Männerverein als fester Bestandteil des Rattelsdorfer Vereinslebens

Veröffentlicht am 28. November 2017 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



Im Fokus einer sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung des Sankt Michaelsvereins, traditionsgemäß am Christkönigfest, standen die Vorbereitungen für das 125-jährige Jubiläum des Vereins im Jahr 2018. Es seien viele Aufgaben zu stemmen, appellierte erster Vorsitzender Manfred Jungkunz an die Mitglieder. Gefeiert werde das Jubiläum am Schutzengelfest, wie immer am ersten Sonntag im September.

Zu dieser Gründungsfeier mit Kirchenparade, Festmessfeier und Sakramentsprozession würden wie üblich Bürgermeister, Markt- und Pfarrgemeinderat sowie die örtlichen Vereine eingeladen. Dazu kämen noch die befreundeten Männervereine aus der Region. Gefeiert werde anschließend mit einem Frühschoppen mit den „Itzgrunder Musikanten“ am Kirchplatz und im Pfarrgarten“, bis in den Nachmittag mit Kaffee und Kuchen. Für das Jubiläumsjahr kündigte der Vorsitzende die Restaurierung der Schutzengelstatue an. An den Kosten von gut 2.500 Euro beteiligt sich das Erzbischöfliche Ordinariat mit 500 Euro. In diesem Zusammenhang berichtete Schatzmeister Matthias Amann, dass der Verein finanziell gut aufgestellt sei. Er bedankte sich bei den zahlreichen Spendern.

Im Jubiläumsjahr ist der Verein außerdem Veranstalter der Landesversammlung der katholischen Männervereine. Nach Festmessfeier und Festvortrag versammeln sich die Männer im Sportheim. An diesen Landesversammlungen nahmen die Männer des Vereins auch heuer teil. Besonders beeindruckend war die Landesversammlung in Garching, zu der Teilnehmer aus sieben Diözesen kamen. Kardinal Reinhard Marx als Zelebrant des Festgottesdienstes habe hervorgehoben, dass es in Bamberg 26 katholische Männervereine gebe. Im Vergleich dazu in München nur sechs, so Jungkunz. Die Rattelsdorfer Männer waren auch vertreten als bei der Landesversammlung Monsignore Wolfgang  Witzgall als Diözesanmännerseelsorger verabschiedet und Diakon Michael Schofer vom Erzbischof in dieses Amt eingeführt wurde. Ebenfalls dabei waren Mitglieder des Vereins bei der Männerwallfahrt nach Vierzehnheiligen.


Manfred Jungkunz (links) nahm auch wieder Ehrungen vor.

Neben diesen überörtlichen Aktivitäten konnte der Vorsitzende über ein großes ehrenamtliches Engagement im Vereinsleben von Rattelsdorf berichten. Aktiv ist der Verein beim Ausschank für den Faschingsumzug, Faschingskehraus, Männerkreuzweg, Kreuzhoffest, Johannisfeuer, Kirchweihbaumaufstellen, Pfarr- und Dorffest und seinem Stiftungsfest. Die große Kirchenreinigung und die Pflege des Kirchplatzes sind weitere Aufgaben. Mitglieder des Vereins beteiligen sich bei den örtlichen Festen mit einer Fahnenabordnung. Einige tragen den Baldachin bei Prozessionen. Die Attraktivität des Vereins unterstrich Jungkunz mit einer Mitgliederzahl von 156, darunter sind wieder zwei neu aufgenommene junge Männer.

Das große Engagement des Vereins basiert auf den aktiven Mitgliedern, die vom Vorstand geehrt wurden. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft zeichnete der Vorsitzende Michael Postler und Helmut Elflein aus. Ebenfalls geehrt wurde Manfred Ullrich. Über diese 25 Jahre habe er in ihm immer einen engagierten Ansprechpartner gefunden, lobte Jungkunz. Die eigentlich fällige Ehrenmitgliedschaft für Robert Müller wird später überreicht.

Präses Pfarrer Reinhold Braun sprach anerkennend davon, dass der Verein bei den zahlreichen örtlichen Veranstaltungen Menschen zusammenbringe. Auf diese Weise lernten sich Menschen kennen, fänden Kommunikationspartner und entgingen so der Anonymität. Sein Dank galt der Vorstandschaft und den Jubilaren. Wichtig waren ihm die anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen. Er appellierte an die Veranstaltungsteilnehmer sich für diese Wahl zur Verfügung zu stellen, oder aber wenigstens wählen zu gehen. Die Bedeutung des Sankt Michaelsvereins als fester Bestandteil des Vereinslebens in Rattelsdorf hob zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Scheerbaum hervor. Er lobte das Engagement der Vorstandschaft, immer wieder junge Mitglieder zu aktivieren. Zum Schluss gab es noch einen beeindruckenden Bildervortrag und das gemeinsam gesprochene Lieblingsgebet von Pater Rupert Mayer.  

Renate Neubecker

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