Kreuzhof: Ein Gut mit langer Tradition

Veröffentlicht am 15. Mai 2012 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz



An Christi Himmelfahrt, 17. Mai, hält der Sankt Michaelsverein am Kreuzhof das Kreuzhoffest. Beginn ist um 14 Uhr mit einer kurzen Marienandacht am Kreuz. Diese hält Präses, Pfarrer Reinhold Braun. Daran anschließend können sich die Besucher unterhalb des Kreuzes auf dem Festplatz zwanglos und in aller Gemütlichkeit unterhalten und die Natur genießen. Zum süffigen „Freudenecker Bier“ und alkoholfreien Getränken werden auch Kaffee und Kuchen sowie Bratwürste und Steaks zu familienfreundlichen Preisen angeboten. Für die Kinder wird wieder die große Hüpfburg der VR-Bank Bamberg aufgestellt.

Der Kreuzhof war 1624 das Gut eines Hansen Matthesen von Giech. Es lag direkt am Waldrand zwischen Höfen und Freudeneck. 1671 verlieh der ehemalige Gutsbesitzer Sebastian Portzner die Güter und Lehen vom Kreuzhof, zu dem auch der Burgstall gehörte, an Andreas Wedel. Dazu gehörten 18 Tagewerk Feld an einem Stück, sechs Tagewerk Wiesen und drei Tagewerk Eichholz. 1832 war aus dem Gut ein stattlicher Bauernhof geworden. Durch das Versiegen des 28 ½ Klafter  (53,7 Meter) tiefen Brunnens nach 1840 musste das Vieh eine Zeit lang vom Graben der Foßhöhe versorgt werden. Der Weg heißt deshalb heute noch Tränkgasse. Da das Wasser immer knapper wurde, wurden die Gebäude 1850 abgebrochen und nach Baunach verkauft. Zwei Töchter der neun „Wedel-Kinder“ erbten die angegebenen Flurstücke. Sie heirateten in die Familie Fischer ein. Maria Fischer heiratete 1938 Heinrich Dirauf aus Zaugendorf. So kommt es, dass einen Teil der damaligen Güter zum Besitz der Familie Fischer, der andere der Familie Dirauf gehört. Heute erinnert nur noch ein Steinkreuz an den ehemaligen Bauern­hof.


So sieht’s beim Kreuzhoffest aus…

Seit 27. Mai 1979 hält der St. Michaelsverein am Kreuzhof  an Christi Himmelfahrt dieses Fest. In den Anfangsjahren wurde abwechselnd mit dem Gesangverein von Rattelsdorf aus eine Wanderung hierher durchgeführt, die dann später in der heutigen Form übernommen wurde.

Im Zuge der Flurbereinigung wurden hier in den vergangenen Jahren einige Veränderungen vorgenommen und so führt heute ein gepflasterter Weg hinauf zur Anhöhe. Zum Kreuzhoffest stellt der St. Michaelsverein an der Abzweigung zwischen Höfen und Freudeneck einen Fahnenmast, damit die Besucher dieser Veranstaltung den richtigen Weg finden.

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Rattelsdorfer Pfarrhof – Pfarrheim statt. Beginn ist dann um 14 Uhr mit der Maiandacht in der Pfarrkirche. Auf Ihr Kommen freut sich der Sankt Michaelsverein Rattelsdorf.

Manfred Jungkunz

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