35 Jahre Hallstadt und Hallstatt

Veröffentlicht am 5. Oktober 2017 von Johannes Michel

Allein schon die Namensgleichheit – gesprochen fällt es ja gar nicht erst auf – zwischen Hallstadt und der österreichischen Gemeinde Hallstatt (am See) legt nahe, dass sich die beiden Orte näher kennenlernten. 1981 wurden die ersten Schritte getan, seit 1982 besteht eine Städtepartnerschaft. Und die hält bis heute. Das musste gefeiert werden.

Mit einem großen Festabend feierten Hallstadt und Hallstatt am 30. September 35 Jahre Städtepartnerschaft. Nach einem Stadtratsbeschluss aus Juni 1981 ging der Sport- und Kulturring unter dem Vorsitz von Edgar Stärk auf Hallstatt am See zu, nicht lange danach sprachen auch die Bürgermeister Karl Popp und Ferdinand Zauner miteinander. Schon ein knappes Jahr später konnte die Städtepartnerschaft vollzogen werden – am 31. Juli 1982 in Hallstatt und am 23. Oktober 1982 in Hallstadt.

Seitdem haben sich Hallstadter und Hallstatter unzählige Male getroffen. Meist waren es die Vereine, die hier aktiv wurden, etwa bei großen Jubiläen wie dem 150-Jährigen der Salinenmusikkapelle im Mai 1987. Politisch Anlässe gab es auch, zum Beispiel die Einweihung des Kultur- und Kongresshauses in Hallstatt 1989 oder 1350 Jahre Hallstadt mit 50 Jahre Stadterhebung 2004. Die runden Jubiläen der Städtepartnerschaft wurden natürlich ebenso gefeiert.


Die beiden Bürgermeister unterzeichnen die neue Partnerschaftsurkunde.

Teil der Internationalen Woche im Landkreis Bamberg

Das enge Band besiegelten die beiden Bürgermeister Thomas Söder und Alexander Scheutz, in dem sie neue Partnerschaftsurkunden unterzeichneten. Für die Bürgermeister sind gerade, sehen wir einmal vom Namen ab, die Unterschiede interessant: Hallstadt als eine Stadt mit viel Gewerbe und verkehrsgünstiger Lage, Hallstatt am See als Urlaubsort mit aktuell 130.000 Übernachtungen pro Jahr (bei unter 800 Einwohnern!) und Weltkulturerbestätte.

„Es ist erfreulich, dass sich in den Jahren, besonders bei Vereinen und Gruppen, eine Eigendynamik entwickelte“, so der Hallstadter Städtepartnerschaftsbeauftragte Edgar Stärk. „Ich erinnere mich gerne an die vergangenen Jahrzehnte und die vielen Veranstaltungen und Treffen, die ich organisieren durfte.“ Stärk kündigte allerdings an, sein Amt nach 35 Jahren niederzulegen. Für den Landkreis Bamberg – der Festabend war in die Internationale Woche des Landkreises eingebettet – sprach der stellvertretende Landrat Georg Pfister. Er verwies auf die zahlreichen Städtepartnerschaften im Landkreis – nach der Partnerschaft von Ebrach mit dem österreichischen Eisbach in der Steiermark sei die Partnerschaft zwischen Hallstadt und Hallstatt die zweitälteste. „Wer den anderen kennt, der kann ihn auch verstehen“, sagte Pfister mit Blick auf den europäischen Einigungsprozess und die vielfältigen Veranstaltungen der Internationalen Woche. Niemand dürfe aber vergessen, dass solche Partnerschaften immer vom Engagement Einzelner leben, die dann andere mitnehmen.

Der Festabend wurde vom Musik- und Spielmannszug Hallstadt sowie von der Hallstatt-Musik „Die Gizikogla“ musikalisch umrahmt. Weitere Auftritte gab es auch: Der gemischte Chor des Liederhorts „Coloured Voices“ trug ebenso Songs vor wie die Männerchorgemeinschaft Liedertafel / Liederhort. Außerdem traten die Trommler Bateria-quem e, die Maurer- und Bauhandwerkerzunft, die Theatergruppe und die Kapelle Rostfrei auf.

 

Viele Fotos vom Festabend finden Sie in unserer großen Bildergalerie (zum Öffnen einfach ein beliebiges Foto anklicken, zum Beenden der Anzeige das X in der linken Ecke oben wählen).

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.