Ortsdurchfahrt in Breitengüßbach wird 2014 lange gesperrt sein

Veröffentlicht am 27. November 2013 von Johannes Michel

Der Ausbau der ICE-Strecke wirft in Breitengüßbach seine Schatten voraus – allerdings nicht entlang der Gleise, sondern mitten im Ort: Das Staatliche Bauamt wird im kommenden Jahr die Brücke über den Güßbach sanieren. Je nach Ausführung wird die Ortsdurchfahrt drei bis sechs Monate gesperrt sein. Die Gemeinde wünscht sich in diesem Rahmen den Bau einer Querungshilfe – und möchte bei der Gestaltung mitreden.

„Erhebliche Mängel“ stellte das Bauamt bei der Begutachtung der Brücke über die Bundesstraße 4 mitten in Breitengüßbach fest. Mängel, die möglichst bald beseitigt werden müssen, sollen doch in Kürze schwere Baustellen-LKWs im Rahmen des Ausbaus der Bahnstrecke durch Breitengüßbach fahren. Die Maßnahme kommt für die Gemeinde zur Unzeit. Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder verfolgt langfristig das Ziel, den Ortskern einer „Generalsanierung“ zu unterziehen, die Bundesstraße soll zur Staats- oder gar zur Ortsstraße abgestuft werden. Saniert das Bauamt nun die Brücke, erfolgt zunächst wieder die Auslegung für eine Bundesstraße.

GR 26.11.2013 Brücke Güßbach
Im rot markierten Bereich soll eine Querungshilfe mit schraffierten Flächen entstehen. Blau: Der Verlauf des Güßbachs. Links unten: Die Bachgasse.

Aus diesem Grund wünscht sich die Gemeinde eine Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer. Diese soll rund 120.000 Euro Mehrkosten verursachen, da die Brücke über den Güßbach in diesem Fall breiter ausgeführt werden muss. Eine Förderung aus Mitteln des Städtebaus wäre möglich, allerdings muss Breitengüßbach dafür sein kommunales Entwicklungskonzept überarbeiten, das vor einigen Jahren erstellt wurde. Einstimmig stimmten die Gemeinderäte in der Sitzung vom 26. November dieser Vorgehensweise zu, allerdings mit einigen Einschränkungen. So soll die Straße künftig an dieser Stelle maximal 3,25 Meter (plus Rinne) breit sein dürfen, bei der Gestaltung der schraffierten Fläche und der Querungshilfe allgemein möchte das Gremium mitreden. „Hier darf kein Betonklotz entstehen“, meinte etwa Gemeinderat Hubert Dorsch (CSU).

Jahresrechnung 2010 geprüft

Auf der Tagesordnung stand auch der Bericht der Rechnungsprüfer zur Feststellung der Jahresrechnung 2010. Gemeinderat Ottmar Geuß (CSU), der zusammen mit weiteren Gremiumsmitgliedern die Jahresrechnung stichprobenartig geprüft hatte, erläuterte einige kritische Punkte, zu denen Kämmerer Christoph Hetzel anschließend Stellung nahm. Oftmals ging es um die Überschreitung der Haushaltsplanung. Im Verwaltungshaushalt wurden beispielsweise 250.000 Euro mehr ausgegeben als veranschlagt. Hetzel begründete die Abweichungen: „Die Ansätze basieren auf Erfahrungswerten. Je früher der Haushalt in einem Jahr erstellt wird, desto höher sind die möglichen Abweichungen.“ Es werde immer schwieriger, die Summen richtig zu schätzen, so Hetzel. Bei jeweils zwei Gegenstimmen wurde die Jahresrechnung 2010 festgestellt und entlastet. Das Gesamtvolumen betrug 8,98 Millionen Euro, 380.000 Euro Überschuss fielen an.

Ein 2003 für die Sanierung der Schulturnhalle bei der KfW-Bankengruppe aufgenommenes Darlehen wird die Gemeinde noch in diesem Jahr vollständig ablösen. Konkret geht es um eine Restsumme von 107.000 Euro. Möglich wird die Ablösung durch den Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist. Das Darlehen war bis zum Jahr 2033 ausgelegt.

Luftbild: Google Maps

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