Mehrgenerationenplatz: Nur ein Prestigeprojekt?

Veröffentlicht am 9. Juli 2015 von Redaktion

Braucht Rattelsdorf einen Mehrgenerationen-Spielplatz? Diese Frage kam in den vergangenen Monaten häufiger auf. Auch im Rahmen des politischen Aschermittwochs diskutierte der CSU-Ortsverband darüber. Vor einer Woche wurde dem Gemeinderat eine neue Kostenschätzung präsentiert – über 200.000 Euro soll der Platz kosten. Dazu hat unsere Redaktion ein Gastbeitrag erreicht.

Ein Gastbeitrag von Elke Schmittlutz

Ein Mehrgenerationen-Spielplatz muss her. Für wen? Für die Kinder und Jugendlichen? Sicher nicht.

Denn dann könnte man es sich einfacher, vor allem billiger, machen und die schon vorhandenen Spielplätze endlich mal instand setzen, aufwerten und interessanter gestalten. An den Spielplätzen wird, wenn etwas kaputt ist, weggebaut und gut ist. Es kommt nichts Neues mehr hin.

Am Sportplatz

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (1)

Auf diesem Spielplatz gab es mal zwei Wippen und dazu eine große aus Holz und statt diesem Zaun waren zur Straße Büsche angepflanzt. Es gab einen Sandkasten und und und … Und ja, es waren tatsächlich Kinder drauf, die gespielt haben.

Gartenstraße

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (2)

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (3)

Dieser Platz ist ein Hohn, ihn Spielplatz zu nennen eine Frechheit. Die Geräte sind uralt, rostig und verdreckt und das schon seit Jahren. Das so etwas nicht gerade zum Spielen einlädt liegt doch auf der Hand.

Kirchenspielplatz

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (4)

Farblos und ohne Reiz. Hier wurde mit Kies „ausgelegt“, damit sich die Kinder, die runterfallen oder stürzen, noch mehr wehtun. Wer überlegt sich so etwas?

An der Itz

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (5)

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (6)

Trostlos und unbenutzt. Aber mit „Sandkasten“!

Amselweg

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (7)

Das ist noch der „schönste“ Spielplatz.

Skaterplatz

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (8)

Für die Jugendlichen wurde mal ein Skaterplatz gebaut, er fristete ein nur kurzes Dasein. Nachdem er nicht angenommen wurde (warum wohl?), hat man eben einen „tollen“ Basketballkorb aufgestellt. Nach wie vor sieht das trist, öde und alles andere als einladend aus.

Für wen kommt nun der Mehrgenerationenplatz? 

Für die Generation 30+, 40+, 50+?

Da bin ich mal gespannt, was da dann geboten wird. Das muss dann schon sensationell sein, damit sich ein Erwachsener, an der vielbefahrenen Straße, also in bester Lage, auf ein „Spielgerät“ schwingt und sich austobt. Aber die Gemeinderäte werden uns allen bestimmt jeden Abend oder am Samstag-/Sonntagnachmittag beweisen, wie herrlich es ist, sich zu treffen und miteinander zu spielen.

Und das Ganze wird dann gekrönt mit Toiletten! An denen werden sich dann so einige austoben. Bestimmt. Die Anwohner wird’s freuen. Hat man die überhaupt gefragt? Und alles wird auch brav eingezäunt, damit nur ja keiner mehr rauskommt, wenn er denn mal drin ist?

Ich fass es nicht, für welchen Blödsinn hier über 200.000 Euro (ohne Toiletten usw.) ausgegeben wird. Aber wenn es hoch gefördert wird, muss es wohl an den Mann bzw. an die Frau gebracht werden, egal ob sinnvoll oder nicht.

Die Spielplätze waren schon so oft Thema in den Sitzungen, aber man sieht, was dabei herausgekommen ist. Nichts. Letztendlich wird nur wieder etwas Neues gebaut, das dann verkommt oder wenn Veranstaltungen sind wieder aufgehübscht wird.

Rattelsdorf. Ein Dorf mit hässlichen Kinderspielplätzen, aber demnächst mit einem „schönen“ (?) Mehrgenerationenspielplatz. Für wen? Fürs Ego, Prestige und fürs Image. 

