Award für neue „alte Mainschleife“ – Zapfendorfer Unternehmen ausgezeichnet

Veröffentlicht am 4. Dezember 2013 von Redaktion

Hochwertige Wiederherrichtungen belegen das außerordentliche Engagement einiger Kiesunternehmen, aus ehemaligen Kulturlandschaften im Zuge der Rohstoffgewinnung wieder Naturlandschaften zu entwickeln. Wie hervorragend dies gelingen kann, unterstrichen die Sieger der nationalen Ausscheidungen beim Wettbewerb des Europäischen Gesteinsverbands UEPG um den SUSTAINABLE DEVELOPMENT AWARD 2013 (Auszeichnungen für nachhaltige Entwicklung). Die Sieger wurden am 27. November 2013 in Brüssel im Rahmen einer festlichen Veranstaltung bekannt gegeben und geehrt.

Im Maintal wird seit 1990 zusammen mit dem Kiesabbau nachhaltig die Wiederherstellung einer dynamischen und naturnahen Mainaue entwickelt, deren letzten Reste durch den kanalartigen Mainausbau für die Flößerei vor über 100 Jahren verloren gingen. Für die „Outstanding initiative in developing dialogue and constructive cooperation with stakeholders“ (Herausragenden Initiative bei der Dialog-Entwicklung und konstruktiver Kooperation mit den Beteiligten) wurde die Firma Porzner Kies GmbH aus Zapfendorf zum Preisträger. Sie wurde für die Renaturierung eines ganzen Flussabschnittes in enger Kooperation mit der bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung und den anderen Beteiligten vor Ort ausgezeichnet. Im Zuge der Kiesgewinnung wurde in der Gemarkung Unterbrunn, Gemeinde Ebensfeld, eine neue, alte Mainschleife angelegt.

Auszeichnung Porzner Kies 2013 Luftbild Main
Die Mainschleife und ihr „Innenleben“.

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Der Inhaber der Traditionsfirma Porzner Kies GmbH aus Zapfendorf, Regierungsbaumeister Thomas Porzner, freute sich, eines von nur zwei deutschen Unternehmen zu sein, neben den 17 anderen europäischen Preisträgern von Zypern bis Schweden, welche diese hohe Auszeichnung erlangen konnten. Als Sieger des „Deutschen Nachhaltigkeitspreises“ von 2012 wurden seine Unterlagen einer internationalen, fachkundigen Jury vorgelegt und müssten gegen Unterlagen von international tätigen Konzernen bestehen. Die Preisverleihung fand im Palast für schöne Künste, dem „Bozar“, statt. Bei der anschließenden Feier begrüßte der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der Spanier Alejo Vidal Quadras, alle Teilnehmer in Brüssel.

Neue Ideen: Mainschleife noch interessanter machen

Doch damit gibt man sich in Franken noch nicht zufrieden. Im Moment gibt es Überlegungen des amtlichen Naturschutzes zusammen mit der Gemeinde Ebensfeld mit dem Ziel, auf der von der Mainschleife eingeschlossenen Fläche bei Unterbrunn ein Beweidungskonzept mit drei bis fünf Urrindern zu finden, um eine Verbuschung des Gebietes mit über zehn Hektar Landfläche zu verhindern und die einzigartige Artenvielfalt zu stärken. Von den zwei bereits bestehenden Aussichtpunkten könnte dann die Naturlandschaft mit seiner Schönheit und Vielseitigkeit weiterhin einsehbar bleiben und wäre ein weiterhin ein interessantes Ausflugsziel für Jung und Alt. Eine vergleichbare Maßnahme soll flussabwärts in den Gemarkungen Zapfendorf und Rattelsdorf wiederholt werden. Hierzu wurde Anfang des Jahres eine Kooperationsurkunde mit den Bürgermeistern Josef Martin und Bruno Kellner und der damaligen Staatssekretärin Melanie Huml unterzeichnet. Die Planungsunterlagen hierzu werden in Kürze zur Genehmigung eingereicht und öffentlich ausgelegt.

Auszeichnung Porzner Kies 2013
Ein Bild von der Preisverleihung. Rechts vorne: Thomas Porzner.

Auszeichnung Porzner Kies 2013
Schautafeln erklären die Natur rund um die Mainschleife.

Porzner Kies, Zapfendorf

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