Zehn Prozent der Einwohner engagieren sich bei der Feuerwehr

Veröffentlicht am 7. Februar 2014 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



Seit 25 Jahren bekleidet Thomas Scheer Vorstandsämter in der FFW Mürsbach, zuerst als Schriftführer, dann als 2. Vorstand und seit nunmehr elf Jahren als 1. Vorstand: „Dieses Engagement beweist dein Verantwortungsgefühl für die Allgemeinheit“, lobte 2. Vorstand Dietmar Aman den Mürsbacher Chef-Brandschützer und bedankte sich im Namen des Vereins für Scheers tolle Arbeit.

Ehrenzeichen in Gold für 40-jährigen aktiven Feuerwehrdienst konnte Kreisrätin Sabina Sitzmann-Simon in Vertretung von Landrat Dr. Günther Denzler verleihen. Sie betonte die beachtliche Anzahl von 47 aktiven Feuerwehrleuten, das seien zehn Prozent der Bevölkerung und damit mehr als in den meisten Rattelsdorfer Gemeindeteilen in Relation zur Einwohnerzahl. Sitzmann-Simon bedankte sich im Namen des Landkreises für die ständige Einsatzbereitschaft, die die Mürsbacher Floriansjünger immer wieder eindrucksvoll unter Beweis stellten. Geehrt werden Oswald Brandl, Georg Fröschlein, Karlheinz Süppel und Wolfgang Zieg.

JHV FFW Mürsbach 2014
Kreisrätin Sabina Sitzmann-Simon nahm stellvertretend für den Landrat die Verleihung der Goldenen Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst für Georg Fröschlein, Karlheinz Süppel, Wolfgang Zieg und Oswald Brandl vor (1. Reihe von rechts). Foto: Frank Zimprich

Unterstützt wurde die Kreisrätin bei der Ehrung von Kreisbrandmeister Andreas Schnapp, der zugleich seinen offiziellen Antrittsbesuch bei der Mürsbacher Wehr machte. Als früherer Ebinger 1. Kommandant war Schnapp in Mürsbach kein Unbekannter. Und auch der neue Kreisbrandmeister kennt die Mürsbacher Kollegen lange. Er attestierte den Aktiven einen erstklassigen Ausbildungsstatus und freute sich über die Jugendfeuerwehr, die die Zukunft der Wehr sichern helfe. Ferner hatte der Kreisbrandmeister eine Überraschung für die vier Geehrten im Gepäck; er teilte mit, dass ab sofort mit der Ehrung für 40-jährigen Dienst ein Gutschein für eine Woche kostenfreien Aufenthalt im Feuerwehrheim in Bayrisch Gmain verbunden sei. Zugleich regte er an, dass sich alle anwesenden Gemeinderäte dafür einsetzen sollten, dass die Kommune die Kosten für die Partnerinnen übernimmt.

Später eingetroffen, stellte Kreisbrandinspektor Thomas Renner sein Grußwort vor allem auf die Nachwuchsförderung ab: „Die Jugend von heute sind die Einsatzkräfte von morgen“. Renner wies darauf hin, dass der Landesfeuerwehrverband bei der Jugendförderung Unterstützung anbietet. Der Kreisbrandinspektor war schließlich noch Zeuge von der Neuaufnahme von drei Jugendmitgliedern; Yannick Hälterlein, Anton Hemel und Lukas Reich wurden, wie es Tradition ist, von 1. Kommandanten Rainer Nestmann mit Handschlag in die örtliche Wehr aufgenommen.

Dieser Handschlag war der letzte von Rainer Nestmann als 1. Kommandant. Sein letzter Rechenschaftsbericht geriet zum eindrucksvollen Zeugnis für den ausgezeichneten Ausbildungsgrad und das große Engagement vieler Aktiver in Mürsbach. Mehr als 1.000 Stunden Feuerwehrdienst haben die 56 Aktiven, davon 19 Atemschutzträger, inklusive der neun Jugendanwärter/-innen, im vergangenen Jahr geleistet. Bürgermeister Kellner bedankte sich beim scheidenden Kommandanten für die stets gute Zusammenarbeit und seinen vorbildlichen Einsatz. Demnächst werde in einer Dienstversammlung der Nachfolger gewählt. Als „Herausforderung für die Gemeinde“ bezeichnete er die Einführung des Digitalfunks für alle Wehren in diesem Jahr.

Die Rechenschaftsberichte von 1. Vorstand Thomas Scheer, Schriftführer Frank Zimprich, Schatzmeister Udo Finzel und den Rechnungsprüfern Bruno Böhmer und Andreas Schmittlutz legten beredtes Zeugnis von einem vorbildlich intakten Verein ab. Abschließend lud Thomas Scheer alle zum Faschingstanz der FFW Mürsbach am 15. Februar in den Saal des Brauereigasthofs Sonne ein.

Sabina Sitzmann-Simon

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