„Kemmärä Kuckuck“-Torte aus Ungarn

Veröffentlicht am 16. Oktober 2015 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



Ein Tanzabend im Rathaussaal, ungarische Spezialitäten, eine eigene Kemmärä-Kuckuck-Torte – und die Begeisterung für fränkische Musik … Die Ungarn-Reise der Volksmusikgruppe aus Kemmern hatte viele Highlights zu bieten. Auch ein Gottesdienst wurde mitgestaltet.

Die Volksmusikgruppe Kemmärä Kuckuck besuchte die Ungarndeutschen und gab Konzerte in verschiedenen Ortschaften am Plattensee und in Budapest. Anlaufstelle war Fonyod, wo bei Freunden übernachtet wurde. Auf dem Marktplatz in Szantod wurde fränkisch musiziert, gesungen und ein fränkisches Tänzchen mit den Zuhörern gewagt. Die beiden Bürgermeister aus Mikloschi und Szantod hoben die große Bedeutung der deutschen Sprache in ihren Ortschaften heraus. Sie betonten, dass auch hier das deutsche Brauchtum gepflegt wird und regelmäßig zum Vortrag kommt. Sie überreichten an den Leiter der Kemmärä Kuckuck, Hans-Dieter Ruß, Gast- und Erinnerungsgeschenke. Zusammen mit den Kemmärä Kuckucks gestaltete eine ungarische Musikgruppe einen Tanzabend im Rathaussaal mit. Zünftig wurde ungarisch und fränkisch getanzt und die Lehrerin Dora Maurer übersetzte für die nicht deutschverstehenden Ungarn die Texte. Eine kleine Ausstellung über Kemmern, Kuckucksbilder und Bilder der Gruppe schmückten liebevoll den Raum. Bier, Gerupften und Spezialitäten aus Franken gab es zum Kosten. Auch die Ungarn hatten ihre Spezialitäten aufgetischt. Süße und scharfe Speisen, sowie Rot- und Weißwein befand sich auf dem Buffet. Als große Überraschung hatten die Gastgeber eine Torte für die Anwesenden anfertigen lassen, auf der zwei Kuckucks, Rosen und der Namen „Kemmärä Kuckuck“ aufgebracht war. Sie wurde auf Teile geschnitten und an die Gäste verteilt.

Kemmärä Kuckuck Ungarn 2015 (1)
Viele Auftritte hatten die Kemmärä Kuckuck in Ungarn.

Kemmärä Kuckuck Ungarn 2015 (2)
Eine besondere Torte gab’s auch.

Fränkische und ungarische Spezialitäten

In der Kirche Liget in Fonyod gestalteten die Kuckucks den Gottesdienst mit. Im Anschluss, vor der Kirche unterhielt man die Zuhörer mit fränkischer Musik. Im Gasthaus „Grüner Garten“ spielte die Gruppe zum Frühschoppen bis in die frühen Nachmittagsstunden. Die Begeisterung für die fränkische Musik war zu spüren und bei so manchem Volkslied wurde mitgesungen. Extra einstudierte  ungarische Lieder wurden vorgetragen, welche bei den Gästen mit großem Applaus belohnt wurden. Fränkische Musik war am Nachmittag auf einer Straßeneisenbahn mit drei Wägen zu hören, der die Musikgruppe von Fonyod bis zur Tscharta Pusta Kisch Hegy fuhr. In das Weinlokal waren der Einladung zahlreiche Deutsche aus dem Umland gefolgt und sangen die deutschen Weisen kräftig mit. Der bunte Musikabend mit fränkischen Gedichten und Witzen war für alle ein Erlebnis. Ungarische Spezialitäten verwöhnten den Gaumen, bevor mit der kleinen Bahn die Rückfahrt angetreten wurde.

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Mit einem Platzkonzert in Fonyod bedankten sich die Kemmärä Kuckuck für die Gastfreundschaft bei Klothilde und Hermann Utter, die seit über 20 Jahren, während der Sommermonate am Plattensee wohnen. Nachbarn und Freunde waren gekommen um mit zu feiern. Ein ungarisches Kesselgulasch und ungarischer Rotwein rundete den Abend ab.

Höhepunkt der Reise war der Auftritt im ungarndeutschen Haus in Budapest. Nach einer organisierten Stadtführung lud uns das ungarische Fernsehen zu Aufnahmen ein. Vor geladenem Publikum präsentierte die Musikgruppe fränkische Lieder und deutsche Volksmusik. In ihrer fränkischen Tracht forderten die Musiker die Ungarn zum Mittanzen von vorgezeigten fränkischen Tänzen auf. Die Leiterin des Hauses Monika Ambach führte zweisprachig durch das Programm. Sie betonte die Freundschaft, die ihr bei Besuchen in Deutschland entgegen gebracht wurde. Sehr kurzweilig und mit großem Applaus gingen die Stunden viel zu schnell vorbei. In der Musikpause gab es fränkische Spezialitäten für die Gäste. Bei einem gemeinsamen Abendessen informierte man uns über die deutsche Geschichte in Ungarn und wie die deutsche Kultur dort gepflegt wird.

Hans-Dieter Ruß

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