Erlebnisbericht: Rennsteigverein in Franzensbad und Eger

Veröffentlicht am 17. Mai 2012 von Johannes Michel
Logopädie Scheßlitz



Am frühen Morgen des 12. Mai trafen sich 52 Mitglieder und Freunde des Rennsteigverein, Ortsgruppe Zapfendorf, zum Ausflug nach Franzensbad – Eger – Altkinsberg. Über Nacht war es kalt geworden: Nur noch sechs Grad zeigte das Thermometer, am Tag zuvor waren es 28. Dick eingepackt, aber gut gelaunt, kamen die meisten Teilnehmer zum Bus – und dicke Wolken begleiteten die Fahrt nach Franzensbad, aber es blieb trocken. Gegen 10 Uhr standen schon die Stadtführer bereit.

Gleich begannen wir mit einer Stadtführung. Informativ und kompetent brachte uns die Stadtführerin die Geschichte Franzensbads näher. Der wunderbar gepflegte Park mit seinen vielen blühenden Blumen war eine Augenweide. Uns wurde auch die Wirkung des Glauberwassers, das aus den Quellen kam, erklärt. Einige probierten es auch. Die „flotte Berta“ konnten wir nicht gebrauchen, wir waren ja mit dem Bus unterwegs. Einige warfen auch Geldstücke in die Quelle.

Weiter ging unsere Führung zum nackten Franz (Titelfoto) mit dem Fruchtbarkeitsfisch in der Hand, ein Wahrzeichen der Stadt. Viele streichelten den „kleinen“ Franz ganz liebevoll, besonders die, die gerne Omas werden wollen. Ob es was nützt, können wir leider nicht belegen.

Wunderschöne Häuserfassaden und Hinterhöfe mit kleinen Cafés bekamen wir danach zu sehen. Zeit zum Hinsetzen hatten wir leider nicht. Eine Tafel wies uns darauf hin, dass im August  1812 Ludwig van Beethoven hier wohnte.  Unser Wegewart begutachtete besonders die Wanderwegmarkierungen. Vorbei am imposanten Theater kamen wir zur russisch-orthodoxen Kirche, einem Prachtbau, und bestaunten die Ikonen und Bilder in der Kirche.

Spezialität der Region: Waffeln

Die Mittagseinkehr war ein Erlebnis für sich, das Gebäude hatte eine Besonderheit: Unterhalb des Glasfußbodens befand sich ein riesengroßes Aquarium mit vielen Fischen. Wir trauten uns gar nicht, einzutreten. Das Mittagessen war wunderbar und eindrucksvoll in den stillvollen Räumen. Die anschließende Besichtigung des Ballsaales ließ viele von uns ins Träumen geraten. Zur „Nachspeise“ besuchten wir noch eine Verkaufsstelle für die über Landesgrenzen hinaus berühmten Waffeln. Viele waren begeistert von den Waffeln, mir waren sie einfach zu süß. Aber wir hatten etwas zum Mitbringen für unsere lieben zu Hause. Es war ja auch Muttertag.

Weiter ging unsere Fahrt nach Eger, auch hier stand auch eine Stadtführung auf dem Programm. In der Stadtmitte angekommen,  war alles gesperrt. Ein Radrennen wurde durchgeführt, sehr interessant für manche, aber wir wollten Geschichtliches über die Stadt erfahren. Vor einem Restaurant blieben wir erstaunt stehen, ein Ober stand vor der Tür, er war nur aus Holz. Klaus Einwag ließ sich mit ihm zusammen fotografieren. Der Stadtkern mit seinen hochherrschaftlichen Häusern war sehr imposant.

An manchen Orten steht noch viel Sanierungsarbeit an

Natürlich stand auch ein Besuch der katholischen Kirche auf dem Programm. Kurt Enzi fand einen Stuhl vor der Kirche, ein Päuschen tat sehr gut. Die Innenausstattung der Kirche mit ihren Flügelaltären erinnert fast ein bisschen an Riemenschneider. Aber sonst lag noch vieles im Argen in der Kirche. Hier muss noch viel geleistet werden. Im Eingangsbereich der Kirche stand ein alter Flurstein mit der Inschrift:  „Oh Wandersmann, oh Pilgerin. Sag mir wo geht die Reise hin. Präg dir mein Bild in Herz und Sinn, dann bringt dir jeder Schritt Gewinn. 1897“ .

Wieder in der Stadt, mussten wir immer noch durch die Sperren des Radrennens hassten. Es hat sich trotzdem gelohnt. Die Innenstadt von Eger muss man gesehen haben. Auch der Platz, wo einst die Gartenschau abgehalten wurde, war einen Besuch wert. Man konnte sehen, dass eine solche Veranstaltung einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt. Endlich fanden wir auch einen geeigneten Platz mit Stufen für ein Gruppenfoto, wir wollen ja alles dokumentieren.  Eine beachtliche Gruppe mit 52 Personen.


Alle Teilnehmer versammelten sich zum Gruppenfoto (zum Vergrößern anklicken).

Ein Verein kümmert sich ehrenamtlich um die Kapelle

Um 15.30 Uhr ging unsere Fahrt weiter und führte uns nach Altkinsberg, in der Landessprache Hroznatov. Hier standen eine Besichtigung der Kapelle und ein Gang durch das ganzen Gelände an. Sehr eindrucksvoll, was da durch einen Verein ehrenamtlich geleistet wird. Der Vorsitzende des Vereins führte uns stolz mit vielen Erklärungen durch den gesamten Komplex. In der Kapelle sangen wir zum Schluss und zum Dank für den wunderschönen Ausflug noch ein Marienlied.

Die abschließende Einkehr in einem Restaurant im Ort war so gelungen wie der ganze Tag. Bei der Rückfahrt nach Zapfendorf bedankte sich Peter Tremel im Namen der gesamten Reisegruppe bei der Organisatorin Christine Enzi. Ein eindrucksvoller und interessanter Tag, der einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat,  ging zu Ende. Alle Beteiligten hoffen auf eine Fortsetzung  der Kulturausflüge, organisiert durch unsere Hauptkulturwartin Christine Enzi.

Peter Tremel. Titelfoto: © männe  / PIXELIO

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