Achja: Wie es geht, zeigen uns die Ebinger. Mitten im Dorf! Ein sagenhaft schöner Spielplatz, der seinesgleichen erst mal suchen muss. In Rattelsdorf braucht man da aber nicht anfangen.

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (9)

Gastbeitrag Mehrgenerationenplatz Rattelsdorf 2015 (10)

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  1. Otto Schobert 9. Juli 2015 at 23:17 - Antworten

    Nachfolgend noch zwei kurze Ergänzungen:

    1. Die Kosten, die im Laufe der letzten Monate sukzessive gestiegen sind, belaufen sich laut letzter öffentlicher Marktgemeinderatssitzung (momentan) geschätzt auf 274.000 EUR – ohne Toiletten.

    2. Die Gemeinderäte werden sicherlich nicht vollständig jeden Abend oder am Samstag-/Sonntagnachmittag beweisen, wie herrlich es ist, sich zu treffen und miteinander zu spielen. Von Anfang an gab es tatsächlich mehrere Marktgemeinderäte, die u.a. aus im Artikel genannten Gründen äußerst skeptisch gegenüber dem Projekt eingestellt sind und dies auch kontinuierlich durch entsprechende Abstimmung kundgetan haben.

  2. Hans-Jürgen Scheerbaum 10. Juli 2015 at 10:14 - Antworten

    Stimmt alles! Kleine Anmerkung: einstimmig war der Beschluss nicht.

  3. Thomas Huber 10. Juli 2015 at 15:29 - Antworten

    Einige Anmerkungen zu obigem Artikel:

    Die Beliebtheit eines Spielplatzes lässt sich keinesfalls anordnen. Manche banale Voraussetzungen müssen aber unbedingt gegeben sein, soll ein Kinderspielplatz seinen Zweck erfüllen.
    Ein Spielplatz muss „wachsen“, in die Umgebung passen, vor allem aber von Kindern und Eltern akzeptiert werden.

    Der Ebinger Spielplatz ist nur deshalb so sagenhaft schön, weil über Jahrzehnte hinweg der hiesige Pfeifenclub seine Finger im Spiel hatte und hat.
    80 % des Inventars sowie die komplette Umzäunung sind vom Pfeifenclub Ebing errichtet und teilweise auch vollständig bezahlt worden.
    Regelmäßige Kontrollgänge und Säuberungsaktionen durch die Mitglieder tragen zusätzlich dazu bei, den Platz in Schuss zu halten.
    Der Lohn der Mühen ist eine äußerst lebhafte Frequentierung des Platzes, sogar von Eltern und Kindern umliegender Ortschaften.

    Intakte und ausreichend ausgestattete Spielplätze sind bei Weitem kein Luxus.
    Allein die Anzahl von Spielplätzen in der Marktgemeinde Rattelsdorf erscheint als völlig ausreichend.

    Thomas Huber (Schriftführer Pfeifenclub Ebing)
    und weitere Vorstandsmitglieder

  4. Elke Schmittlutz 13. Juli 2015 at 20:02 - Antworten

    Herr Schobert und Herr Scheerbaum.
    Auch wenn Sie nicht dafür gestimmt haben oder wenn sich einige Räte skeptisch äußerten, wer zahlt denn die bisherigen Kosten? Oder arbeiten etwa die Planungsbüros umsonst?
    Machen sie das Ganze doch transparenter (auch die Abstimmungen) damit man sich hier als mündiger Bürger fühlen kann. Es wird etwas entschieden bei dem keiner der Gemeinderäte dann danach direkt, wie etwa vom Lärm, betroffen ist.
    Die Anwohner oder die Mitbürger wurden anscheinend noch nicht dazu befragt wie ich in den letzten Tagen erfahren durfte. Es wurden etliche Stimmen laut die meinem Beitrag recht gaben.
    Herr Huber.
    Das ist es ja was ich bewundere: Die Initiative des Ortes etwas, ohne großes Aufgeblasenheit, zu schaffen und vor allem es zu erhalten.
    Das ist etwas was Rattelsdorf nicht schafft. Es wird was hingestellt, es wird groß gefeiert und dann ist es aus den Augen und aus dem Sinn. Keiner fühlt sich mehr dafür verantwortlich.

