Endlich mehr Platz: Kinderhort Ankerplatz bekommt zweites Gebäude

Veröffentlicht am 27. Juni 2017 von Johannes Michel

1997 zog der im Jahr zuvor in der Hans-Schüller-Schule eingerichtete Kinderhort Ankerplatz in Hallstadt in sein heutiges Gebäude in der Josefstraße, direkt hinter der Schule, um. Da sich die Zahl der betreuten Kinder immer weiter erhöht hat, ist ein Erweiterungsbau nötig. Für diesen legte der Stadtrat nun den Standort fest. Außerdem wurden neue Nutzungskriterien für das Bürgerhaus beschlossen.

„Das für 50 Kinder konzipierte Hortgebäude war erstmals im September 2000 voll belegt. Seitdem stieg die Kinderanzahl stetig an. Inzwischen werden in unserem Hort 130 Schulkinder betreut“, schreibt die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bamberg, die den Kinderhort betreibt, auf ihrer Internetseite.  Kürzlich wurde von den Planern der AWO nun ein Erweiterungsbau neben dem bestehenden Hortgebäude vorgestellt – und zwar in Richtung Schule beziehungsweise Pausenhof. Somit muss das Sportgelände hinter dem Schulhaus nicht angegriffen werden. Der Stadtrat hatte über diesen Standort zu beschließen, was auch einstimmig geschah. Die Planungen können damit weitergeführt werden. Im laufenden sowie im kommenden Haushaltsjahr hat die Stadt Hallstadt jeweils eine Million Euro an Finanzmitteln in den Haushalt eingestellt. Mit der AWO muss noch ein Vertrag über die anteilige Finanzierung geschlossen werden. Wunsch der AWO wäre, dass der erweiterte Hort im Herbst 2018 in Betrieb gehen kann.

Ein neues Gebäude soll das Platzproblem im Kinderhort lösen.

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Vor der Abstimmung gab es zwar keine Diskussionen über den Standort, vielmehr aber über die Erweiterung an sich. „Die Entscheidung ist längt überfällig“, meinte etwa Heiko Nitsche (SPD). „Wir haben viel Zeit verloren und nun wird etwas durchgeprügelt, dass wir schon lange geordnet hätten auf den Weg bringen können.“ Auch Ludwig Wolf (BBL/FW) war der Meinung, dass „lange gebraucht“ worden sei, dass dafür aber jetzt ein guter Plan vorliege – die zuvor angedachte Lösung hätte wichtige Bereiche des Schulgeländes betroffen.

Im Hallstadter Friedhof soll es nach der Neugestaltung von Grabfeld D mehr Urnengräber geben.

Umgestaltungen im Friedhof

Ebenfalls beschlossen wurde die Neugestaltung des Grabfeldes D im Friedhof. Umgesetzt werden soll eine Variante mit Reihen- und Urnengräbern. Außerdem soll im Umfeld der Kapelle ein Baumbestattungsplatz entstehen, rund um das Priestergrab eine Urnengemeinschaftsanlage. Stadtrat Peter Wolf (BBLF/FW) regte an, bei den Arbeiten über eine Brunnenbohrung nachzudenken, da im Friedhof bisher ausschließlich mit Trinkwasser gegossen werde. Hans-Jürgen Wich (SPD) fragte, ob die Verlegung von Rasen rund um die Urnengräber Sinn mache – besonders in Sachen Zugänglichkeit bei schlechtem Wetter. Alternativen sah Bürgermeister Thomas Söder aber nicht, man wolle die Fläche nicht zubetonieren. Ludwig Wolf begrüßte, dass es in Hallstadt nach der Neugestaltung auch anonyme Grabstätten gebe. Diese würden nachgefragt, bisher müssen sich Hallstadter hier in anderen Gemeinden umsehen.

Eingerichtet wird auch ein Bereich für anonyme Bestattungen neben der Kapelle.

Ortsvereine können Bürgerhaus kostenfrei nutzen

Der Stadtrat legte auch neue Nutzungskriterien für das Bürgerhaus fest. Durch den Bau der Marktscheune mit dem Kulturboden sei das Bürgerhaus für kulturelle und kommerzielle Veranstaltungen nicht mehr interessant, so die Stadtverwaltung. Daher wurde vorgeschlagen, die Nutzung für örtliche Vereine kostenfrei zu ermöglichen. Auswärtige Vereinigungen sollen nur in Ausnahmefällen zugelassen werden, was sich auf gemeinnützige Einrichtungen wie Rotes Kreuz, Polizei oder THW beschränken soll. Politische Vereinigungen außer den Stadtratsfraktionen, die im Bürgerhaus ihre Fraktionssitzungen abhalten können, sollen ebenfalls nicht zugelassen sein. Die neuen Nutzungskriterien inklusive einer so genannten Schlüsselordnung wurden einstimmig verabschiedet.

Unter „Mitteilungen“ informierte Bürgermeister Söder noch über den im Rathaus entstandenen Wasserschaden. „Der Schaden ist ein herber Rückschlag für uns“, so Söder. Das Bürgeramt ziehe vorübergehend wieder ins Bürgerhaus ein, die anderen Abteilungen könnten verbleiben. Im Zuge der Renovierungsarbeiten soll der nun nicht mehr verwendbare Parkettboden im Erdgeschoss, der bei der kürzlichen Sanierung nicht ausgetauscht worden war, durch Fliesen ersetzt werden.

Pläne: Architekturbüro Geyer (Ankerplatz), Claudia Kühnel (Friedhof)

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