„LIFE“ soll ökologischen Zustand der Wasserflächen verbessern

Veröffentlicht am 15. Juni 2013 von Johannes Michel

Unsere Region ist geprägt von Baggerseen, momentan noch bewirtschafteten und renaturierten. „Der ökologische Zustand der Wasserflächen, insbesondere der Baggerseen, ist im Maintal allerdings nicht besonders gut“, erklärte Bernhard Struck, beim Landratsamt Bamberg zuständig für Naturschutz, den Rattelsdorfer Marktgemeinderäten in der Sitzung vom 13. Juni. Nun stehen Maßnahmen in Ebing an.

Der Ebinger Badesee ist allgemein bekannt. Weniger sichtbar ist eine Wasserfläche südlich davon, also auf der anderen Seite der Verbindungsstraße BA32 zwischen Ebing und dem Bahnhof. Solche Gewässer sollen im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten LIFE-Naturschutzprojektes „Oberes Maintal“ wieder dynamischer werden. Gelingen kann dies zum Beispiel durch das Anlegen von Flachwasserzonen und „Altwässern“. Bernhard Struck stellte dazu die Planungen für den genannten Ebinger See vor. Neben einer Flachwasserzone im südlichen Bereich soll im Norden ein Altwasser angelegt werden, Besucher können sich dann auch von zwei Aussichtspunkten aus anhand von Infotafeln über das Gewässer informieren.

Struck gab zudem allgemeine Informationen zum gesamten Projekt „Oberes Maintal“, das sich von Bamberg bis nach Burgkunstadt erstreckt, also auf einer Länge von fast 80 Kilometern. Ziel ist die Verbesserung der ökologischen Qualität der Lebensräume. Über zwei Millionen Euro werden investiert, die Hälfte davon trägt die Europäische Union, die, so Struck, auch regelmäßig die Maßnahmen kontrolliert. Mehr Informationen zum Naturschutzprojekt finden Sie auch auf einem eigenen Internetauftritt.

Haushaltsplan verabschiedet: Erstmals „zweistellig“

„Wir sind nicht in der unglücklichsten Situation, es gibt aber auch keinen Grund zum Jubeln“, sagte Bürgermeister Bruno Kellner zur Einleitung der Tagesordnungspunkte rund um das Thema Haushalt. Erstmals liegt der Gesamthaushalt der Marktgemeinde über zehn Millionen Euro, genauer sind es 10,5 Millionen Euro. Der Grund dafür sind hohe Investitionen im Bereich des Kindergartens, der Kläranlage Ebing und der Schule. Aktuell kommt der Haushaltsplan dennoch ohne Kreditaufnahme aus, die Verschuldung würde sich damit rückläufig nahe in Richtung 100 Euro pro Einwohner bewegen. „Wir brauchen eine solide Haushaltslage, um die großen Aufgaben der kommenden Jahre zu bewältigen“, so Kellner. Der Haushalt und auch die Finanzplanung für die kommenden Jahre wurden vom Marktgemeinderat einstimmig verabschiedet.

Ebenso wurde einstimmig beschlossen, im Bereich Grabenstraße, Schulstraße, Pfarrer-Jäger-Straße und Weiße-Kreuz-Straße eine Tempo-30-Zone einzurichten. Im südlichen Bereich existieren bereits einige Straßen, in denen nur Tempo 30 zulässig ist. Verkehrsbehörde und Polizei unterstützten diesen Antrag, besonders in Anbetracht der dort liegenden Schule und als Ergänzung der schon vorhandenen Tempo-30-Zonen.

Johannes Michel. Titelfoto: Google Maps

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