    • Otto Schobert 14. Juli 2015 at 22:01 - Antworten

      Sehr geehrte Frau Schmittlutz,

      zu Ihren Argumenten:

      – Kosten: Es ist tatsächlich so, dass es bisher keine Kosten gab, da die Planung bisher vom Anbieter der Spielgeräte durchgeführt wurde. Als sich nun aber herausstellte, dass das Thema inzwischen doch einen größeren Rahmen einnehmen wird, wurde in der letzten, öffentlichen Sitzung ein Landschaftsplaner beauftragt, der ab sofort tatsächlich Planungskosten verursacht – übrigens wiederum nicht einstimmig.

      – Transparenz: Dieses Forum bzw. Ihr Beitrag ist EINE Form der Transparenz, die wir gerne nutzen. Andererseits muss ich festhalten, dass an den meisten der öffentlichen Marktgemeinderatssitzungen leider KEINE Bürger teilnehmen, es gibt so gut wie keine Besucher / Gäste. Die gebotene Transparenz auf kommunaler Ebene wird also angeboten – aber leider kaum von der Bevölkerung genutzt. 

      – Bürgerbeteiligung: Sie stehen mit Ihrer Aussage tatsächlich nicht alleine da. Auch einige Marktgemeinderäte haben dieses Thema bereits andiskutiert. Mir persönlich – und auch nach Rücksprache mit andere Marktgemeinderatskollegen – ist noch kein Bürger begegnet, der den Bau des Mehrgenerationenspielplatzes begrüßt, geschweige denn sich darauf freut, ihn endlich nutzen zu können. Wir haben proaktiv bereits vor längerer Zeit in unseren Wahlkampfveranstaltungen danach gefragt und weitgehend Ablehnung erfahren. Dies ist letztlich auch die Basis, nach der wir unsere Abstimmungen vornehmen da wir im Marktgemeinderat keine persönlichen Interessen vertreten, sondern als Vertrteter der Bürger fungieren. Von daher stellt sich tatsächlich die Frage, ob hier nicht ein Projekt einfach nur um des Projektes Willen realisiert wird – obwohl keinerlei Notwendigkeit dafür besteht. 

      – Statement zu Herrn Huber: Dies lasse ich einfach so stehen, Ihre Aussage bedarf keinerlei weiteren Kommentar. 

      Wir sollten im Markt Rattelsdorf mehr Augenmerk auf die tatsächlich wichtigen Themen legen und nicht Projekte gegen zweifelhafte Bürgerzustimmungen einfach durchboxen – selbst wenn diese gefördert und gegenfinanziert werden. Die mittlerweile knappen Finanzmittel (pro-Kopf-Verschuldung zwar niedrig / aber Rücklagen weit dezimiert) sollten für sinnvollere Dinge eingesetzt werden, wo wir Bürger auch letztlich einen Sinn erkennen.

  5. Elke Schmittlutz 15. Juli 2015 at 07:24 - Antworten

    Herr Schobert,

    danke für Ihre offene Stellungnahme.
    Dazu darf ich bitte anmerken.

    Viele Ältere nutzen kein Internet.

    Machen Sie es doch öffentlich dass der M-Spielplatz in der Sitzung diskutiert wird, nicht nur im Aushang. Das liest keiner. Z.B. im Mitteilungsblatt. Und setzen sie diesen TOP dann nicht an letzter Stelle.

    Lassen sie uns Bürger MITBESTIMMEN und nicht nur zuhören.

    Was nützt es mir( ich war schon etliche Male dabei) wenn ich bei einem wichtigen Thema um Erlaubnis fragen muss ob ich reden darf?

    Machen sie doch, vielleicht einmal im Quartal, eine Sitzung für die Bürger. in denen sie auch ihre Meinung äußern können. Mit Themen die auch die Rattelsdorfer/Ebinger/und die anderen tangieren.
    Egal ob M-Spielplatz oder Straßenbau.

    Im Wahlkampf…………..ja da können ALLE die ein Amt wollen auf die Bürger zugehen und dann wird versprochen……………….aber danach?

    Vergessen und vorbei!!!

  6. Sabine Saam 15. Juli 2015 at 07:58 - Antworten

    Es gibt in der Tat ein Gremium, in dem ALLE mitreden können, die leider vielerorts in Vergessenheit geratene Bürgerversammlung nach Art. 18 Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern.

  7. Elke Schmittlutz 15. Juli 2015 at 16:08 - Antworten

    Frau Saam,
    die ist einmal im Jahr………………und da sind nicht mal alle Gemeinderäte vertreten!

