Kleines Entgelt für das Bürgermobil

Veröffentlicht am 10. November 2017 von Nadine Rener

Mittlerweile gibt es zahlreiche Kommunen, die mit ihren Bürgerbussen gerade älteren Personen eine flexible und einfachere Gestaltung ihres Alltags ermöglichen wollen. Doch müssen diese Projekte häufig wieder eingestellt werden, so beispielswese erst diesen Sommer in Zapfendorf. Die Fahrgastzahlen waren zu stark zurückgegangen, weshalb sich das Projekt Bürgerbus in dieser Form nicht mehr lohnte. Auch in Breitengüßbach gibt es einen solchen Bürgerbus, der Thema in einer Gemeinderatssitzung war.

Der Bürgerbus wurde als Pilotprojekt geplant und existiert in Breitengüßbach seit August 2015. Der Bus fährt drei Tage in der Woche. Pro Tag finden etwa fünf Fahrten statt und er wird von 14 bis 15 Bürgern regelmäßig genutzt. Über eine Ankündigung im Mitteilungsblatt waren damals Fahrer gesucht worden. Heute gibt es fünf Fahrer, die ehrenamtlich zu Supermärkten, Ärzten, Apotheken aber auch Veranstaltungen im Gemeindegebiet fahren und in einigen Fällen sogar zu Vertrauenspersonen für die Fahrgäste geworden sind. Der Bus wird also gut angenommen: Wichtig war die „Mundpropaganda“, auch in Arztpraxen hatte es sich herumgesprochen, so dass es nun eben einen festen Kundenstamm gibt, der den Bus in Anspruch nimmt.


Das Bürgermobil, ein Elektrofahrzeug, steht in Breitengüßbach für Fahrten bereit.

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Gebühren sollen erhoben werden

Bisher war die Nutzung des Bürgerbusses kostenlos, denn es war beschlossen worden, erst dann Gebühren zu erheben, wenn er etabliert ist. Nun wurde eine Planung für Gebühren erarbeitet, die für Erwachsene ein Fahrtentgelt von einem Euro und für Jugendliche bis 14 Jahre von 50 Cent vorsieht, Schwerbehinderte dagegen können den Bus weiterhin kostenfrei nutzen. Diese Preise beziehen sich auf ein Einzelticket, das Hin- und Rückweg einschließt, also nur einmalig bezahlt werden muss und innerhalb der Gemeinde gilt. Ohne die Bürgerbusfahrer könne das in dieser Form nicht geleistet werden, betonte Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder in der Gemeinderatssitzung, und bedankte sich bei ihnen für die ehrenamtliche Unterstützung.

Neben dem Projekt Bürgerbus ging es in der vergangenen Gemeinderatssitzung um den Antrag von Gemeinderat Manfred Herl (SPD) auf die Niederlegung seines Amtes. Seit 1996 ist er Gemeinderat in Breitengüßbach, nun sieht er sich aus familiären und beruflichen Gründen nicht mehr in der Lage, sein Mandat wahrzunehmen. Das müsse erst sacken gelassen und die richtigen Worte dafür gefunden werden, so Reinfelder, die außerdem seine Verabschiedung in der letzten Gemeinderatssitzung im Dezember ankündigte. Durch das Ausscheiden Herls muss ein neues Gemeinderatsmitglied gefunden werden. Dafür werden auf der Liste der letzten Gemeinderatswahl mögliche Nachrücker ausgemacht und erst einmal angeschrieben. In der ersten Gemeinderatssitzung in 2018 soll dann das neue Gemeinderatsmitglied vereidigt werden.

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