Teure Baumaßnahmen zwangen Zapfendorf zu mehr Neuverschuldung

Veröffentlicht am 23. Dezember 2011 von Johannes Michel

40 Sitzungen absolvierten Gemeinderat, Bau-, Finanz- Rechnungsprüfungs- und Schwimmbadausschuss insgesamt im Jahr 2011. Das zeigt, dass ein arbeitsreiches Jahr hinter den Mitarbeitern der Verwaltung und den Mitgliedern der Gremien in Zapfendorf liegt. Durch teure Baumaßnahmen, insbesondere der Schulsanierung, stieg die Verschuldung in diesem Jahr um 330.000 Euro an.

Bürgermeister Josef Martin blickte bei der letzten Gemeinderatsitzung in diesem Jahr zurück. Die Einwohnerentwicklung in Zapfendorf ist wieder positiv, nach 4.969 Einwohnern zum 31.12.2010 waren zum 15.12.2011 4.990 Personen mit ihrem Erstwohnsitz gemeldet. 210 Zuzüge konnte Zapfendorf verzeichnen, bei 184 Wegzügen. 10,1 Millionen Euro nahm die Gemeinde 2011 ein, 9,71 Millionen Euro gab sie aus. Somit bleibt zum 21. Dezember eine Differenz von über 380.000 Euro. Es stehen allerdings noch einige Posten aus, etwa der Kostenanteil des Marktes Ebensfeld für den Fuß- und Radweg auf der Einnahmen- und Rechnungen für die Dorferneuerung Roth und die Schulsanierung auf der Ausgabenseite.

2,39 Millionen Euro beträgt der Schuldenstand der Gemeinde Zapfendorf zum Ende des Jahres 2011. Durch eine Neuaufnahme von 500.000 Euro für die im zurückliegenden Jahr durchgeführten Bauprojekte stieg die Pro-Kopf-Verschuldung von 410 auf 480 Euro. Damit liegt Zapfendorf im Vergleich zu bayerischen Gemeinden vergleichbarer Größe noch immer deutlich im grünen Bereich, der Landesdurchschnitt beträgt 627 Euro. Die Verschuldung erhöhte sich insgesamt um 330.000 Euro, 170.000 Euro konnten getilgt werden.

Große Projekte in 2011 – Ausblick nach 2012

Die meisten Kosten verursachte die Schulsanierung. Sie kostete die Gemeinde in 2011 über 1,6 Millionen Euro. Die Dorferneuerung Roth schlug mit 122.000 Euro zu Buche, der Fuß- und Radweg zwischen Unterleiterbach und Ebensfeld kostete 127.000 Euro. Auch für die Erhaltung der Abwasserbeseitigung fielen wieder Ausgaben an, 2011 waren es 144.000 Euro.


Offizielle Begründung der Städtepartnerschaft mit Kilstett.

Martin erwähnte als Highlight 2011 neben den mit hohen Kosten verbundenen Projekten den Start der Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Kilstett, die bei einem Festakt offiziell startete. Im November wurde der Gegenbesuch absolviert. 2012 stehen die Restabwicklung der Dorferneuerung Roth, die Fertigstellung des Leichenhaus-Neubaus in Unterleiterbach und eine Dorferneuerung in Oberleiterbach an. Außerdem formulierte Martin die „Erreichung von optimalen Bahnübergangs-Ersatzlösungen im Zusammenhang mit dem Eisenbahnausbau und eine günstige Finanzierung der Westtangente“ als Ziele. 2012 werden such das städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK) abgeschlossen und die Schulsanierung weitergeführt.

Johannes Michel


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