    Ansonsten ist hier STILLE!

    Das ist bürgernah!?

  8. Sabine Saam 15. Juli 2015 at 16:56 - Antworten

    … die kann auch öfter als einmal im Jahr sein.
    … die kann auch auf Antrag der Bürger einberufen werden.

    http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-GemOBY1998V1Art18

  9. Elke Schmittlutz 15. Juli 2015 at 19:54 - Antworten

    Frau Saam,

    ich möchte keine Bürgerversammlung bei der nichts entschieden wird und bei der keine Verpflichtung der Anwesenheit der Gemeinderäte besteht, sondern bürgernahe Sitzungen in denen man mitbekommt wer was wie abstimmt und welche Meinung der Einzelne zu den Dingen hat. UND, dass man eben als Bürger auch gehört wird.

  10. Robert Leisgang 18. Juli 2015 at 09:04 - Antworten

    Nur eine kurze Anmerkung.
    Ich habe den Verweis (Link) zu diesem Artikel (damals waren 3 Anmerkungen) an den Markt Rattelsdorf zur Weiterleitung an den 1. Bürgermeister gesandt.
    Leider bekam ich nicht einmal eine Antwort!

  11. Sebastian Imhof 18. Juli 2015 at 13:03 - Antworten

    Wir sind seit Anfang des Jahres Neubürger von Rattelsdorf. Der Zustand der Spielplätze hat uns regelrecht geschockt. Mitte Mai habe ich mich mit einem Brief an die Bürgermeister gewandt, als Antwort erhielt ich ein Schreiben vom Geschäftsstellenleiter der Marktgemeinde. In dem darauf folgenden Telefonat wurde mein Anliegen nach Verbesserung der Situation (Instandsetzung bzw. Neuanschaffung von Spielgeräten auf allen öffentlichen Spielplätzen) mehr oder weniger „wegdiskutiert“.

    Nach der Festrede des 1. Bürgermeisters zur Eröffnung des Kindergartens, fühlte ich mich erneut motiviert, auf den Umstand aufmerksam zu machen. Auf meine E-Mail habe ich bislang keine Antwort erhalten.

    Der Zustand der öffentlichen Spielanlagen ist ein Graus. Dennoch soll viel Geld in einen Mehrgenerationen-Spielplatz investiert werden. Der Bürgermeister wirbt mit einem kinder- und familienfreundlichen Rattelsdorf und spricht von „Daseinsfürsorge“ sowie „Verantwortlichkeit“ – das alles passt nicht zusammen.

    @Elke Schmittlutz
    Herzlichen Dank, dass Sie das Thema aufgegriffen haben. Sollten Sie noch weitere Bilder der verwahrlosten Spielplätze benötigen, melden Sie sich bitte bei mir. 😉

    Es grüßt
    ein enttäuschter 2facher Familienvater

  12. Elke Schmittlutz 18. Juli 2015 at 13:49 - Antworten

    Herr Imhof,
    es freut mich dass Sie sich hier melden.

    Sie werden keine Antwort vom Bürgermeister bekommen. Denn das ist ein unangenehmes Thema und damit kann man sich nicht profilieren.

    So reagieren auch die meisten Gemeinderäte.

    Bei neuen Sachen da kann man glänzen und reden. Ja reden können sie alle besonders unser Bürgermeister. Aber mit Reden kann man nichts erreichen.

    Ich habe den Verfall der Spielplätze mit meinen eigenen Kindern miterlebt, habe sie in der Gemeinde angezeigt. Es wurde nur immer abgebaut…….

    Frau Neubecker meinte mal: „Es hat ja jeder seinen eigenen Spielplatz im Garten“

    So einfach macht man es sich.

    Aber dann braucht es auch keinen Mehrgenerationen-Spielplatz, die können dann auch alle im eigenen Garten……

    • Sebastian Imhof 23. Juli 2015 at 21:59 - Antworten

      …auf eine Antwort auf meine E-Mail an den Bürgermeister warte ich noch immer.

