Ärztehaus, Bürgerhaus und ein Abschied

Veröffentlicht am 25. Juli 2017 von Nadine Rener

Viele Diskussionen gibt es im Moment in Rattelsdorf rund um die Ebinger Straße. Hierbei geht es vor allem um die Grünfläche zwischen Rattelsdorf und Ebing. Im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung wurde aber, wie bereits bei einer Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema Grünfläche angekündigt wurde, lediglich das Thema medizinisches Versorgungszentrum behandelt. Hier mahnte Bürgermeister Bruno Kellner, nicht zu lange zu warten: „Wir müssen zügig vorangehen, wenn wir uns etablieren wollen“.

Vom 6. Juni bis 6. Juli  2017 wurde der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt, nun wurde das Ergebnis ausgewertet. Es gab eine Bürgereinwendung, bei der unter anderem kritisiert wurde, dass das Grundstück ungeeignet sei, da das Versorgungszentrum so in das Grundstück hinein gezwängt werden müsse. Kai Kutzner von der Planungsgruppe Strunz entgegnete, dass hier die Fläche effizient genutzt werden würde. Neben dieser Auswertung wurden außerdem Stellungnahmen beispielsweise  vom Landratsamt zum Plan besprochen. So wurde unter anderem festgestellt, dass die Ackerbrache, die als Ausgleichsfläche dienen soll, älter als fünf Jahre ist. Damit steigt der Ausgleichsfaktor, so dass sich auch die Größe der benötigten Ausgleichsfläche erhöht. Im nächsten Schritt soll nun der Entwurf in Fassung vom 20. Juli 2017 noch einmal für zwei Wochen ausgelegt werden, wobei Stellungnahmen nur zu den geänderten oder ergänzten Teilen möglich sein werden.

Bauantrag für das Medlitzer Bürgerhaus

Gegenstand der Sitzung war ebenfalls die örtliche Rechnungsprüfung für das Jahr 2015. Diese wurde am 15. Mai 2017 durchgeführt. Es gab keine Beanstandungen, weshalb die Entlastung des Bürgermeisters beschlossen wurde. Allerdings sei dem Ausschuss aufgefallen, dass nicht alle Investitionen, die geplant waren, auch umgesetzt wurden. Deswegen empfehle der Ausschuss, dies in Zukunft besser zu handhaben.

Außerdem wurde über den Stand der Dinge bezüglich des Bürgerhauses in Medlitz berichtet. Als Voraussetzung für eine mögliche Förderung müssten mehrere Punkte erfüllt werden, erkläre Kellner, so müsse zum Beispiel ein Bauantrag vorliegen. Dieser sehe keine großen Änderungen im Vergleich zu der bereits vorgestellten Variante vor, betonte Stefan Moncken vom zuständigen Architekturbüro Moncken. Der Bauantrag wurde mit dem Amt für ländliche Entwicklung (ALE) abgestimmt und liegt ihm bereits mit der Kostenberechnung  vor. Insgesamt soll die Maßnahme bis zu 780.000 Euro kosten, circa 615.000 Euro davon erachtet das Architekturbüro als förderfähig. Sollte Rattelsdorf eine Förderung durch das ELER-Programm erreichen, würde das Projekt mit 60 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden.  Betont wurde aber noch einmal, dass das Bürgerhaus in Medlitz nur dann gebaut werden würde, wenn die Maßnahme auch wirklich eine Förderung erhielte.

Abschied aus Rattelsdorf

In Sachen Gemeindeverbindungsstraße zwischen Rattelsdorf und Zapfendorf berichtete Kellner, dass es ohne Verkehrsfrequenzzählung keine Förderung der Maßnahme gebe. Wie die Regierung von Oberfranken mitteilte, könne erst die Verkehrszählung im Herbst ein objektives Bild bieten, denn erst dann ließe sich normale Frequenz der Straße ohne Baustellenverkehr sehen.

Zudem soll es eine  Änderung bezüglich einer Biogasanlage in Medlitz geben. Diese soll mit einem weiteren Biogasmotor zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit versehen werden. Dadurch könnte die Anlage im Bedarfsfall mehr Strom liefern, so dass gerade im Winterhalbjahr mehr von ihr erzeugter Strom genutzt werden könnte als im Sommer.

Auch ein Abschied stand auf der Tagesordnung, denn nach vier Jahren als Rektorin der Rattelsdorfer Schule wurde Susanne Weig verabschiedet. Bereits Ende März hatte sie bekannt gegeben, ihr Amt abgeben zu wollen. Frühzeitig, wie sie selbst sagt, um die Suche nach einem Nachfolger zu vereinfachen, der auch gefunden wurde. Die letzten vier Jahr seien wie im Flug für sie vergangen, erzählte Weig. Bürgermeister Kellner dankte ihr für „vier Jahre Dienst im Sinne unserer Kinder“.

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.