Podestplätze und persönlicher Bestzeiten für grüne Kuckucksläufer

Veröffentlicht am 23. März 2015 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



Der Frühling steht vor der Tür, und somit macht Sport im Freien endlich wieder richtig Spaß. Das erkennen auch die Kuckucksläufer aus Kemmern, und waren in den vergangenen Tagen gleich bei drei Veranstaltungen präsent – mit ordentlichen Ergebnissen.

Für Kemmerner Verhältnisse machte sich am Samstag nur ein kleiner Kreis von fünf Kuckucksläufern auf dem Weg nach Neuhaus um beim 23. Neuhauser Straßenlauf teilzunehmen. Zwei große Runden, weitgehend flach, dafür aber windanfällig mussten von 164 Finishern absolviert werden. Hinzu kam ein giftiger Anstieg kurz vorm Ziel.

Tina Bönisch, die sich zurzeit in der Marathonvorbereitung befindet, war in hervorragender Verfassung und trug ihr grünes Läufershirt in neuer persönlicher Bestzeit von 46:31 min. nach zehn Kilometern ins Ziel. Der Lohn für die Bemühungen war ein starker 2. Podestplatz in ihrer AK W30. Die Herren um Klaus Geuß hielten sich angesichts des einen Tag später stattfindenden Kaiserdom-Laufes in Gaustadt etwas zurück, um nicht zu viel Kraft und Energie zu verbrauchen.

Sieger bei den Herren wurde Sebastian Reinwand von der TSG 08 Roth mit starken 30:57 min. vor seinem Teamkollegen Andreas Straßner (31:04) min.). In der Damenkonkurrenz setzte sich  Kerstin Steg von der LAC Quelle Fürth mit 39:31 min. vor ihrer Teamkollegin Christine Ramsauer (39:40min) durch.

Inklusion statt Ausgrenzung

Ideales Laufwetter erwartete auch die 900 Teilnehmer beim fünften Welt-Down-Syndrom-Tag im Fürther Südstadtpark. Bei dieser Lauf-Veranstaltung handelt es sich um einen Charity-Lauf, das heißt der gute Zweck steht im Vordergrund. Der erzielte Überschuss geht an die Fürther Down-Syndrom-Beratungsstelle und die Sportförderung des Laufclub 21. Im Teilnehmerfeld liefen behinderte und nicht-behinderte Sportler gemeinsam und bunt gemischt. So konnte das Ziel der Veranstaltung erreicht werden: Verunsicherungen abbauen und einen ungezwungene Umgang mit behinderten Menschen pflegen. Inklusion statt Ausgrenzung.

In der Königsdisziplin, dem 6-Stunden-Lauf, startete Pascal Dütsch, der Laufwart und Langstreckenspezialist des SC Kemmern Running. In diesem Jahr hatte er einen ganz besonderen Erfolg: als die 6 Stunden vorbei waren standen  bei ihm sage und schreibe 72,2 Kilometer auf der Uhr! Das reichte nicht nur für Platz 4 im Gesamtklassement, sondern auch für den ersten Platz in der Männer-Hauptklasse! Herzlichen Glückwunsch an den grünen Ultra-Läufer!

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Hochklassig besetztes Läuferfeld

Über 600 Starter waren bei drei Läufen in Gaustadt am Start, davon alleine 463 im 10-km-Kaiserdomlauf im Hauptlauf. Hierbei ging es über vier Runden à 2,5 Kilometer um Punkte in der Raiffeisencup-Wertung und um die Bamberger Stadtmeisterschaft. So war es nicht verwunderlich, dass ein stark besetztes Läuferfeld auf die Strecke ging, sich ein von Beginn an ein flottes Rennen entwickelte und schließlich zwei neue Streckenrekorde gelaufen wurden. Bei den Männern gewann Konstantin Wedel vom LAC Quelle Fürth in 30:52 vor Lokalmatador Felix Hentschel von der LG Bamberg in 30:57. Dritter wurde Kevin Karrer (LG Bamberg) in 33:21. Bei den Frauen gewann die Österreicherin Anita Baierl vom TuS Kremsmünster in 34:00 vor Anja Schneider von der LG Telis Finanz Regensburg in 34:37 und Gesa Bohn (LAC Quelle Fürth, 35:29).

SC Kemmern Running Gaustadt 2015 (2)
Gaustadt war grün …

Mit von der Partie waren insgesamt auch 33 (29 beim Hauptlauf) Grüne von der Running-Abteilung bzw. Lauf10-SC Kemmern. Auch sie ließen sich vom flotten Tempo mitziehen, so dass in der Folge noch die eine oder andere Bestzeit heraussprang. Den Anfang machte Sascha Reichel in 36:12, ihm auf den Fersen war Christopher Lippold in 36:29 (beides persönliche Bestzeiten). Klaus Geuß finishte nach 36:42 (2. M50), obwohl er tags zuvor noch in Neuhaus über zehn Kilometer gestartet war. Den größten Sprung nach vorne machte Thomas Busse: er erledigte die 10 km – Aufgabe in 38:05 hin. Ebenfalls in guter Frühform zeigte sich Andreas Straßberger in 38:58. Auch Matthias Fröhlich knackte erstmalig die 40 Minuten Schallmauer (39:49). Als jüngster Grüner kam Denny Steppe in der MJ U14(!) nach 47:34 (4.AK) trotz längerer Trainingspause mit einer Bombenzeit ins Ziel. Noch für die LG Röttenbach startend lief Neu-Kemmerner Julian Wecera mit 37:22 ebenfalls ein starkes Rennen.

Die grüne Frauenriege führte Elvira Flurschütz an, die mitten in der Marathonvorbereitung steckend nur 39:26 (PB) für die zehn Kilometer benötigte und Rang 7 in der bärenstark besetzten WHK erlaufen konnte. Carmen Schlichting-Förtsch benötigte 40:39 und gewann damit die W35. Dreifachen Grund zur Freude hatte dann Susi Rademacher: zum einen die neue Bestzeit von 46:29, dazu noch Rang 2 in der W40, in ihrer Altersklasse wurde sie gar Stadtmeisterin (2. Frau gesamt)! Vanessa Weber war sehr flott gestartet, konnte aber das Anfangstempo nicht ganz durchhalten. Dennoch siegte sie ungefährdet in der Klasse WJ U20 in 48:19 min. Einen weiteren AK-Sieg lief Sibylle Vogler ein: sie gewann die W 70 in 52:38 und  die AK-Stadtmeisterschaft.

Von der Lauf10-Gruppe des SCK zeigten bei den Männern Dirk Linhardt (45:04) und Bernd Nüßlein (49:02), bei den Frauen Kerstin Kühnlein (57:01) und Cornelia Lehmbecker (57:51) starke Leistungen. Insgesamt waren beim 10er 14 (16 insgesamt) Läuferinnen und Läufer aus dem Lauftreff am Start, die sich allesamt in prächtiger Verfassung zeigten. Eine hervorragende Werbung für den nächsten Laufanfänger-Kurs, der am 21. April um 19 Uhr in Kemmern mit einem Info-Abend startet.

Josef Ahmann

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