Eisberg voraus und klar zum Entern!

Veröffentlicht am 2. April 2012 von Lena Thiem
Logopädie Scheßlitz



MIT VIDEO UND GROSSER BILDERGALERIE!

Der Main ist bei Kemmern eher ein ruhiges Gewässer, sieht man vom Hochwasser einmal ab. Der Musikverein Kemmern wagte sich dafür mit der Black Pearl und der Titanic in musikalisch neues, aber mitreißendes Gewässer. Beim Jahreskonzert in der Schulturnhalle wimmelte es musikalisch von Piraten, gelben Springfield-Bewohnern, Klonkriegern und so mancher Disney-Figur. Das zahlreiche Publikum war begeistert.

Ein etwas anderes Programm erwartete  die Zuhörer beim Jahreskonzert am 31. März 2012 in der Turnhalle, ist es doch vom Kemmerner Musikverein sonst Blasmusik – sprich, traditionelle Blasmusik gewohnt. Diesmal zeigten die Musiker allerdings eine andere Richtung der so vielfältigen Musik und führten das Publikum gekonnt in bekannte Filme und TV-Serien der 1980er, bis hin zu den großen Kinofilmen des 21. Jahrhundert: Harry Potter zauberte gegen die Muppets, das A-Team traf auf die Glorreichen Sieben, Disneys Tarzan auf John Travolta aus Grease. Alles wurde mittels einer Leinwand und gekonnt geschnittenen Filmszenen auch visuell in Szene gesetzt, wofür sich der Trompeter Simon Schmaus im Vorfeld sehr viel Arbeit gemacht hatte.

Ehrungen für besondere Verdienste

Vorsitzender Josef Schwab und Harald Litz, stellvertretender Kreisvorsitzender Kreisverband Bamberg, ehrten Gudrun Mainbauer für 20-jähriges aktives Musizieren und Simon Schmaus für das Bestehen der Leistungsprüfung des Nordbayerischen Musikbundes in Silber. Wie Harald Litz anmerkte, schafft das nicht jeder und das verdiene einen extra Applaus.

Ehrung MV KemmernJosef Schwab (l.) und Harald Litz ehrten Gudrun Mainbauer für 20 Jahre aktives Musizieren.

Ehrung MV KemmernSimon Schmaus erhielt das Leistungsabzeichen in Silber.

Das musikalische Programm war abwechslungsreich und gut dargeboten, wobei Dimitriy Braudo zwischen den Stücken auf die anspruchsvollen und gut gemeisterten Arrangements und Solopassagen hinwies. Nebenbei bekam das Publikum eine kleine Instrumentenkunde. Nach jedem Stück wurde nach gehörten Soloinstrumenten gefragt und richtige Antworten mit einem Schokohasen belohnt. Das Publikum konnte jede Frage sehr schnell beantworten.

Premiere der Bläserklasse

Nach der Pause folgte dann die angekündigte Premiere: Die Erwachsenen-Bläserklasse, die seit September 2011 besteht und übt, hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt. Nervosität war manchem Musiker anzusehen, aber unter Dimitry Braudo meisterten sie mit gekonntem Zusammenspiel neben „Aura Lee“ auch rhythmisch anspruchsvolle Stücke, wie „When the Saints go Marching in“.

Das Publikum, das unbedingt eine Zugabe wollte, wurde vorerst vertröstet. Auch im zweiten Teil des Hauptorchesters erlitt niemand Schiffbruch auf dem eisigen Nordatlantik. Mit Flügelhorn und Alt-Saxophon erinnerte man an die Liebesszene am Bug der RMS-Titanic und bot eine herzergreifende Fassung von „My Heart will go on“.

Nach dem letzten Titel fiel die Anspannung von den Musikern ab. Bei den Zugaben waren sie merklich in ihrem Element. So wurde das Blasmusikkonzert traditionell mit einem Konzert-Marsch und einer böhmisch-mährischen Polka beendet, um zum ganz großen Finale zusammen mit der Bläserklasse die „Ode an die Freude“ anzustimmen.

Lena Thiem

 

Sie wollen reinhören? Kein Problem… Kurze Ausschnitte aus dem Konzert zeigt unser Video (Tipp: Wollen Sie das Video in HD-Qualität sehen? Dann klicken Sie im unteren Bereich des Videos einfach auf das Einstellungsrädchen und wählen dann 720p HD aus…).

 

Viele Bilder vom Konzert finden Sie in unserer Bildergalerie (zum Öffnen der Galerie einfach auf ein beliebiges Foto klicken, zum Beenden der Anzeige genügt ein Klick auf das geöffnete Bild)…

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.