Hoffentlich bleibt Schwester Helene noch sehr lange bei ihren „Schäflein“ …

Veröffentlicht am 11. Februar 2015 von Redaktion

Der große Ehrentag – der 90. Geburtstag von Kemmerns Ehrenbürgerin, Ehrw. Schwester Helene, begann mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, festlich gestaltet von Pfarrer Valentin Tempel. Dabei ministrierten die inzwischen erwachsenen, von Schwester Helene im Jahr 1951 betreuten „ersten Kindergartenkinder“!

Im Anschluss an den Gottesdienst überbrachte Bürgermeister Rüdiger Gerst die Glückwünsche der ganzen Gemeinde und hielt eine Laudatio über das lange Wirken der Schwester Helene (Irmgard Kunigunda) Hutzler im Kemmerner Konvent der Dillinger Franziskanerinnen und im katholischen Kindergarten. Die aus Gunzendorf stammende Jubilarin wuchs mit drei Geschwistern in der Landwirtschaft der Eltern auf. Bereits hier wurden ihr christliche Werte vermittelt. Nach dem Besuch der Haushaltsschule Maria Hilf und der Mädchenmittelschule in Dillingen folgte die Fachausbildung zur Kleinkinderkrankenschwester in Würzburg.

Im Rahmen ihrer Ausbildung zur Kindergartenhelferin war sie 1945 das erste Mal während eines Jahrespraktikums in Kemmern tätig. 1951 übernahm sie, nach der Aufnahme in den Orden mit der Ewigen Profess 1950, als pädagogische Fachkraft die „Kinderbewahranstalt Am Bächlein“ in Kemmern. Unter ihrer Ägide entstand 1953/54 der notwendige Kindergartenneubau am Schwesternhaus und 1979/80 der heutige Kindergarten neben der Schule. 40 Jahre, bis 1990, leitete sie die drei verschiedenen Kindergärten. Viele Generationen prägte sie mit ihrer Herzlichkeit unter dem Motto „Erziehung ist Begleitung und Geleit“. Sicherlich hat sie das kollektive Wertebewusstsein und die religiöse Milieustruktur in Kemmern mitgeformt.

90. Geburtstag Schwester Helene Kemmern 2015 (2)
Zahlreiche Gratulanten …

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… hatten sich in der Kemmerner Pfarrkirche zum Gottesdienst versammelt.

Seit 2001 Ehrenbürgerin von Kemmern

Gerst betonte, dass ihr für ihre Lebensleistung 2001 die Ehrenbürgerwürde verliehen wurde, die höchste Form der Würdigung, die eine Gemeinde vergeben kann. Die Vorsitzende der Ortsvereine, Waltraud Ruß, würdigte das segensreiche Wirken der Schwester Helene im Vereinsleben in Kemmern, wo sie immer ein gern gesehener und treuer Gast ist, der auch mit Lob und Anerkennung nicht spart. Als ehemaliges „Kindergartenkind“ der Jubilarin brachte sie Schwester Helene ein Gedicht, so wie sie es bei ihr einst gelernt hatte. Für die Kirchenstiftung, den Kirchenrat, den Pfarrgemeinderat und alle Kemmerner Pfarrkinder gratulierte Kirchenpflegerin Rosi Schmitt zusammen mit Ute Benoit-Lieb. Sie würdigte ihr sonniges Wesen ihre positive Ausstrahlung und wünschte sich, dass Schwester Helene noch sehr lange bei ihren Schäflein in Kemmern bleiben wird.

Die Provinzleiterin der Dillinger Franziskanerinnen, Schwester Martina, gratulierte und dankte ihrer Mitschwester für ihre Lebensleistung im Schwesternkonvent Kemmern, wo sie mit ihren drei Mitschwestern Oberin Gundula, Philippine und Luitgard in freundschaftlichem Miteinander lebt. Sie dankte der Gemeinde Kemmern und allen Helferinnen und Helfern, welche dieses schöne Fest für die Jubilarin ermöglicht haben. Pfarrer Valentin Tempel würdigte die segensreiche Arbeit, auch als Kommunionhelferin und überreichte ihr seine Geschenke, die alle eine symbolische Bedeutung hatten.

Im Jugendheim bei einer Agape hatten dann alle „Pfarrkinder“, die Verwandten aus Gunzendorf und natürlich auch die Mitschwestern die Möglichkeit „ihrer Schwester“ gratulieren. Zu den Gratulanten gesellte sich alsbald auch Landrat Johann Kalb, aus dessen Heimatgemeinde die Jubilarin stammt, der humorvoll gratulierte. Beim Festessen in der Brauerei Wagner bekam Schwester Helene dann noch ein Ständchen von Schwester Gundula, unterstützt vom Zweitem Bürgermeister Hans-Dieter Ruß und ein persönliches „Rosengedicht“ von ihren Mitschwestern. Wie es sich bei einer Ehrenbürgerin gebührt, endete die Feier mit dem Kemmerner Heimatlied, gesungen vom Gemeinderat und den anwesenden Festgästen.

Hans-Dieter Ruß

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