Ein Jahr Kulturboden – und eine Woche vor der Eröffnung hing noch keine Lampe

Veröffentlicht am 16. September 2016 von Johannes Michel

Es ist tatsächlich schon wieder ein Jahr her: Mit einem großen Fest öffneten damals in Hallstadt die Marktscheune und der Kulturboden. Bei einem derart großen Projekt war auch die Skepsis groß – würde sich ein solcher Veranstaltungssaal in Hallstadt etablieren können? Ein Jahr später hat er bereits viele Künstler, Feiern und Messen angezogen, und macht Hallstadt über die Region hinaus bekannt.

Kaum zu glauben: Innerhalb der ersten zwölf Monate fanden im Kulturboden Hallstadt schon 87 Veranstaltungen statt. Die Bandbreite der Events reichte von kulturellen Highlights wie Kabarett, Comedy, Messen oder Konzerten aller Art über Firmenfeiern bis hin zu privaten Veranstaltungen wie Geburtstagen und Hochzeiten. Das Besondere am Kulturboden ist außerdem, dass neben namenhaften Größen wie Heinz Rudolf Kunze und Mäc Härder auch Nischen-Künstler wie beispielsweise Mini Moustache ihren Platz im Programm finden und ein vielseitiges Publikum anziehen. Genau dieser Mix macht’s aus, wie Gaby und Wolfgang Heyder sowie Ulrich Wrede im Rahmen eines Pressetermins betonten.

Durch diese Vielfalt und Wandlungsfähigkeit, aber auch dank seiner ausgezeichneten technischen Ausstattung und hervorragendem Service, hat sich der Kulturboden Hallstadt im Herzen der Stadt etabliert. Auch Bürgermeister Thomas Söder ist nach einem Jahr Kulturboden in Hallstadt positiv beeindruckt: „Der Kulturboden hat sich binnen eines Jahres zu einer angesehenen Location entwickelt und ist schon weit über die Grenzen des Landkreises bekannt. Er bereichert nicht nur die Stadt Hallstadt kulturell, sondern steigert auch ihren Bekanntheitsgrad.“ Kritiker gab es, so Söder, natürlich auch, allerdings erfahre er für den Kulturboden viel Lob. „Normalerweise kommen die Leute mit ihren Problemen zum Bürgermeister, in Sachen Kulturboden ist das anders.“ Dabei, warf Söder ein, hing eine Woche vor der Eröffnung noch keine Lampe, erst auf den letzten Drücker wurden Marktscheune und Kulturboden im Spätsommer 2015 fertiggestellt.

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Ulrich Wrede, Jürgen Fleischmann (Kultürla), Marion Fischer (Ertl-Zentrum), Bürgermeister Thomas Söder und Gaby und Wolfgang Heyder (Veranstaltungsservice Bamberg) beim Pressetermin.

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Die neue Saison startet

Nach der Sommerpause geht es ab sofort wieder los. Als herausragendes Projekt beginnt im Oktober die neue Krimireihe des Veranstaltungsservice Bamberg: die Crime Time. Acht hochkarätige Autoren kommen dafür nach Hallstadt und lesen aus ihren aktuellen Werken. Darunter befinden sich der mit internationalen Auszeichnungen überhäufte Schwede Arne Dahl, der aus dem Kölner Tatort bekannte Joe Bausch, sowie Jörg Maurer, der sich neben seiner Karriere als Krimiautor bereits als Kabarettist einen Namen gemacht hat. Außerdem werden der erfolgsgekrönte Thomas Raab, dessen Kriminalromane rund um den Restaurator Willibald Adrian Metzger zu den erfolgreichsten in Österreich zählen, und der mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Wolfgang Schorlau ihre brandneuen Werke vorstellen. Ein weiteres Highlight der Literaturreihe ist eine Weihnachtslesung, die gemeinsam von Friederike Schmöe, Thomas Kastura und Helmut Vorndran gestaltet wird.

Die Idee zur Crime Time entstand nach dem erfolgreichen Literaturfestival 2015, das ein breites Spektrum an literarischen Genres und Erzählweisen aufwies und direkten Kontakt mit 21 Autorinnen und Autoren bot. Diesmal stehen allerdings Mord und Totschlag im Vordergrund. Die Lesungen finden im Ertl-Zentrum in Hallstadt sowie im Kulturboden statt. Die Wahl der Veranstaltungsorte soll insbesondere das kulturelle Angebot in Hallstadt weiter betonen und zudem das nachbarschaftliche Verhältnis zwischen dem Veranstaltungsservice Bamberg als Veranstalter, der Stadt Hallstadt und den lokalen Partnern fördern. Mit an Bord ist auch der Verein Kultürla, dessen Kultürla-Karte künftig auch für Veranstaltungen im Kulturboden Verwendung finden kann.

Mit Material vom Veranstaltungsservice Bamberg

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