Schule: Neubau, Teilneubau, Sanierung?

Veröffentlicht am 31. März 2015 von Johannes Michel

Noch immer stellt sich für die Marktgemeinderäte in Rattelsdorf die Frage: Soll das Schulhaus saniert oder vollständig neu errichtet werden? Auch in der jüngsten Sitzung wurde die Frage nicht beantwortet. Architekt Stefan Paptistella hatte aber ein interessantes Konzept mitgebracht.

Schon seit rund drei Jahren ist die Sanierung des Rattelsdorfer Schulhauses ein Thema. 2014 wurden die ersten Architektenleistungen beauftragt – und Architekt Stefan Paptistella war seitdem in mehreren Sitzung des Gemeinderats zu Gast. Auch am 26. März 2015 hatte er wieder neue Untersuchungsergebnisse und auch eine neue Variante im Gepäck. Statische Untersuchungen haben mittlerweile ergeben, dass durch die Umrüstung von Elektro- auf Zentralheizung, dies geschah in den 1980ern, statische Probleme vorhanden sind, verursacht durch die Bohrungen. Außerdem sei denkbar, dass die verbauten Faserzementplatten mit Asbest belastet sind. Im Außenbereich müssten die Waschbetonplatten unbedingt neu verankert werden, da diese ohne Korrosionsschutz an den Stützen befestigt seien.

„Möglich wäre, neben einer vollständigen Sanierung, auch ein Teilneubau“, so Paptistella. Das Konzept sähe folgendermaßen aus: Das alte Schulhaus würde nicht angetastet, der Bereich rund um den aktuellen Schuleingang abgerissen – aufgrund des Wegfalls der Mittelschule wird er nicht mehr benötigt. Der folgende Gebäudeteil würde ebenfalls verschwinden, aber neu errichtet. Der größte Bereich bis hin zur Turnhalle könnte dann erhalten und saniert werden.

Luftbild Schule Rattelsdorf 2015
Links das alte Schulhaus, dann der Bereich, der abgerissen werden könnte. Gelb: Ein möglicher Neubau, blau: Sanierung. Rechts: Die Turnhalle.

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Heute sind die Räume kleiner

Ein Problem sind die Fördergelder und die Raumgrößen – dies wurde auch wieder in der Sitzung klar. Während aktuell nur noch Klassenräume bis zu einer Größe von 58 Quadratmetern förderfähig sind, sind die aktuellen Räume im Schnitt um die 20 Quadratmeter größer – und das möchte die Schulleitung nur ungern aufgeben. Aktuell hat die Schule eine Nutzfläche von über 2.100 Quadratmeter, bei Sanierung oder Teilneubau wären es 1.870 beziehungsweise 1.600 Quadratmeter. Die Regierung von Oberfranken fördert allerdings nur 1.424 Quadratmeter – die Gemeinde müsste also auf jeden Fall drauflegen.

Welche Lösung nun weiterverfolgt werden soll, wurde in der Sitzung nicht beschlossen. Bürgermeister Bruno Kellner hob die Konzentration auf Grundschule und Nachmittagsbetreuung (Itz-Kids) hervor, Gemeinderäte der Ebinger Liste sprachen sich erneut für die Suche nach einem neuen Standort aus. In Kürze dürfte die Schule also wieder Thema sein.

Weitere Themen der Sitzung vom 26. März 2015

Zu Beginn überreichte Lothar Riemer vom Landratsamt Bamberg der Gemeinde das Schild „Gesunder Markt Rattelsdorf“. Seit anderthalb Jahren läuft diesbezüglich ein Projekt, das Gesundheit und Zusammenhalt der Generationen fördern soll. Beschlossen wurde außerdem, die SpVgg Rattelsdorf bei der Sanierung des Turnhallendachs zu unterstützen – die Gemeinde übernimmt 20 Prozent der Kosten und außerdem die Entsorgung des alten Eternitdaches. Gegründet wurde ein Arbeitskreis Tourismus, bestehend aus fünf Gemeinderatsmitgliedern und dem Verwaltungsleiter Roland Imhof.

Gesunder Markt Rattelsdorf 2015
Das Team vom Gesunden Markt Rattelsdorf bekam das Schild überreicht.

Luftbild: Google Maps

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