Kein Rad- und Fußweg – aber was dann?

Veröffentlicht am 31. Juli 2015 von Nadine Rener

Immer wieder findet sich die Ortskernsanierung und Neugestaltung der Breitengüßbacher Straße auf der Tagesordnung des Gemeinderats in Kemmern. Im Moment geht es um die Planungen rund um den Bauabschnitt BA 5a, die langsam aber sicher abgeschlossen werden. Ein letzter Punkt war aber noch zu klären, der am 30. Juli 2015 im Rahmen der Gemeinderatssitzung besprochen wurde. Dabei ging es wieder um den Rad- und Fußweg im Leingraben.

Das Thema wurde schon im Juni behandelt, wobei grundsätzlich entschieden wurde, dass im Leingraben kein Fuß- und Radweg entstehen soll. Die Regierung von Oberfranken signalisiert für die Planungen Einverständnis, macht aber auch klar, dass der Wegfall des Radweges zwar nicht förderschädlich, eine andere Gestaltung des betroffenen Gebietes aber nicht förderfähig ist. Eine Alternative müsste die Gemeinde also finanziell komplett übernehmen.

Doch wenn nun der Radweg wegfällt, das Gebiet auch sonst nicht bebaut werden kann, was geschieht dann mit dieser Fläche? Der Vorschlag einer Verpachtung der Flächen an Anlieger wurde aus verschiedenen Gründen abgelehnt, unter anderem der einheitlichen Gestaltung des Bereiches. Architekt Karl-Heinz Rösch, der sich auch mit dieser Frage beschäftigt hatte, stellte eine andere Möglichkeit vor: es soll eine Grünfläche entstehen.

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Eine unkomplizierte Lösung ohne großen Kostenaufwand

Da sich in diesem Bereich im Moment Müll, Bauschutt und Grüngut ansammeln, ein Zustand der im Gemeinderat stark kritisiert wurde, soll im ersten Schritt diese Fläche gereinigt werden. Es folgt eine Schicht Oberboden und dann soll eine durchgängige Wiese angepflanzt werden, die dreimal im Jahr gemäht wird. In den zwei Kopfbereichen soll jeweils ein Stahlpfosten angebracht werden, damit keine Durchfahrt über diese Flächen möglich ist. Allerdings können diese Pfosten in besonderen Fällen umgelegt werden, um so die Zufahrt zu ermöglichen. Laut Rösch sind dies völlig ausreichende Maßnahmen, vor allem da sie unkompliziert und ohne große Kosten verbunden sind. Er geht von insgesamt 6.000 Euro aus, die von der Gemeinde übernommen werden müssen. Der Gemeinderat nahm diesen Vorschlag letztendlich auch einstimmig an.

Nach dieser Entscheidung des Gemeinderates können dann die Planungen abgeschlossen werden, bis September kann der Zuwendungsantrag fertiggestellt und bei der Regierung eingereicht werden. Zur Ausschreibung kommt es dann voraussichtlich im Januar beziehungsweise Februar nächsten Jahres, im März/April 2016 soll dann der Bau des Abschnittes beginnen und bis August/September 2016 beendet werden. In der Zwischenzeit laufen dann auch schon die Planungen für den Bauabschnitt BA 5b, so Rösch.

Verkehrsschule Scheßlitz: Planungen gehen in die nächste Runde

Zum Neubau der Jugendverkehrsschule in Scheßlitz liegen nun die Ergebnisse der Vorplanung vor. Die gesamte Maßnahme soll sich auf 458.000 Euro belaufen. 375.000 Euro entfallen dabei auf die Außenanlagen und ein Gebäude, in dem unter anderem auch die Fährrader untergebracht werden sollen. Hinzu kommen 83.000 Euro für die Erschließung des Gebietes, denn es müssen zum Teil neue Straßen gebaut beziehungsweise alte ausgebaut werden und es sollen weitere Parkmöglichkeiten entstehen. Die Kosten sollen auf die beteiligten Gemeinden verteilt werden. Dabei stellt Scheßlitz selbst das Grundstück und trägt die Kosten für die Erschließung über 83.000 Euro. Die restlichen Kosten übernehmen die anderen 17 Gemeinden als Sachaufwandsträger. Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Kosten unter den beteiligten Gemeinden prozentual aufzuteilen, letztendlich soll aber der Durchschnitt der Schülerzahlen der letzten fünf Jahre ausschlaggebend sein.

Sonstiges aus dem Gemeinderat

Kemmern wurde vom Landratsamt Bamberg eine fünfköpfige Familie aus dem Kosovo zugewiesen. Außerdem belegt Kemmern beim Wettbewerb „Unser Friedhof – Ort der Würde, Kultur und Natur“ des Kreisverbands Bamberg für Gartenbau und Landschaftspflege den zweiten Platz hinter Mistendorf. Zudem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass keine Seniorensprechstunde mehr stattfindet, der Termin am 28. August also entfällt.

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