      Im Übrigen hätte ich sehr gerne an der heutigen Gemeinderatssitzung teilgenommen, was jedoch aus beruflichen Gründen nicht möglich war. 18 Uhr ist für mich leider nicht einzurichten…

  13. Karl-Heinz Schmittlutz 18. Juli 2015 at 14:11 - Antworten

    Ein Mehrgenerationen Spielplatz soll gebaut werden ungeachtet der Feststellung des tatsächlichen Bedarfs, der Akzeptanz und der Finanzierbarkeit.
    Ca. 275 Tsd. Euro Projektierungskosten ohne Sanitäranlagen und ohne möglichen Einbezug von Folgekosten sind daher äußerst bedenklich und grenzwertig.

    Mein Damen und Herren haben Sie sich bei dieser Entscheidung den Rückhalt, die Zustimmung aus der Bevölkerung geholt?

    Ohne verantwortlichen „Sichdarumkümmernden“ gehen derartige Aktivitäten auf kurz oder lang gegen Null. Hierzu bemühe man die Suchfunktion im Internet betreffend der Akzeptanz eines Mehrgenerationen Spielplatzes

    Frau Sitzmann, sehr gut Ihr Vorschlag mit der Toilette! Damit sind Sie nunmehr der Initiatorin für den ersten „öffentlichen Lokus“ in Rattelsdorf.
    Mein Vorschlag: In Ihrer Rolle als Initiatorin sollten Sie nun aber auch die „Sichdarumkümmernde“ sein und die Verantwortung für die tägliche Sauberkeit und Wartung tragen.
    Die Radler, Besucher des Nettos und Besucher des nächtlichen Treffs „Alt Netto“ danken es Ihnen heute schon.

    Ihnen ist sicherlich nicht entgangen wie kostspielig sich eine derartige Kloidee entwickeln kann (siehe: Stadt Bamberg/Promenade).

    Die aufzubringende Last der Unterhaltung des gesamten Areals und die sicherlich noch zu bewertende neue Mehrbelastung des Bauhofes werden sich immens gestalten.

    Man muss sich nicht zwingend ein Denkmal setzen. Nicht auszuschließen, dass man mit derartigen kostspieligen Entscheidungen sehr schnell „berühmt“ werden kann. Das hatten wir bereits schon mehrfach.

    Man könnte das Geld mit Sicherheit auch dringenderen Baulichkeiten zukommen lassen. Z.B. der Sportplatz oder die Abtenberghalle, sie sind in die Jahre gekommen oder wartet man da auch ab, wie bei den Spielplätzen, bis sie sich abgewirtschaftet haben und baut dann mit Förderung was Neues?

  14. Elke Schmittlutz 23. Juli 2015 at 12:44 - Antworten

    Nachdem es ja doch so viel gelesen wird und ich sehr oft positive Bestätigung bekomme noch ein paar Sätze.

    Herr Schmittwolf, wie mir zugetragen wurde sind Sie der „Vorsitz“ der Spielplatzkommission?
    Was ist denn aus den vielen Beratungen bzgl. der Instandsetzung der bestehenden Spielplätze rausgekommen?
    Man hört und liest so gar nichts mehr davon.

    Ist man da vielleicht zu der Erkenntnis gekommen diese einfach der Natur zu überlassen und stattdessen etwas Neues, noch nie Dagewesenes zu schaffen?
    Eben etwas womit man sich profilieren kann?
    Mit schnöden Spielplätzen kommt man nicht zu Ruhm.

    Wie mir auch gesagt wurde, trägt man sich mit dem Gedanken evtl. eine Unterschriftenliste DAGEGEN zu organisieren.
    Da kann ich den Leuten nur sagen: MACHEN, MACHEN, MACHEN!
    Man muss unseren Gemeinderäten und dem Bürgermeister schon mitteilen was man will und vor allem was nicht.
    Gefragt wird man ja nicht…………leider.

    Schade, dass es den meisten Räten leichter fällt Hände zu heben als mal offen Stellung zu beziehen.

    So, ich bin mal gespannt was aus diesem „Schaukel-Rollator- Parcours“ wird.

  15. Dieter Porfert 8. August 2015 at 14:32 - Antworten

    Das exakt gleiche Problem haben wir auch in Trabelsdorf. Es fehlt n ur noch das der Planer auch der Müller-Martsch ist. Es wird Zeit mal eine Initiative zu gründen, und zwar auf Landkreisebene, um sich gegenseitig gegen solche Vorgehensweisen und Steuerverschwendung zu wehren.

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