Donnerstag: CSU nominiert Kandidat im Bundeswahlkreis Kulmbach-Lichtenfels-Bamberg

Veröffentlicht am 23. Januar 2013 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz



Benannt ist er zwar nach Kulmbach, er umfasst aber auch große Teile der Landkreise Lichtenfels und Bamberg: Der Wahlkreis 240, oder auch „Bundestagswahlkreis Kulmbach“. Bereits im November wurde klar, dass die Lichtenfelser CSU mit Emmi Zeulner (25) eine eigene Kandidatin aufstellen wird. Für Kulmbach geht Jörg Kunstmann (39), stellvertretender Landrat und bisher Bundeswahlkreis-Geschäftsführer, an den Start. Und auch einen Kandidaten aus Bamberg gibt es: Alexander Hummel (35) aus Pettstadt. Am Donnerstag fällt die Entscheidung, wer für die CSU antreten wird.

„Die CSU Bamberg-Land stellt mit 55 von insgesamt 160 Delegierten aus dem gesamten Bundeswahlkreis die meisten stimmberechtigten Teilnehmer unter den drei beteiligten CSU-Kreisverbänden. Lichtenfels und Kulmbach haben bereits im vergangenen Jahr eigene Kandidaten nominiert. Mit Alexander Hummel können wir einen engagierten und qualifizierten Kandidaten anbieten“, betonte CSU-Kreisvorsitzender Thomas Silberhorn. „Als CSU-Ortsvorsitzender und als Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat kennt er auch die Belange der Kommunen, die bürgernahe Vertreter in den Parlamenten brauchen.“

Alexander Hummel hat Diplominformatik in Erlangen studiert und arbeitet an der Virtuellen Hochschule Bayern. In der CSU Bamberg-Land gehört er dem Kreisvorstand an und leitet den Arbeitskreis Medien. In ehrenamtlichen Funktionen ist Hummel für die oberfränkischen Sportschützen tätig. Nachrichten am Ort sprach mit ihm über seine Motivation, sich zur Wahl zu stellen.

130110 Alexander Hummel
Alexander Hummel ist einer von drei Kandidaten.

Nachrichten am Ort: Herr Hummel, welche Beweggründe gibt es für Ihre Kandidatur?

Neben Studium und Beruf betreibe ich seit 15 Jahren ehrenamtliche Kommunalpolitik. Ich mache dies mit großer Freude, zum einen, weil ich der Gesellschaft gerne etwas zurückgeben möchte und ich zum anderen zu den Menschen gehöre, die bestehende Defizite nicht einfach nur beklagen, sondern lieber versuchen, aktiv etwas dagegen zu tun. Nachdem ich bereits 2008 für die Junge Union Oberfranken (JU) als Listenkandidat zur Verfügung stand, war die logische Konsequenz, sich allgemein Gedanken um eine mögliche Direktkandidatur zu machen. Viele Gespräche mit Verantwortungsträgern der JU und CSU in unserem Wahlkreis ließen den dortigen Wunsch nach einem „eigenen“ Kandidaten laut werden. Interne Diskussionen bestätigten diese Haltung und führten auf meiner Seite dann dazu, dass ich meine Ambitionen gegenüber der Kreisvorstandschaft anmeldete und nach der entsprechenden Abstimmung nominiert wurde. Diese fand auf meinen Wunsch hin schriftlich statt.

Nachrichten am Ort: Mit welchen Ideen treten Sie an?

Ideen im Vorfeld zu definieren ist schwierig. Ich möchte zunächst VOR den anstehenden Wahlen alle 53 Gemeinden persönlich besuchen und vor Ort die Probleme kennenlernen. Erst hieraus kann und wird sich der Maßnahmenkatalog für die gesamte Region erarbeiten lassen.

Nachrichten am Ort: Was sehen Sie als die wichtigsten Aufgaben in unserer Region an?

Ich verstehe bundespolitische Ambitionen eines Kommunalpolitikers in erster Linie als Auftrag, mich als Anwalt der Kommunen für deren Belange in Berlin einzusetzen. Wir stehen derzeit vor den Folgen der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft und damit vor großen Fragestellungen für die Zukunft. Hier möchte ich mich einbringen.

Nachrichten am Ort: Wie stehen Sie dazu, dass Sie sich zunächst in einer Abstimmung gegen zwei andere Kandidaten im Wahlkreis durchsetzen müssen?

In meinen Augen demonstrieren wir mit dem Umstand, dass drei Kandidaten aus drei Kreisverbänden sich für den Wahlkreis Kulmbach einsetzen wollen, dass die CSU ein großes Potenzial guter Kandidaten hat. Wir sollten uns freuen, dass diese sich im Rahmen eines fairen Wettbewerbs dem Votum der Delegierten stellen. Ich schätze beide Mitbewerber sehr und bin mir sicher, dass, egal wer den Zuschlag erhält, sich mit seiner ganzen Kraft für den Wahlkreis einsetzen wird. Die Delegierten haben nur zu entscheiden, ob dies durch eine junge Studentin, einen Berufspolitiker oder einen Kandidaten, der mitten im Berufsleben steht, erfolgen soll. Unabhängig davon, wer am Ende des Donnerstags die Mehrheit der Delegierten hinter sich bringt, werde ich mich in meiner Eigenschaft als stellvertretender Kreisvorsitzender der JU im Anschluss im Wahlkampf für diesen Kandidaten engagieren – egal ob als Kandidat oder Helfer des benachbarten Kreisverbandes.

Johannes Michel. Foto: CSU

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.