„Ich will Wegweiser im Glauben für die Menschen sein“

Veröffentlicht am 6. Juli 2012 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz



UPDATE: Jetzt auch mit Text und Fotos zur Nachprimiz in Baunach

Am Samstag vor Pfingsten wurde Jürgen Thaumüller, der seit September 2010 in der Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus (Baunach, Gereuth, Lauter, Mürsbach, Reckendorf) das Pastoralpraktikum absolviert, in der Abteikirche in Münster­schwarzach zum Priester geweiht. Am Pfingstsonntag feierte der Neupriester in seiner Heimat­pfarrei St. Bartholomäus in Stammheim seine Primiz. Die erste Nachprimiz in seinem derzeitigen Einsatzgebiet beging Thaumüller am Sonntag in der Pfarrkirche St. Sebastian in Mürsbach unter großer Anteilnahme der Pfarrgemeinden Mürsbach und Gereuth.

Im Namen der Pfarrei Mürsbach gratulierte der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Oswald Brandl und überreichte zwei Liturgie­bü­cher als Geschenk. Dekan Stefan Gessner erinnerte sich zu Beginn des Gottesdienstes an seine eigene Priesterweihe, beim Handauflegen durch den Bischof habe er die Bürde des Dienstes gespürt, bei der Allerheiligenlitanei sich von den Gebeten der Gemeinde getragen gefühlt. Diese Sicht bestätigte der Primiziant und fügte an, er habe seit dem 26. Mai „beeindruckende Tage verbracht, die mit Freude ge- und erfüllt waren“.

Damit nahm er Bezug auf seinen Primizspruch aus dem Buch Nehemia: „Die Freude am Herrn ist eure Stärke“. In der Priesterweihe werde man durch Gott selbst in den Dienst am Nächsten gestellt. Es sei für ihn eine Ehre und Herausforderung zugleich, „Wegweiser im Glauben für die Menschen zu sein“, sagte der Primiziant unter Verweis auf die Bedeutung von Johannes dem Täufer als Zeichen für Barm­herzigkeit. Sein Entschluss, sich der Seelsorge zu verschreiben, sei nach und nach gereift. Schon in der Jugend habe er darüber nachgedacht. Dennoch erlernte der heute 40-Jährige nach der Schule den Beruf des Groß- und Außenhan­dels­kauf­manns. Seiner Affinität zum Geistlichen gab er 1997 nach und begann in Regens­burg das Studium der Kirchenmusik, das er 2001 mit dem Diplom B erfolgreich abschloss.


Pfarrgemeinderatsvorsitzende Oswald Brandl (links) gratulierte.

Nächster Einsatzort: St. Franziskus in Gerolzhofen

Nach drei Jahren als hauptamtlicher Kirchenmusiker in Neuenburg vorm Wald/Opf., folgte ab 2004 in zwei Etappen (Eichstätt/Würzburg) dann kon­sequenter­weise doch das Studium der Theologie. In seiner Zeit des Pastoralpraktikums in der Pfarreiengemeinschaft St. Christophorus wurde Jürgen Thaumüller im Juli 2011 zum Diakon geweiht und nun vor wenigen Wochen zum Priester.

Wenn man mit ihm spricht, gewinnt man den Eindruck, man steht einem Mann gegenüber, der angekommen ist: „Ich habe sehr viel Freude am Gottesdienst und am Miteinander in der Gemeinde“. Ab September wird er als Kaplan in der Pfarreiengemeinschaft St. Franziskus am Steigerwald in Gerolzhofen Dienst tun. Obwohl er damit wieder sehr viel näher bei seinem Heimatort Stammheim und dem elterlichen Weinberg auf dem Eselsberg leben wird, macht ihn der Abschied aus den oberfränkischen Gemeinden des Bistums wehmütig: „Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt, diese knapp zwei Jahre sind für mich eine gute und wertvolle, eine prägende Zeit gewesen“.

Den Einzelprimizsegen spendet Jürgen Thaumüller am Montag, den 9. Juli nach dem Gottesdienst um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Sebastian in Mürsbach.

Publizierung dieser Version: 26. Juni 2012

Sabina Sitzmann-Simon

 

Nachprimiz für die Pfarrei St. Oswald Baunach und die Filialen Reckenneusig/Dorgendorf/ Priegendorf

Am Sonntag, 1. Juli, feierte der neu geweihte Priester Jürgen Thaumüller den ersten Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Oswald Baunach. Auch für die Filialen Reckenneusig/Dorgendorf/ Priegendorf erteilte er am Ende eines sehr schönen und beeindruckenden Gottesdienstes den Primizsegen.

In seiner Predigt ging er darauf ein, dass Berührungen Heil bringen können. So wie wir es von Jesus hörten, zu dem die Menschen kamen, um Heil zu werden. Jesus hat es uns vorgelebt, jeder soll willkommen sein, wenn er Probleme hat. Und manchmal genügt schon eine Berührung, eine Umarmung, damit es einem wieder gut geht. So will auch Kaplan Thaumüller da sein für alle und seine Berufung praktizieren.


Dem Neupriester gratulierten die PGR-Vorsitzenden, Frau Gleußner und Herr Häfner (für die Filialen)
recht herzlich und überreichten ihm ein liturgisches Buch.

Beim anschließenden Stehempfang, der kurzfristig wegen des einsetzenden Regens in den Kirchenvorraum verlegt werden musste, überbrachten viele Gläubige dem Neupriester ihre Glückwünsche und trugen sich zur Erinnerung an seine Nachprimiz in sein goldenes Buch ein. Die Fahnenabordnungen der Vereine sorgten durch ihre Teilnahme für einen würdigen Rahmen des Festgottesdienstes. Der Musikverein Stadtkapelle Baunach überraschte den Neupriester mit einem Ständchen, das in der Pfarrkirche einen wunderbaren Klang hatte.

Den Einzelprimizsegen spendet Kaplan Thaumüller in Baunach am Donnerstag, 12.07.2012, nach der Abendmesse um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche.


Überraschung: Ein Ständchen vom Musikverein.

Dagmar Roppelt

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.