Erzbischof: „Ein Schmuckstück für Medlitz“

Veröffentlicht am 28. Mai 2015 von Nadine Rener

Einen guten Grund zum Feiern gab es am Pfingstmontag in Medlitz. Zum einen strahlte die Wallfahrtskirche Mariä-Himmelfahrt nach der abgeschlossenen Außensanierung nun wieder im alten Glanz, zum anderen konnte ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert werden. Zahlreiche Menschen hatten sich dazu in Medlitz eingefunden. Und für den Festgottesdienst gab es hohen Besuch.

Zusammen mit Pfarrer Reinhold Braun und Pfarrer Kurian Chackupurackal aus Zapfendorf zelebrierte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick den Gottesdienst in der sehr gut besuchten Kirche. Dies war sein erster Besuch in Medlitz und er zeigte sich „dankbar für diese Premiere“. Zahlreiche Menschen hatten sich zu der Festmesse eingefunden, die sogar außerhalb der Kirche übertragen wurde. Und auch Braun freut sich, dass der Erzbischof „auch eine so kleine Gemeinde besucht“ und mit ihnen zusammen diesen großen Tag feierte.

Gemeinschaft ist wichtig

Medlitz zählt rund 140 Kirchenmitglieder, fast 50 Prozent davon sind Kirchgänger. „Das verdient Anerkennung“, so Schick. Und Pfarrer Braun stellt mit einem Augenzwinkern fest: „Die Diözese hat gut investiert“. In seiner Predigt machte Schick vor allem klar, wie wichtig der Gottesdienst sei. Denn jeder Gottesdienst unterbreche den Alltag, den Alltagstrott, sei aber auch „Unterbrechung der Sorge“. Zudem betonte er, wie wichtig die Gemeinschaft sei und stellt fest, dass Medlitz eine gute Gemeinschaft habe. Außerdem sei die Kirche ein Schmuckstück für Medlitz. Daher bat er: „bewahrt die Gemeinschaft und bewahrt die Kirche“.

Medlitz 100 Jahre Maria-Himmelfahrt (3)Die Kirche war gut besucht.

Medlitz 100 Jahre Maria-Himmelfahrt (10)Pfarrer Reinhold Braun und Erzbischof Ludwig Schick nach der Messe.

Erzbischof Schick: „Kirchenjubiläen sind Erinnerungen“

Ein solches Jubiläum ist auch ein guter Zeitpunkt, um auf die 100-jährige Geschichte der Kirche zurückzublicken. Im Jahr 1729 wurde in Medlitz eine erste Kirche gebaut. Diese wurde aber trotz Erweiterungen im Laufe der Zeit für die rund 200 Gläubigen zu klein. Deswegen wurde von Kuratus Armin Pfyffer ein Neubau vorgeschlagen, der 1914 in die Tat umgesetzt wurde. Am 25. Juni 1914 wurde die erste Kirche dann abgerissen, wenige Tage später wurde der neue Grundstein gelegt und schon am 29. Juli wurde Richtfest gefeiert. Alles in allem wurde die Kirche innerhalb eines Jahres errichtet, denn schon am Pfingstsamstag 1915 wurde sie endgültig fertiggestellt und am Pfingstsonntag vom damaligen  Erzbischof Johann Jakob von Hauck feierlich eingeweiht. Von der alten Kirche zeugt der kleinere Turm, der aus Gründen des Denkmalschutzes noch heute die Kirche schmückt.

Nach der Messe gemeinsam feiern

An den Gottesdienst anschließend wurde zum gemütlichen Beisammensein auf den Dorfplatz eingeladen, musikalisch begleitet von den Medlitzer Musikanten. Der Platz war gut besucht und auch der Regen tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Bei dem Fest verlor noch der ein oder andere geladene Gast ein paar Worte und dabei wurde vor allem Dank gesagt. Dem schloss sich der Rattelsdorfer Bürgermeister Bruno Kellner an, der sich auch noch einmal bei Schick bedankte, denn „es ist ein Segen für uns, dass Sie heute da sind“.

 

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