Jakobusweg: Über Kirchschletten nach Santiago de Compostela

Veröffentlicht am 30. Oktober 2012 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz



MIT VIDEO UND GROSSER BILDERGALERIE!

„Von meinem Arbeitgeber habe ich mir eine Auszeit von vier Monaten geben lassen, um dann von Deutschland aus den Jakobsweg nach Santiago de Compostela zu gehen. Etwa 25 Kilometer konnte ich am Tag zurücklegen.“ Es sind Geschichten wie diese, die beim Aktionstag der Jakobuspilger am 28. Oktober in der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten ausgetauscht werden. Bei Vorträgen, Lesungen und Spaziergängen waren Information und Spiritualität die Mittelpunkte.

Wussten Sie, dass der fränkische Jakobusweg von Kronach über Lichtenfels, Zapfendorf, Bamberg, Hallerndorf, Forchheim und Effeltrich bis nach Nürnberg führt? Voller solcher Infos war der Pilger-Aktionstag in Kirchschletten. Bereits früh um 7.45 Uhr ging es mit einer Heiligen Messe in der Abteikirche los, danach trafen sich die Teilnehmer zum gemeinsamen Frühstück. Am Vor- und Nachmittag standen jeweils eine Präsentation des Pilgerortes Santiago de Compostela und ein Autorenvortrag mit Film auf dem Programm.


Kurz vor dem Start des spirituellen Rundgangs zur Linde verteilte Dieter Sawinsky Muscheln.

Heribert Heisele, Pilgerbetreuer aus Hallerndorf, zeigte im Pfarrheim von Kirchschletten Fotos aus Santiago. Titel seines Vortrags: „Spiritueller Rundgang um die Kathedrale von Santiago de Compostela.“ Wichtig waren ihm die Details, die wohl die wenigsten Santiago-Besucher vor Ort entdecken können. Vor allem die romanische Kathedrale und die Kunstwerke hatten es ihm angetan – und sein Wissen gab er an die Zuhörer weiter. Mit dabei waren auch Geschichten aus seiner Pilgerarbeit, etwa die Erzählung von einem blinden Wanderer, der den Weg von Hannover bis Santiago ging und heute in seiner Heimatstadt einen Stammtisch leitet. Oder das riesige Weihrauchfass, das noch heute in der Kathedrale geschwungen wird und einst einen Beitrag zur Hygiene leistete.

Abtei Maria Frieden ist Pilgerherberge

Die Autoren Monika und Reinhold Hanna aus München zeigten zeitgleich im Haus Edeltraud, dem ehemaligen Schulgebäude von Kirchschletten, den Film „Impressionen vom Fränkischen Jakobusweg“. Beim anschließenden Mittagessen konnten sich die Pilger über ihre Jakobsweg-Erfahrungen austauschen. Nach einem spirituellen Rundgang zur Linde und weiteren Aktionen im Kloster trafen sich die Teilnehmer zur Abschlussvesper in der Abteikirche. Dieter Sawinsky, Gründer des Pilgerstammtisches Schlammersdorf, zog ein positives Fazit und lobte die gute Zusammenarbeit mit Mutter Mechthild. „Wir wollten auf den Jakobsweg aufmerksam machen, der auch durch unsere Region führt und freuen uns, dass die Pilger nun auch in Kirchschletten eine Unterkunft finden.“ Das Kloster ist neuerdings offizielle Raststätte für Jakobuspilger.


Mutter Mechthild mit dem neuen Herbergsschild, umrahmt von Reinhold und Monika Hanna,
Dieter Sawinsky und Heribert Heisele.

Johannes Michel

 

Eindrücke vom Pilgertag in Kirchschletten zeigt unser Video… (Tipp: Wollen Sie das Video in HD-Qualität sehen? Dann klicken Sie im unteren Bereich des Videos einfach auf das Einstellungsrädchen und wählen 720p HD aus…).

 

Viele Fotos vom Aktionstag finden Sie in unserer großen Bildergalerie (zum Öffnen der Galerie einfach auf ein beliebiges Foto klicken, zum Beenden der Anzeige genügt ein Klick auf das geöffnete Bild)…

Gerne können Sie hier Ihren Kommentar zum Artikel hinterlassen.


Bitte geben Sie Ihren richtigen Namen (kein Pseudonym) an, ansonsten können wir Ihren Kommentar nicht veröffentlichen.
Ist dies Ihr erster Kommentar, erfolgt vor der Freischaltung zunächst eine Prüfung.
Für den Inhalt von Kommentaren ist die Redaktion nicht verantwortlich.