Offen sein für Gott: Gedanken zum Weihnachtsfest

Veröffentlicht am 23. Dezember 2013 von Redaktion
Logopädie Scheßlitz



Es gibt zwei Zeiten im Jahr, die viele Menschen nutzen, um in sich zu gehen: Die Fasten- und die Weihnachtszeit. Oft sind wir auf der Suche nach „Heimat“. Das meint nicht den Ort unserer Geburt, sondern Geborgenheit, Schutz, Liebe. Kaplan Bernd Winter aus der Pfarreiengemeinschaft Christophorus (Baunach-, Itz- und Lautergrund) hat uns dazu ein paar weihnachtliche Worte geschrieben…

Kaplan Bernd Winter 2013Ein besonders schöner Text von der Hl. Hildegard von Bingen fiel mir diese Tage in die Hände, er lautet: „Von nun an steht uns wieder unsere Heimat offen. In der Menschwerdung hat Gott sein tiefstes Geheimnis offenkundig gemacht. Gott wurde Mensch, damit der Mensch seine Heimat habe in Gott.“

Um Heimat zu haben in Gott, ist er selbst Mensch geworden, so schreibt die Hl. Hildegard. Mit Heimat verbinden wir viele Gefühle, wie: Geborgenheit, Schutz, Liebe, Vertrauen und Daheimsein. Das möchte uns Gott in seinem Sohn Jesus schenken. Gott wird selber Mensch, damit er unser menschliches Leben teilen kann. Gott wählt dazu den natürlichen menschlichen Weg, Jesus wird von der Jungfrau Maria geboren.

In einem ärmlichen Stall kommt er in diese Welt. Arm war es damals, aber das Kind erfährt Liebe und Geborgenheit von seinen Eltern. Das göttliche Kind wird in einer menschlichen Familie groß. Und Gottes Sohn schenkt Liebe, Geborgenheit und Schutz den schwachen Menschen in der damaligen Gesellschaft. Er schenkt Heimat.

Diese Heimat haben die Menschen damals gespürt. Und diese Heimat können auch wir spüren, wenn wir offen sind für Gott. Diese Heimat kann uns unser Glaube an Gott schenken. Und dies wünsche ich Ihnen, dass Sie Gottes Heimat spüren können, wenn
Sie die Menschwerdung Gottes an Weihnachten feiern.

Kaplan Bernd Winter (Baunach/Mürsbach)


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