des ehemaligen Firmengeländes der Stickerei Benno Müller vor. „Wir haben uns bemüht, möglichst viele Anregungen und Wünsche der Kommune und der Anwohner sowie vor allem ein familienfreundliches Konzept umzusetzen.“ Anhand des aktuellen Entwurfes ging Thomas Siebenhaar auf die Änderungen im Vergleich zu den vorherigen Plänen ein, die sowohl im Gemeinderat als auch der Anwohnerschaft nicht unumstritten waren.

Keine Kritik des Gemeinderates

So wurde die Baumasse auf 17 Wohneinheiten  (vorher 23) und die versiegelte Fläche von 2.750 Quadratmeter auf 2.200 Quadratmeter reduziert, sodass die Bebauung nur mehr Grünflächen enthalte. Auf das ursprünglich geplante Mehrfamilienhaus werde verzichtet. Die Erschließung der Wohnhäuser erfolgt nun über Stichstraßen, um das Verkehrsaufkommen gering zu halten, diese bekämen damit auch nutzbaren Wert für die Bewohnern als Treffpunkt. Wie vom Gemeinderat im Vorfeld eingebracht ist nun auch ein Gehweg auf der Bebauungsseite der Straße „Am Sportplatz“ eingeplant. Bei den Ausführungen zu energetischen und wirtschaftlichen Aspekten merkte Thomas Siebenhaar an, dass Aufgrund der strengen Vorgaben und Auflagen seitens der Gemeinde, wie der Anschluss an das gemeindeeigene Hackschnitzelwerk, schon alle Spielräume ausgenutzt seien. So hätte man nicht auch noch eine Süd-Ausrichtung der Dachneigung berücksichtigen können, nach der Bernhard Pfister (SPD) fragte. Durch die flache Dachneigung nach Westen sei aber zu jeder Zeit die Möglichkeit für die späteren Bewohner gegeben, Solar-Panels aufzurüsten. Alexander Porst (SPD) äußerte sich zustimmend zu den vorgelegten Plänen, die nicht nur die Anregungen der Kommune umsetzen, sondern sich auch für die Nachbarn positiv entwickelt hätten.

Neues Gesicht für Breitengüßbach?

Nach den Kommunalwahlen 2014 soll die Bürgerbroschüre als Informationsmedium neu aufgelegt werden. Im Zuge dessen könnten Synergien genutzt werden und auch die gemeindliche Internetseite aktualisiert, beziehungsweise neu aufgebaut und gestaltet werden. Was technisch alles möglich wäre, stellte Maurizio Tassillo von inixmedia in einem kurzen Vortrag dem Gemeinderat vor. Neben einem strukturierten Aufbau und einem damit einhergehenden größerem Informationsgehalt für die Bürger könnte auch der Austausch innerhalb des Gemeinderates und der Verwaltung verbessert werden. Eine weitere Möglichkeit, die er für Breitengüßbach empfiehlt, ist eine mobile Anwendung, eine App. Mit dieser könnten Bürger und Gäste schnell auf Informationen wie Nachrichten über die Gemeinde, Öffnungszeiten von Einrichtungen etc. und Veranstaltungen zugreifen und sich sogar direkt zu ihrem Ziel navigieren lassen. Wie Maurizio Tassillo am Beispiel von größeren und kleineren Kommunen aufzeigte, wäre auch die Schaffung eines einheitlichen Erscheinungsbildes, einer „Corporate Identity“, von Vorteil für Breitengüßbach. „Nach dem Aufbau der Seite und dem Einstellen der gesammelten Informationen, wie wir sie für die Broschüre schon haben, wird die Verwaltung nicht mehr Zeit für die Pflege brauchen als jetzt. Das System wird auch wesentlich einfacher und nutzerfreundlicher werden“, führte er auf Nachfrage weiter aus. Auch werde weder eine neue Software noch Hardware nötig sein, sodass hier ebenfalls keine zusätzlichen Kosten für die Gemeinde entstünden.

Die Gemeinderäte konstatierten einhellig den unübersichtlichen Ist-Zustand der aktuellen Internetseite und stimmten zu, dass eine Aktualisierung dringend nötig sei. Über die verschiedenen vorgestellten Möglichkeiten und Umfang der Neugestaltung soll ein Angebot eingeholt werden.

Lena Thiem

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