Haushalt in Kemmern auch diesmal unspektakulär

Veröffentlicht am 28. August 2013 von Lena Thiem

Hauptthema der Gemeinderatssitzung am 22. August 2013 war die Beratung des Haushaltsplanes 2013. Wie Bürgermeister Rüdiger Gerst (CSU) in einem kurzen Überblick darlegte, ist der Haushalt wieder „sehr solide und unspektakulär“. Dabei hat Kemmern einiges investiert, um die Gemeinde voranzubringen. Die noch anstehenden Investitionen könnten die angesparten Rücklagen dennoch schnell wieder schrumpfen lassen.

Bei einem Gesamtvolumen für das Haushaltsjahr 2013 in der Höhe von 3.803.629 Euro waren keine Dahrlehensaufnahmen nötig und bestehende Schulden konnten reduziert werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt im Vergleich zum letzten Jahr (117,27 Euro/Einwohner) voraussichtlich auf 91 Euro/Einwohner, was deutlich unter dem Landesdurchschnitt (699 Euro/Einwohner) liegt. Dies sei für die Investitionen, die in den nächsten Jahren in der Gemeinde anstehen, wie beispielsweise die Bahnübergang-Ersatzmaßnahme, die Fortsetzung der Ortskernsanierung, Anschluss an die Wasseranlage Bamberg und mittelfristig auch der Neubau des Feuerwehrhauses und die Ertüchtigung des Hochwasserschutzes, nötig. Gerst merkte aber auch an, dass hinsichtlich dieser Maßnahmen eine Kreditaufnahme in den kommenden Jahren wohl nicht vermeidbar sein werde. Kämmerer Rolf-Günther Henkel ging näher auf den Vermögenshaushalt, der mit 679.397 Euro, und den Verwaltungshaushalt, der mit 3.124.232 Euro festgesetzt wurde, ein. In den kommenden Jahren sei bei letzterem nicht mit großen Veränderungen zu rechnen.

Dank erhöhter staatlicher Schlüsselzuweisungen (673.432 Euro entspricht einer Mehrung von 220.000 Euro) und Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 250.000 Euro (entspricht einer Mehrung von 50.000 Euro) sowie reduzierter Kreisumlagen (670.000 Euro entspricht einer Verringerung von ca. 83.589 Euro) steht Kemmerns Haushalt trotz größerer Investitionen (Sanierungsmaßnahmen der Wasserversorgungslage, Ortskernsanierung, Heizungsanlage Schule, Einrichtung Kinderkrippe und Anschluss des Sportheims an Abwasser-/Wasserversorgung) weiterhin auf soliden Füßen.

Im Anschluss an vereinzelte Nachfragen der Gemeinderatsmitglieder zu dem umfassenden Zahlenwerk, die Rolf-Günther Henkel direkt und nachvollziehbar beantworten konnte, stimmte der Gemeinderat dem im Haushaltsplan beiliegendem Finanzplan und dem Investitionsprogramm sowie den -fördermaßnahmen einstimmig zu. Vorbehaltlich der Zustimmung der Rechtsaufsichtsbehörde erfolgte ebenfalls einstimmig der Erlass der Haushaltssatzung und die Festsetzung des Haushaltsplanes für das Haushaltsjahr 2013. Bürgermeister Rüdiger Gerst bedankte sich bei Rolf-Günther Henkel für die solide und routinierte Aufbereitung und Vorbereitung.

Mehr als ein Ort zum Einkaufen

Zum Thema Nahversorgung in Kemmern stellten die zukünftigen Betreiber Renate Dörfler und Günter Jung ihr Konzept für den neuen „Kemmerer Markt“ vor. Durch erhebliche Umbaumaßnahmen wird der Markt ab der Einweihung am 4. September 2013 ein Trockensortiment von ca. 5.000 Artikeln vorhalten. Als Lieferant konnte Tegut gewonnen werden, was nicht nur eine große Auswahl, sondern auch verschiedenen Preissegmente ermöglicht. Zudem haben die neuen Betreiber ein Konzept entwickelt, das für alle Altersgruppen attraktiv sein soll. Mit einem Marktcafé wird sowohl im Innenraum also auch auf dem Vorplatz ein Treffpunkt geschaffen. Bäcker und Metzger bleiben wie gehabt vor Ort und das bisherige Angebot soll mit Frühstück und Mittagsmenüs sowie einem Imbissangebot und Eisverkauf ergänzt werden. Für die älteren Mitbürger wird von Anfang an auch ein Heimbringservice für Einkäufe und Essen angeboten. Das Angebot von Lotto/Toto und der Postagentur wird wie gewohnt bestehen bleiben und wird noch durch einen Reinigungsdienst ergänzt. Eröffnet wird der Markt am 4. September 2013.

Kurz notiert

Die Gemeinde Kemmern hat ein neues Vielzweckfahrzeug für einen Preis von 38.000 Euro (netto) gebraucht erworben. Es sei vielfältig einsetzbar, durch seinen kurzen Radstand vor allem auch für Arbeiten auf dem Friedhof. Zusatzgeräte wie Flachsilostreuer und Schneepflug werden in der nächsten Woche ebenfalls noch erworben, für ca. 21.000 Euro.


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